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Oktober 2022

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Freitag 30. September 2022–Sonntag 2. Oktober 2022

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Fotoworkshop mit Mark Mühlhaus (abgesagt)

Leider müssen wir den diesjährigen Foto-Workshop mit Mark Mühlhaus (30.9.-2.10.2022) absagen.

Wir verschieben den Workshop auf den 14.-16. April 2023.

 

Samstag 1. Oktober 2022 11:00–13:00

Treffpunkt: Haus des Gedenkens

Themenrundgang "Polnische Häftlinge im KZ Neuengamme"

Fast die Hälfte der etwa 100.000 Gefangenen im KZ Neuengamme, mehr als 41.000 Menschen, kam aus dem östlichen Europa und Mittelosteuropa Sie waren Kriegsgefangene, deportierte Widerständler*innen und politische Gegner*innen, Jüdinnen und Juden oder inhaftierte Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Der Rundgang mit Georg Erdelbrock verfolgt die Schicksale der polnischen Häftlinge im KZ Neuengamme.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Samstag 1. Oktober 2022 15:00–15:30

Ehem. Kommandantenhaus in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Mehr als Höflichkeit

Über 400 ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland besuchten in den 2000er Jahren Hamburg auf Gedenkfahrten. Sie hatten Mitbringsel aus ihren Heimatländern dabei - Teeschalen, Bilder, Bücher, Handgearbeitetes und vieles mehr. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme beherbergt heute eine Sammlung von über 200 dieser Gastgeschenke. Die Geschenke sind Gesten schmerzhafter Versöhnung. Welche (Lebens-)Geschichten stehen hinter diesen Gegenständen? Was waren die Schicksale der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg? Eine Kurzführung durch die Ausstellung, die heute von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 2. Oktober 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Bernhard Pohl. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 2. Oktober 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Sonntag 2. Oktober 2022 14:00–16:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Katharina Möller.  Keine Anmeldung nötig.

Donnerstag 6. Oktober 2022–Freitag 7. Oktober 2022

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Fürsorgepolitik und Sozialrassismus im Nationalsozialismus

Donnerstag, 6. Oktober 2022, 13.00 – ca. 18.15 Uhr
Freitag, 7. Oktober 2022, 9.00–14.00 Uhr

Nach nationalsozialistischer Auffassung waren „Asozialität“ und Kriminalität vererbbar. Das NS-Regime entwickelte weitreichende eugenische Maßnahmen gegen als „gemeinschaftsfremd“ oder „asozial“ stigmatisierte Menschen. Zehntausende Betroffene wurden nach dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ zwangssterilisiert. Zudem drohten ihnen Entmündigung sowie die Zwangsunterbringung bei Arbeitszwang in Heimen, Arbeitshäusern, geschlossenen „Bewahranstalten“ und nicht zuletzt auch in Konzentrationslagern. Fürsorge, Wohlfahrtsanstalten, Jugend-, Arbeits- und Gesundheitsämter arbeiteten bei der Entrechtung der Betroffenen eng mit Polizei und Justiz zusammen. Die Fürsorge nahm in der Ausgrenzung und Verfolgung von als „asozial“ Stigmatisierten eine Schlüsselrolle ein. Dabei schrieb sie den Verfolgten eine maßgeblich durch die Kategorie Geschlecht geprägte Devianz zu.

Die Tagung nimmt die Überwachungs-, Disziplinierungs- und Zwangsmaßnahmen der nationalsozialistischen Fürsorge für die „Volksgemeinschaft“ in den Blick, arbeitet ihre Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz heraus und untersucht deren Nachwirkungen.

Eine Kooperation mit dem Ausstellungsprojekt „Als ‚Asoziale‘ und ‚Berufsverbrecher‘ verfolgte Menschen im NS“ der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Anmeldung und Rückfragen bis zum 25. September 2022 bei Amina Edzards: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de

Tagungsprogramm

Donnerstag 6. Oktober 2022 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war im Nationalsozialismus eine Zentrale des Terrors. Dort befanden sich das Polizeipräsidium sowie die Leitstellen von Gestapo und Kriminalpolizei. Der Rundgang durch die „Stadthöfe“ thematisiert die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes, die Verbrechen der dort ansässigen Polizeidienststellen und die Folgen, die sie für Tausende verfolgte Frauen und Männer hatten. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 11 Plätze frei.
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Samstag 8. Oktober 2022 15:00–15:30

Ehem. Kommandantenhaus in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Mehr als Höflichkeit

Über 400 ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland besuchten Hamburg in den 2000er Jahren im Rahmen von Gedenkfahrten. Sie hatten Mitbringsel aus ihren Heimatländern dabei – Teeschalen, Bilder, Bücher, Handgearbeitetes und vieles mehr. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme beherbergt heute eine Sammlung von über 200 dieser Gastgeschenke. Die Geschenke sind Gesten schmerzhafter Versöhnung. Welche (Lebens-)Geschichten stehen hinter diesen Gegenständen? Was waren die Schicksale der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg? Eine Kurzführung durch die Ausstellung, die heute von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 14 Plätze frei.
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Sonntag 9. Oktober 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Malte Hinrichsen. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 9. Oktober 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch 12. Oktober 2022 18:00–19:30

