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Wichtiger Hinweis: Hier finden Sie die Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Alle Veranstaltungen der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte finden sie im neuen Kalender der Stiftung.

Zu allen Veranstaltungen

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Freitag 19. Januar 2024 –Sonntag 18. Februar 2024 Ausstellung

Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Ausstellung: Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute

Rechtsextreme Überzeugungen werden in Deutschland wieder verstärkt offen geäußert. Auch Gewalttaten von rechts nehmen bedrohlich zu. Diese Ausstellung erzählt die Geschichten der Betroffenen rechter Gewalt in Hamburg. Zugleich nimmt sie die Akteure und Netzwerke alter wie neuer Nazis in den Blick. Sie zeigt die Entwicklung rechter Gewalt in Hamburg über viele Jahrzehnte ebenso wie Formen von Gegenwehr aus Gesellschaft und Politik.
Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Ausstellung wird anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar präsentiert und ist vom 19. Januar (Eröffnung) bis 18. Februar 2024 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen. Sie wird von einem umfangreichen Begleitprogramm aus Vorträgen, Rundgängen, Diskussionsveranstaltungen und Filmvorführungen ergänzt.

Weitere Informationen

Veranstaltungsprogramm

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr

Besucherservice und Katalogverkauf:
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr

Donnerstag 1. Februar 2024 18:30–20:00 Vortrag

Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Lesesaal, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg

Zeit der Brandanschläge. Die rechte Gewalt der frühen 1990er Jahre in der Geschichte der Bundesrepublik

Vortrag: Janosch Steuwer (Halle). Moderation: Sabine Stemmann-Bamberger (Hamburg).

Am 3. Oktober 1991 beging das frisch vereinte Deutschland in Hamburg seinen ersten Geburtstag. Mit einem Festakt und einem Bürgerfest wollte die Stadt auf Erfolge und Herausforderungen der „Wiedervereinigung“ blicken. Doch dann schob sich etwas anderes in den Vordergrund. Seit dem Pogrom von Hoyerswerda Mitte September rollte eine „Welle der Gewalt gegen Ausländer und Asylbewerber“ durch die Republik, die just am 2. Oktober 1991 auch Hamburg erfasste. Sie bildete den Beginn einer Zeit extensiver Gewalt, an deren Ende im Sommer 1993 offiziell mehr als 4.000 schwere „fremdenfeindliche Gewalttaten“ registriert worden waren, darunter über 1.200 Brandanschläge. Woher kam diese Gewalt? Und vor allem: Was machte sie mit dem neuen Land, das sich gerade auf die Suche begab, für was es zukünftig stehen wollte und wie seine Bürger*innen in ihm zusammenleben sollten? Janosch Steuwer zeigt die „Zeit der Brandanschläge“ als einen weitgehend übersehenen Schlüsselmoment unserer jüngeren Vergangenheit, an dem gesellschaftliche Debatten und politische Herausforderungen entstanden, die uns noch heute beschäftigen.

Die Vortragsreihe „Mehr als eine Randnotiz. Die extreme Rechte nach 1945“ ist eine Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Sonntag 4. Februar 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden

Montag 5. Februar 2024 19:00–21:00 Film und Gespräch

Abaton-Kino, Allende-Platz 3/Grindelhof, 20146 Hamburg

Dokumentarfilm: Der zweite Anschlag

In der öffentlichen Diskussion über rassistische Angriffe und Anschläge spielt die Perspektive der Betroffenen zumeist kaum eine Rolle. Der Dokumentarfilm „Der zweite Anschlag“ hingegen rückt genau diese Perspektiven in den Mittelpunkt. In ausführlichen Interviews entwickelt er ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Osman Taşköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Ibrahim Arslan schildert seine Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte. Mai Phương Kollath wohnte in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall Hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde. Auch Gülüstan Avcı, die Witwe des in den 1980er-Jahren in Hamburg von Neonazis ermordeten Ramazan Avcı, meldet sich zu Wort. 

„Der zweite Anschlag“ führt diese Geschichten in einer vielschichtigen Erzählweise zusammen und eröffnet einen detaillierten Einblick in den Kampf migrantischer Communities gegen Rassismus in Deutschland.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit Ibrahim Arslan, einem Überlebenden des Brandanschlags von Mölln, sowie dem Filmemacher Patrick Lohse ins Gespräch zu kommen. Moderation: Lennart Onken (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte).

