jeudi 16. janvier 2020–dimanche 9. février 2020

Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung

Die Ausstellung „Überlebt! Und nun? – NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte / KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung? Die Ausstellung wird anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus von der Hamburgischen Bürgerschaft präsentiert. Vom 16. Januar bis 9. Februar 2020 ist sie im Hamburger Rathaus zu sehen.

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dimanche 26. janvier 2020 11:00–13:00

Abaton-Kino, Allende-Platz 3 (Grindelhof), 20146 Hamburg

Every Face Has a Name

Dokumentarfilm, Schweden, 2015, 76 Minuten, englische OF.

Die Ankunft eines Schiffes im Hafen von Malmö am 28. April 1945, festgehalten auf historischen Filmaufnahmen, bildet den Ausgangspunkt für Magnus Gerttens Film „Every Face Has a Name“. An Bord des Schiffes waren KZ-Überlebende, die zur Rekonvaleszenz nach Schweden kamen. Gertten bringt ihre Geschichten mittels Interviews und ausgiebiger Recherchen wieder zum Vorschein.

On April 28, 1945, life begins again. Hundreds of survivors from the German concentration camps arrive to the harbour of Malmö, Sweden. While they take their first steps in freedom Swedish news photographers film them. Now, 70 years later, the survivors are watching this archive footage for the very first time and as they discover themselves, they re-experience the emotions from this special day. Many emotional stories are evoked for the first time in Every Face Has a Name and the archive reveals an extraordinary blend of stories coming from Jewish survivors, Norwegian resistance men, Polish mothers with newborn babies and British spies. All united in the moment of freedom. Every Face Has a Name is a film about the complex moment of liberation. Scenes identical to those in 1945 are repeated all over the world today. We see them in the news every day. All of them anonymous. Faces without names.

Im Anschluss an den Film spricht Ulrike Jensen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)  mit Regisseur Magnus Gertten (Schweden) über die Suche nach den Namen hinter den Gesichtern und seine Motivation, diesen Dokumentarfilm zu drehen.

Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

dimanche 26. janvier 2020 11:00–13:00

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Henning Glindemann.

dimanche 26. janvier 2020 12:00–14:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

dimanche 26. janvier 2020 14:00–16:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

dimanche 26. janvier 2020 14:00–16:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Jüdische Häftlinge im KZ Neuengamme

Anlässlich des bevorstehenden Tags zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) bieten wir eine öffentliche Führung mit Freya Ziegelitz an mit dem Schwerpunkt der Erfahrungen jüdischer Häftlinge im KZ Neuengamme. Keine Anmeldung nötig.

dimanche 26. janvier 2020 17:00–19:00

Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

In jenen Tagen

Episodenfilm, Deutschland, 1947, 98 Minuten. Im Jahr 1945 erzählt ein altes Auto die Geschichte seiner wechselnden ehemaligen Eigentümer. Sieben Episoden erzählen von Menschen, die durch rassistische und politische Verfolgung, im Widerstand oder durch das Kriegsgeschehen unter dem nationalsozialistischen Regime gelitten haben. „In jenen Tagen“ gehört zum Genre der so genannten Trümmerfilme, hebt sich aber von Filmen wie „Die Mörder sind unter uns“ ab, weil er nicht die Täter zum Thema nimmt, sondern die Opfer des Nationalsozialismus. Die Aussage, dass es auch gute Menschen in diesen Zeiten gegeben hat, gibt dem Film eine optimistischere Grundstimmung. Der Film wurde 1946/47 in Hamburg und Umgebung gedreht u.a. mit den Schauspielerinnen Ida Ehre und Isa Vermehren und dem Schauspieler Erwin Geschonneck (1906-2008), der als Kommunist Überlebender u.a. des Konzentrationslagers Neuengamme und des Untergangs der Cap Arcona war.  