Altonaer Museum, Museumstraße 23, Hamburg-Altona

„Die Elektrikerin. Mein Überlebensweg als tschechische Jüdin 1939 bis 1945“ von Franci Rabinek Epstein

Die Erinnerungen der tschechischen Jüdin Franci Rabinek an ihre Deportation sind ein ungewöhnliches Zeugnis von der Kraft der Resilienz, das nicht zuletzt wegen seiner Direktheit lange unveröffentlicht blieb und jetzt erstmals auf Deutsch erscheint. Ihr Weg führte sie von Theresienstadt über Auschwitz und die Außenlager des KZ Neuengamme bis nach Bergen-Belsen. Mit großer Offenheit, dem Mut zur (Selbst-)Kritik und unerwartetem Humor schildert sie aus der Sicht einer lebenshungrigen jungen Frau, wie sie überleben konnte.

Siri Keil (Moderatorin) im Gespräch (in englischer Sprache) mit Helen Epstein (Autorin, Tochter von Franci Rabinek). Lesung: Nina Petri (Schauspielerin)

Eintritt: 10,-/ erm. 5,- Euro. Karten an der Abendkasse. Eine Veranstaltung des Dölling und Galitz Verlags und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Die Publikation wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Rudolf Augstein Stiftung unterstützt.

Samstag 15. Oktober 2022 15:00–15:30

Ehem. Kommandantenhaus in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Mehr als Höflichkeit

Über 400 ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland besuchten Hamburg in den 2000er Jahren im Rahmen von Gedenkfahrten. Sie hatten Mitbringsel aus ihren Heimatländern dabei – Teeschalen, Bilder, Bücher, Handgearbeitetes und vieles mehr. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme beherbergt heute eine Sammlung von über 200 dieser Gastgeschenke. Die Geschenke sind Gesten schmerzhafter Versöhnung. Welche (Lebens-)Geschichten stehen hinter diesen Gegenständen? Was waren die Schicksale der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg? Eine Kurzführung durch die Ausstellung, die heute von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 16. Oktober 2022 11:00–13:00

Abaton Kino, Allende-Platz 3/Ecke Grindelhof, 20146 Hamburg

Dokumentarfilm „Lagerhaus G“

Dokumentarfilm von Markus Fiedler, D 2022, 96 min. Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Filmemacher. Moderation: Dr. Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Zwischen der Hamburger HafenCity und der Veddel liegt der Kleine Grasbrook. Hier treffen altes Hafengebiet und große Pläne von Stadt und Investor*innen aufeinander. Mittendrin: das Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Der Speicher wurde 1903 erbaut, hier lagerte einst Reemtsma Tabak. Während des Zweiten Weltkriegs waren dort italienische Militärinternierte untergebracht, auch befand sich im Speicher ein Außenlager des KZ Neuengamme. Die inhaftierten Frauen und Männer mussten schwere Zwangsarbeit im Hafen leisten.

Der Filmemacher Markus Fiedler begibt sich auf Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart des Speichers. Zeitzeug*innen und Historiker*innen werfen einen Blick auf die im Hafen unsichtbare Geschichte der Zwangsarbeit. Der Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und die Mitglieder der „Initiative Dessauer Ufer“ reflektieren die Frage, ob – und wenn ja, wie – in einem solchen Planungsgebiet würdiges Gedenken möglich ist. Dabei werden die weitreichenden stadtpolitischen und gesellschaftlichen Dimensionen deutlich.

Eine Veranstaltung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Eintritt: 10,- Euro. Weitere Informationen zum Film: https://dokfilmwoche.com/de/project/lagerhaus-g/

Sonntag 16. Oktober 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Anne Harden. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 16. Oktober 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Freitag 21. Oktober 2022 10:00–16:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Treffen der Außenlager-Initiativen und -Gedenkstätten

Das eintägige Treffen dient dem Austausch und der Diskussion mit Kolleg*innen, die an Orten ehemaliger Außenlager des KZ Neuengamme tätig sind. Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind die Ergebnisse zweier „Jugend erinnert“-Projekte, Bildungsformate für Gruppen der Bundeswehr an Orten ehemaliger Außenlager der KZ Neuengamme sowie die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Gedenkstättenarbeit.

Interessent*innen an der Teilnahme wenden sich bitte bis spätestens 7. Oktober 2022 an Amina Edzards: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Programm

Samstag 22. Oktober 2022 15:00–15:30

Ehem. Kommandantenhaus in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Mehr als Höflichkeit

Über 400 ehemalige Zwangsarbeiter*innen aus der Ukraine, Belarus und Russland besuchten Hamburg in den 2000er Jahren im Rahmen von Gedenkfahrten. Sie hatten Mitbringsel aus ihren Heimatländern dabei – Teeschalen, Bilder, Bücher, Handgearbeitetes und vieles mehr. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme beherbergt heute eine Sammlung von über 200 dieser Gastgeschenke. Die Geschenke sind Gesten schmerzhafter Versöhnung. Welche (Lebens-)Geschichten stehen hinter diesen Gegenständen? Was waren die Schicksale der ehemaligen Zwangsarbeiter*innen in der Sowjetunion nach dem Zweiten Weltkrieg? Eine Kurzführung durch die Ausstellung, die heute von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 23. Oktober 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Kai Ermes. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 23. Oktober 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch 26. Oktober 2022 18:00–20:00

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz 1, 20547 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof: Erkundung eines historischen Ortes

Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma wurden zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg und Norddeutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum informiert, das 2026 in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnen wird.

Mittwoch 26. Oktober 2022 18:00–20:00

Forum Alstertal, Kritenbarg 18, 22391 Hamburg, in unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Dokumentarfilm „Lagerhaus G“

Dokumentarfilm von Markus Fiedler, D 2022, 96 min. Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Filmemacher. Moderation: Dr. Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Zwischen der Hamburger HafenCity und der Veddel liegt der Kleine Grasbrook. Hier treffen altes Hafengebiet und große Pläne von Stadt und Investor*innen aufeinander. Mittendrin: das Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Der Speicher wurde 1903 erbaut, hier lagerte einst Reemtsma Tabak. Während des Zweiten Weltkriegs waren dort italienische Militärinternierte untergebracht, auch befand sich im Speicher ein Außenlager des KZ Neuengamme. Die inhaftierten Frauen und Männer mussten schwere Zwangsarbeit im Hafen leisten.

Der Filmemacher Markus Fiedler begibt sich auf Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart des Speichers. Zeitzeug*innen und Historiker*innen werfen einen Blick auf die im Hafen unsichtbare Geschichte der Zwangsarbeit. Der Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und die Mitglieder der „Initiative Dessauer Ufer“ reflektieren die Frage, ob – und wenn ja, wie – in einem solchen Planungsgebiet würdiges Gedenken möglich ist. Dabei werden die weitreichenden stadtpolitischen und gesellschaftlichen Dimensionen deutlich. Weitere Informationen zum Film: https://dokfilmwoche.com/de/project/lagerhaus-g/

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel (Kritenbarg 8) kann vor der Filmvorführung von 17 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung widmet sich den Frauenaußenlagern des KZ Neuengamme im Hamburger Raum und stellt Biografien der im Lagerhaus G inhaftierten Frauen vor. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 22 Plätze frei.
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Donnerstag 27. Oktober 2022 19:30–21:30

Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20547 Hamburg

Nachgeschichte(n) und Gegenwartsrelevanz der nationalsozialistischen Verbrechen

Die Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen war 1945 nicht vorbei. Dies soll auch in der künftigen Ausstellung im Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ zum Ausdruck kommen. Wie ging die Gesellschaft mit den Verantwortlichen und den Orten des Geschehens um? Welche Bedeutung haben Ausgrenzung und Verfolgung für Betroffene und ihre Nachkommen bis heute? Wie verhalten wir uns in der Gegenwart zu dieser Vergangenheit? Im Gespräch mit Thekla Keuck (Public History, Universität Bremen) erläutern Kurator*innen und Gestalter*innen, wie sie mit diesen Fragen umgehen und stellen ihre Ansätze zur Diskussion.

Samstag 29. Oktober 2022 14:00–15:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war im Nationalsozialismus eine Zentrale des Terrors. Dort befanden sich das Polizeipräsidium sowie die Leitstellen von Gestapo und Kriminalpolizei. Der Rundgang durch die „Stadthöfe“ thematisiert die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes, die Verbrechen der dort ansässigen Polizeidienststellen und die Folgen, die sie für Tausende verfolgte Frauen und Männer hatten.

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Sonntag 30. Oktober 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Thomas Mayer. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 30. Oktober 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

 

Montag 31. Oktober 2022 12:00–14:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Einführung in die Geschichte des KZ Neuengamme

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme bietet im Rahmen der Aktion #seeforfree der Hamburger Museen um 12 Uhr und um 14 Uhr öffentliche Führungen in deutscher Sprache an (Dauer: 60-90 Minuten). Sie erhalten einen informativen Eindruck von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie eine Einführung in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers. Treffpunkt ist der Haupteingang der KZ-Gedenkstätte Neuengamme („Service-Point“, Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Ausstellung“). Keine Anmeldung nötig.

Montag 31. Oktober 2022 16:00–18:00

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz 1, 20547 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof: Erkundung eines historischen Ortes

Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma wurden zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg und Norddeutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum informiert, das 2026 in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnen wird.

Montag 31. Oktober 2022 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war im Nationalsozialismus eine Zentrale des Terrors. Dort befanden sich das Polizeipräsidium sowie die Leitstellen von Gestapo und Kriminalpolizei. Der Rundgang durch die „Stadthöfe“ thematisiert die Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes, die Verbrechen der dort ansässigen Polizeidienststellen und die Folgen, die sie für Tausende verfolgte Frauen und Männer hatten.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 6 Plätze frei.
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