Die Tickets für die Veranstaltung können direkt beim Abaton Kino erworben werden.

Sonntag 11. Februar 2024 11:00–13:00 Film und Gespräch

Abaton-Kino, Allende-Platz 3/Grindelhof, 20146 Hamburg

Film und Diskussion: Fluchtpunkt London. Die Exilregierungen im Kampf gegen Nazideutschland

Die 1939/40 erfolgte militärische Okkupation Mittel-, Nord- und Südeuropas führte dazu, dass die besetzten Länder – die Tschechoslowakei, Polen, Norwegen, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Jugoslawien und Griechenland – Regierungen im Exil bildeten, deren Sitz ab 1940 London wurde. Prominente Persönlichkeiten organisierten von dort aus den Widerstand gegen Nazideutschland, und die neuen Exilregierungen wurden zu Informationszentren über die Verbrechen und zu Initiatoren der Widerstandsbewegung in ihren besetzten Ländern. 1943 entstand aus diesem Bündnis die „United War Crimes Commission“, die zur Planungsinstanz für die späteren Nürnberger Prozesse wurde. „Fluchtpunkt London“ ist ein Exempel für den europäischen Widerstand, die Unberechenbarkeit der Geschichte und den Untergang des alten Mitteleuropa.

Südwestfunk, 1991, 90 Minuten

Teil der Dokumentarfilm-Reihe „Die Rückkehr der Täter“ von Hannes Heer in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft Hamburg e. V..

Preis: 10 Euro, ermäßigt: 7,50 Euro

Sonntag 11. Februar 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden

Freitag 16. Februar 2024 14:00–19:00 Projekttag

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Projekttag „Der nationalsozialistische Untergrund“

Neonazi-Netzwerk, V-Leute, Verfassungsschutz, Polizei, Gesellschaft. Prozess in München, Untersuchungsausschüsse, Kommissionen. Im Faktenreichtum des NSU-Komplexes kann man schnell den Überblick verlieren. Was ist bekannt? Wer war involviert?

Der Projekttag erarbeitet die wichtigsten Erkenntnisse über den NSU-Komplex. Dabei sollen nicht nur das Neonazi-Netzwerk und die Arbeit der Behörden beleuchtet, sondern auch der Anteil der deutschen Gesellschaft an den NSU-Morden in den Blick genommen werden. Hiervon ausgehend diskutiert der Projekttag folgende Fragen: Welche Handlungsoptionen lassen sich für eine demokratische Gesellschaft aus der Auseinandersetzung mit den NSU-Morden ableiten? Und welche Rolle können KZ-Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorte im (pädagogischen) Umgang mit den NSU-Morden im Spezifischen sowie rechter Gewalt im Allgemeinen spielen?

Carolin Keller (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/NSU-Watch) ist seit Jahren als freiberuflicher Guide in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme tätig. Darüber hinaus hat sie im Rahmen von NSU-Watch die juristische Aufarbeitung der rechtsterroristischen Mordserie begleitet.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 8 Plätze frei.
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Samstag 17. Februar 2024 14:00–17:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Schwarze Gefangene im KZ Neuengamme

Anlässlich des Black History Month befasst sich der Rundgang mit den Schicksalen Schwarzer Gefangener im Konzentrationslager Neuengamme. Was ist über diese Menschen bekannt? Aus welchen Motiven wurden sie verfolgt? Wie ist es ihnen im Konzentrationslager ergangen? Wie verliefen die weiteren Lebenswege derjenigen, die die Lagerhaft überlebten? Der Rundgang ordnet die vorgestellten Biografien in den Kontext der nationalsozialistischen Politik gegenüber Schwarzen Menschen sowie des Widerstands gegen die deutsche Besatzungsherrschaft in Europa während des Zweiten Weltkrieges ein. Referentinnen: Dr. Susann Lewerenz und Gisela Ewe (beide KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Der Rundgang findet in Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg statt und kostet 8 Euro. Anmeldung erbeten bis zum 16. Februar 2024 über www.vhs-hamburg.de .

Sonntag 18. Februar 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden

Dienstag 20. Februar 2024 10:00–11:30 Lesung und Gespräch

Luisengymnasium Hamburg-Bergedorf

Ode an den abwesenden Vater

Jean-Michel Gaussot, Sohn eines französischen Widerstandskämpfers, der im Auffanglager Wöbbelin starb, ist zu einem öffentlichen Gespräch für Schulklassen zu Gast.