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Filmreihe Täter – Opfer – Widerstand der VVN-BdA. Kinoeintritt: 7,50 Euro www.metropoliskino.de

Einführung in den Film durch Hanno Billerbeck (Kirchliche Gedenkstättenarbeit)

lundi 27. janvier 2020 17:00–18:00

Internationales Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Erinnerung an den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Zum 75. Mal jährt sich der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dies bedeutete nicht das Ende von Verfolgung, Mord, Ausbeutung und Unterdrückung zehntausender Menschen, die weiterhin in Konzentrationslagern wie Neuengamme inhaftiert waren. Gerade in den letzten Monaten des Krieges starben tausende Häftlinge. Wir erinnern, zeitgleich mit anderen Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen, mit einer Lichtinstallation und Zitaten am internationalen Mahnmal an das Leid der Häftlinge vor 75 Jahren. 

mardi 28. janvier 2020 17:00–18:00

Hamburger Rathaus, Diele

Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun?“

Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung 1945/46“ mit Alyn Beßmann und Lennart Onken (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

mercredi 29. janvier 2020 18:00–20:00

Aula der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstr. 35

In der fremden Heimatstadt. Jüdische Überlebende und Remigranten im Hamburg der Nachkriegsjahre

Die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Menschen, die die nationalsozialistische Judenvernichtung überlebt hatten, war nach dem Ende des Gewaltregimes eine zentrale soziale, politische und moralische Aufgabe. Für die wenigen jüdischen Überlebenden und Remigranten war es ausgesprochen schwer, zu einem normalen Leben zurückzufinden. Die meisten, wenn nicht alle Verwandten und befreundeten Menschen waren ermordet oder in alle Welt vertrieben, alle sozialen Beziehungen zerstört. Sie litten unter traumatischen Erinnerungen, mussten ihr Verhältnis zur nichtjüdischen Umgebung neu bestimmen, eigene Zweifel und den Widerspruch der internationalen jüdischen Gemeinschaft gegen ihr Verbleiben im „Land der Mörder“ ertragen. Zunächst und vor allem aber benötigten sie konkrete elementare Hilfe, um den Alltag zu organisieren. Britische und deutsche Verantwortliche bekannten sich zur moralischen Pflicht gegenüber den Verfolgten. Aber tatsächlich stießen sie  auf allen Seiten auf bürokratische Hemmnisse, emotionale Abneigung und Vorbehalte. In ihrem Vortrag behandelt Prof. Ursula Büttner, vormals Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, dieses Spannungsfeld.

Einführung durch Dr. Anna von Villiez. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule.

Hinweis: Um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, eine Kurzführung durch die Ausstellung „Jüdisches Schulleben im Grindel“ zu erhalten.

Bitte beachten Sie den neuen Veranstaltungsort: Aula (Raum 301) der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstr. 35

jeudi 30. janvier 2020 18:00–20:00

Curiohaus, Raum ABC, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg

Überlebt – und nun?

Hamburg im Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist vorüber. Marianne Wilke (15), von den Nazis als so genannte Halbjüdin verfolgt, darf wieder zur Schule gehen. Ihr Vater kehrt lebend aus Theresienstadt zurück. Frieda Larsen (11), deren Vater Sinto ist, unterliegt nicht mehr den harten Vorgaben der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber Roma und Sinti. Und Ilse Jacobs Mutter Katharina kehrt aus dem Frauen-KZ Ravensbrück, wo sie als politische Gefangene inhaftiert war, zu ihrer dreijährigen Tochter zurück. 

Wie erinnern die drei Frauen heute die unmittelbare Nachkriegszeit in Hamburg? Wie ging ihr Leben und das ihrer Familien und Freunde weiter? Sprachen sie über Vergangenes? Was bringt sie heute dazu, jungen Menschen immer wieder über die Zeit ihrer Verfolgung zu berichten? Im Gespräch mit den drei Zeitzeuginnen geht Ulrike Jensen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) diesen und anderen Fragen nach. Eine Kooperationsveranstaltung mit der GEW Landesverband Hamburg