Der ehemalige Diplomat Jean-Michel Gaussot ist Generalsekretär der französischen Amicale de Neuengamme et de ses Kommandos und war bis 2019 Präsident der Amicale Internationale KZ Neuengamme. Gemeinsam mit anderen Angehörigen und Überlebenden setzt er sich seit Langem für ein würdiges Gedenken an die Geschichte des KZ Neuengamme ein.

Jean-Michel Gaussot begab sich auf die Suche nach der Geschichte seines Vaters, des im Auffanglager Wöbbelin verstorbenen französischen Widerstandskämpfers Jean Gaussot, den er nie kennenlernen durfte. In seinem Buch „Ode an den großen Abwesenden, der mich niemals verlassen hat“ rekonstruiert er anhand von Briefen, Kalender-Einträgen, Erzählungen und Archivrecherchen, wie sein Vater in Paris wegen Widerstandstätigkeiten verhaftet wurde. Er zeichnet seinen Weg durch das Konzentrationslager Neuengamme, dessen Außenlager Fallersleben-Laagberg in Wolfsburg bis in das Auffanglager Wöbbelin bei Ludwigslust nach.

Eindrücklich beschreibt Jean-Michel Gaussot auch die Geschichte der Familie: Vor allem die verzweifelte Suche seiner Mutter nach ihrem Ehemann sowie ihre Versuche, diesen aus der Ferne zu unterstützen. Auch berichtet er, was es für ihn und seine Schwester bedeutete, ohne ihren Vater aufzuwachsen.

Jean-Michel Gaussot wird aus seinem Buch lesen und darüber mit uns ins Gespräch kommen. Moderation: Sophia Annweiler

Das Gespräch eignet sich für Schüler*innen ab der 10. Klasse. Anmeldung über Ulrike Jensen unter ulrike.jensen@gedenkstaetten.hamburg.de.

Hinweis: Die Veranstaltung wurde verlegt von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in das Luisengymnasium und ist damit nicht mehr öffentlich. Bitte melden Sie sich an.

Freitag 23. Februar 2024 14:00–19:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Spiele in Gedenkstätten? Games als Vermittlungsmedium

Immer häufiger finden digitale Spiele Anwendung in der Gedenkstättenpädagogik. Das Projekt „Let’s Remember! Erinnerungskultur mit Games vor Ort“ befasst sich mit ihren erinnerungskulturellen Potenzialen und entwickelt digitale Bildungs- und Veranstaltungsformate. Diese Fortbildung hat das Ziel, an dem Thema Interessierte innerhalb der digitalen Spielekultur zu orientieren und Impulse für den Einsatz von Games in der eigenen gedenkstättenpädagogischen und erinnerungskulturellen Praxis zu geben.

Dabei beinhaltet die Fortbildung sowohl Inputs zu den Themen Games, ihrer Geschichte und Spielekultur als auch eine Reihe interaktiver Übungen. Den Teilnehmenden werden Arbeitsmaterialien an die Hand gegeben, um die Inhalte des Seminars im Anschluss vertiefen und in ihre eigenen Institutionen weitertragen zu können.

Die Fortbildung richtet sich an alle (freien) Gedenkstättenmitarbeitenden oder Interessierte aus anderen Einrichtungen der politischen Bildungsarbeit.

Referierende: Projekt „Let’s Remember! Erinnerungskultur mit Games vor Ort

Die Fortbildung ist kostenfrei. Anmeldung bis zum 16. Februar 2024.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 7 Plätze frei.
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Samstag 24. Februar 2024 –Sonntag 23. Juni 2024 Ausstellung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hauptausstellung

Häftlinge des KZ Neuengamme aus der Ukraine, Zeichnungen von Oliksandr Putivskiy und Roman Kolesnikov

Die ukrainischen Künstler Oliksandr Putivsky und Roman Kolesnikov erzählen in dieser Projektvorstellung die Haftgeschichten von Nadeschda Zuewa, Grigorij Nedelko und Anton Rudnjew in Bildern. Die Erinnerungsberichte der drei Überlebenden des KZ Neuengamme bildeten die Grundlage für die Bilderzählungen. Die Zeichnungen werden als Bildprojektionen im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt. Ein Projekt von Svitlana und Evhenii Telukha, Kharkiv, 2023.

Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Sonntag 25. Februar 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden