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Donnerstag 1. September 2022 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus: Polizeibataillone aus Norddeutschland und der Holocaust

Bei seinem Rundgang durch das ehemalige Stadthaus, bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums und zentraler Befehlsstellen der Kriminalpolizei, Staatspolizei und Schutzpolizei, thematisiert Wolfgang Kopitzsch, Polizeipräsident a.D., die Geschichte der norddeutschen Polizeibataillone. Bereits kurz nach dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurden die ersten Polizeibataillone nach Polen verlegt, die gegen den polnischen Widerstand vorgingen, Deportationen durchführten, Ghettos bewachten und sich ab Ende 1941 an der „Endlösung der Judenfrage“ in den besetzten Gebieten beteiligten. Wolfgang Kopitzsch stellt seine frühen Recherchen zu den Polizeibataillonen aus Norddeutschland vor sowie deren Einfluss auf die Ausbildungsprogramme angehender Polizist:innen in Hamburg.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 5 Plätze frei.
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Sonntag 4. September 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Dieter Wilde. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 4. September 2022 13:00–15:00

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

Sonntag 4. September 2022 14:00–16:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Alexis Werner. Keine Anmeldung nötig.

Dienstag 6. September 2022 18:00–20:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

„Wir können daher auch heute nicht schweigen“ (Albert Goldenstedt)

Ein Gespräch über kommunistischen Widerstand und erinnerungspolitisches Engagement

Die Historikerin Dr. Christiane Goldenstedt stellt an diesem Abend die Biografie von Albert Goldenstedt anhand von Dokumenten und Zeitzeugnissen vor. Der kommunistische Widerstandskämpfer war früh gegen das Naziregime aktiv und unterstütze die „Rote Hilfe“, er wurde verfolgt, ging 1936 ins Exil. Er war weiterhin im Widerstand aktiv, 1940 wurde er von Belgien an die Niederlande ausgeliefert und dort verhaftet. Er kam in verschiedene Gefängnisse und Zuchthäuser. 1943 wurde er in die Strafdivision 999 der Wehrmacht einberufen. Nach seiner Rückkehr war Albert Goldenstedt in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Niedersachsen aktiv. Im Gespräch mit Cornelia Kerth (VVN-BdA Hamburg) geht es im Anschluss um die frühen Erinnerungen an den Widerstand und die erinnerungspolitische Bedeutung der VVN.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 21 Plätze frei.
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Samstag 10. September 2022 11:00–12:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Der Rundgang durch das ehemalige Stadthaus, von 1933 bis 1943 Sitz des Polizeipräsidiums und der Leitstellen von Kripo und Gestapo, widmet sich am „Tag des offenen Denkmals“ vor allem der Bau- und Nutzungsgeschichte des Gebäudekomplexes. Dr. Anke Rees thematisiert die verschiedenen Zeitschichten, die sich in den „Stadthöfen“ finden lassen. Dabei werden die Spuren des Nationalsozialismus, der Umgang mit ihnen und die Entwicklung bis heute thematisiert.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 12 Plätze frei.
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Samstag 10. September 2022 14:00–17:00

Treffpunkt Rathausmarkt, Kriegerdenkmal

Rundgang vom Stadthaus zum Hüttengefängnis. Vergessene und verdrängte Geschichte der Nazizeit

Der Rundgang führt vom Hamburger Rathaus durch Hamburg-Neustadt. Er führt zu Stätten des Naziterrors in den Jahren 1933 bis 1945, aber auch zu denen des Widerstands dagegen. Das Stadthaus war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums, der Gestapo und der Kripo. Der Umgang Hamburgs mit diesem Ort und seiner Geschichte ist umstritten. Das Gefängnis Hütten ist, obwohl das Gebäude gut erhalten ist, als Ort von NS-Verfolgung nicht im öffentlichen Bewusstsein. Im ehemaligen Gängeviertel sollen Hintergründe von Teilabrissen und einer neuen Bebauung in den 1930er-Jahren thematisiert werden. Der Referent ist Kurator der Ausstellungen in den Stadthöfen. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks. Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 8 Plätze frei.
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Samstag 10. September 2022 14:00–15:30

Gedenkstätte Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg

Rundgang und Gespräch zum Behelfswohnheim des Jahres 1944

Die Gedenkstätte Poppenbüttel befindet sich im letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg, an die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus und an die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Hamburg. Bei dem Rundgang geht es jedoch vor allem um einem anderen Teil des Gebäudes, in dem heute noch die Ausstattung einer Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden kann. Guide: Lennart Onken

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 14 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 10:00–13:00

Treffpunkt U-/S-Bahn Station Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße

Literarischer Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof

Der Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof führt zu Gräbern Hamburger Künstlerinnen und Künstler, die im Nationalsozialismus lebten. Deren Situation in den Jahren 1933 bis 1945 wird thematisiert und aus ihren Erzählungen, Gedichten, Berichten und letzten Briefen gelesen. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks und Christine Eckel. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 12 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 11:00–12:30

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Gedenken und Aufbruch am Bullenhuser Damm

Im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm wurden 1945 20 jüdische Kinder und 28 Erwachsene ermordet, die Häftlinge des KZ Neuengamme waren. Eine Gedenkstätte im Keller erinnert heute an diese Menschen. Wie war der Weg zur Gedenkstätte? Warum steht das übrige Gebäude leer? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft des Gebäudes und des Stadtteils? Ein Rundgang durch die Gedenkstätte und in das im Wesentlichen sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude. Begleitung: Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Henrike Thomsen, Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG. Hinweis: Auch um 14 Uhr findet ein Rundgang statt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 13 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Claus-Henning Schwarz. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 11. September 2022 12:00–13:30

Treffpunkt: Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Klinkerwerk“

Spuren der Verbrechen erhalten: Das ehemalige Klinkerwerk des KZ Neuengamme

Vor 80 Jahren begann die Produktion im neuen Klinkerwerk im KZ Neuengamme, vor 40 Jahren sollte es wieder abgerissen werden. Aufgrund zahlreicher Proteste wurde es stattdessen unter Denkmalschutz gestellt. Warum wurde es gebaut? Unter welchen Bedingungen wurde hier gearbeitet? Wer setzte sich für die Erhaltung ein? Um diese Fragen geht es bei der Führung durch das ehemalige Klinkerwerk in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dabei werden auch sonst für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Gebäudeteile besichtigt. Die Führung zum „Tag des offenen Denkmals“ ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 22 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 12:00–12:30

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Jugend musiziert – „Eine musikalische Würdigung“

An der Gedenkstätte Fuhlsbüttel wird um 12 Uhr im Anschluss an eine Führung durch die Ausstellung (11 Uhr) mit Musik an die vielen Frauen und Männer erinnert, die von 1933–1945 im Konzentrationslager „Kola-Fu“, im Polizeigefängnis, im Zuchthaus und im Außenlager des KZ Neuengamme in Fuhlsbüttel inhaftiert waren. Der Förderverein Jugend musiziert verschafft seinen jungen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Preisträgerinnen und Preisträgern Auftritte auch an besonderen Orten und ermöglicht ihnen so die aktive Teilnahme an Erinnerungskultur. Keine Anmeldung nötig. Eine Veranstaltung im Rahmen des "Tag des offenen Denkmals"

Sonntag 11. September 2022 13:00–15:00

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

Sonntag 11. September 2022 13:00–14:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

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Eine performative Begehung zum Tag des offenen Denkmals. Interessierte werden vom bildenden Künstler Arne Lösekann, dem Tänzer Julien Müller aus dem THE CURRENT DANCE COLLECTIVE und der Kulturanthropologin Bianka Schaffus auf einer konstruktivistischen Weise durch die sonst nicht zugänglichen Räume der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm begleitet. 

Sonntag 11. September 2022 14:00–15:30

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Gedenken und Aufbruch am Bullenhuser Damm

Im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm wurden 1945 20 jüdische Kinder und 28 Erwachsene ermordet, die Häftlinge des KZ Neuengamme waren. Eine Gedenkstätte im Keller erinnert heute an diese Menschen. Wie war der Weg zur Gedenkstätte? Warum steht das übrige Gebäude leer? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft des Gebäudes und des Stadtteils? Ein Rundgang durch die Gedenkstätte und in das im Wesentlichen sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude. Begleitung: Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Henrike Thomsen, Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG. Hinweis: Auch um 11 Uhr findet ein Rundgang statt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 15:30–17:00

Treffpunkt: Haupteingang (Service-Point) der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Im Haus des Lagerkommandanten

Der Themenrundgang führt in das historische Wohnhaus des damaligen KZ-Kommandanten Max Pauly. Wie lässt sich ein Familienleben im Konzentrationslager vorstellen? Wie wurde das ehemalige Kommandantenhaus nach dem Krieg genutzt? Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist für die Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich. Heute befindet sich in dem Haus eine Sammlung von Geschenken, die ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Ukraine, Polen, Russland, Belarus, Lettland und Tschechien bei späteren Besuchseinladungen nach Hamburg mitbrachten. Die Sammlung wird erstmals gezeigt. Die Führung zum „Tag des offenen Denkmals“ ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 26 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 16:00–18:00

Barkassen-Centrale Ehlers, Anleger Vorsetzen beim roten Feuerschiff

Alternative Hafenrundfahrt

Während der zweistündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert. Mit Blick auf historische Hafenbecken, Schuppen und Speicher, Fabrikhallen, Brücken und Schiffe jeder Größe wird von Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen berichtet. Die Route führt auch zu Orten, an denen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager eingerichtet waren, so auch zum Speicher G am Dessauer Ufer. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks, Katja Hertz-Eichenrode, Lukas Kaiser. Kosten: 20 Euro auf dem Schiff

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 30 Plätze frei.
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Sonntag 11. September 2022 16:00–18:00

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz 1, 20547 Hamburg

Ein Ort, der stört? Das „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“

Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma wurden zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg und Norddeutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Ein zentraler Ausgangspunkt war dabei der ehemalige Hannoversche Bahnhof. Zum Tag des offenen Denkmals erkunden wir die historische Topographie rund um den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof und fragen nach Gründen für das jahrzehntelange Vergessen dieses Ortes. Wie kam es schließlich dennoch zur Gestaltung eines Gedenkortes inmitten der neuen HafenCity? Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 11. September 2022 16:00–17:00

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Eine performative Begehung zum Tag des offenen Denkmals. Interessierte werden vom bildenden Künstler Arne Lösekann, dem Tänzer Julien Müller aus dem THE CURRENT DANCE COLLECTIVE und der Kulturanthropologin Bianka Schaffus auf einer konstruktivistischen Weise durch die sonst nicht zugänglichen Räume der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm begleitet.

Sonntag 11. September 2022 17:00–17:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, ehemaliges Klinkerwerk (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Klinkerwerk“)

„Die Hände brannten vor Schmerz.“ Häftlingsarbeit im Klinkerwerk des KZ Neuengamme

Das Klinkerwerk im KZ Neuengamme war auf der einen Seite ein moderner Produktions­betrieb, in dem Ton zu Ziegelsteinen verarbeitet wurde. Auf der anderen Seite mussten dafür Hunderte von Häftlingen täglich in schwerer Handarbeit Ton stechen und in Loren füllen. Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine Lichtinstallation im ehemaligen Klinkerwerk mit Zitaten von Menschen, die über ihre Erfahrungen als Häftlinge des KZ Neuengamme Auskunft geben. Keine Anmeldung nötig

Mittwoch 14. September 2022 18:00–19:30

Tschaikowsky-Saal, Tschaikowskyplatz 2, 20355 Hamburg

Fotos aus Sobibor

Die im Jahr 2020 der Öffentlichkeit präsentierte Fotosammlung eines NS-Täters erlaubt bisher unbekannte Einblicke in verschiedene Tatorte der als „Aktion Reinhard“ bezeichneten Ermordung von mehr als 1,7 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibor, Belzec und Treblinka im deutsch besetzten Polen sowie der zuvor begangenen „Euthanasie”-Morde. Dr. Andreas Kahrs (Bildungswerk Stanisław Hantz) wird das Buchprojekt zu diesen „Fotos aus Sobibor“ vorstellen. Im Anschluss spricht Dr. Dennis Bock (Universität Hamburg) mit ihm über einzelne Aspekte des Buchs. Beleuchtet werden u.a. Verbindungen zwischen Hamburg und den Tatorten der „Aktion Reinhard“ sowie der „Euthanasie“-Morde.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden statt.

Anmeldung bis 7. September 2022

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 70 Plätze frei.
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Donnerstag 15. September 2022 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Bei den Rundgängen durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe der dort ansässigen Gestapo- und Kriminalpolizeileitstellen sowie die Erfahrungen der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Freitag 16. September 2022 10:00–16:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in, Mitläufer*in, Zuschauer*in, Opfer in der Familie? Rechercheseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten

Das Seminar stellt anhand konkreter Beispiele Möglichkeiten vor, über nationalsozialistische Täter*innen, Opfer, Mitläufer*innen und Zuschauer*innen aus der eigenen Familie zu recherchieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungen, Recherchemöglichkeiten in Archiven und im Internet. Sie können Fragen stellen zum Umgang mit historischen Dokumenten und lernen die Bibliothek und das Archiv der KZ-Gedenkstätte kennen. Wenn eigene Dokumente mitgebracht werden, kann anhand dessen über konkrete weitere Schritte gesprochen werden. Das Seminar dient als Grundlage für alle, die mehr über ihre Familiengeschichte in Erfahrung bringen wollen. Seminarleitung: Dr. Reimer Möller, Dr. Oliver von Wrochem, Carola Kieras. Kosten: 15,- €, ermäßigt 10,- € (inkl. Verpflegung). Eine Anmeldung bis zum 8. September 2022 ist erforderlich bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 522, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Freitag 16. September 2022 18:00–20:30

Abaton Kino, Allende-Platz 3, 20146 Hamburg

Luke Holland: Final Account (2021)

Wie erinnern sich Angehörige der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ an die Zeit des „Dritten Reichs“? Wie blicken sie heute auf ihr damaliges Denken und Handeln zurück? Über 10 Jahre lang führte der Dokumentarfilmer Luke Holland Interviews mit hochbetagten Menschen, die den Nationalsozialismus als Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erlebten und mitgestalteten. In „Final Account“ verarbeitete er diese Interviews zu einem eindringlichen Generationenporträt. Im Anschluss fragt ein Podiumsgespräch nach dem persönlichen und gesellschaftlichen Erbe, das uns diese Generation hinterlassen hat. Teilnehmer*innen: Maria Bostelmann und Stefanie Taschinski, die sich mit ihrer Familiengeschichte im Nationalsozialismus beschäftigen, sowie Dr. Oliver von Wrochem, der sich seit vielen Jahren mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Nachwirkungen befasst. Moderation: Cornelia Siebeck

Eine Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Abaton Kino

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Freikarten sind online reservierbar über www.abaton.de sowie telefonisch unter 040 41 320 320.

Samstag 17. September 2022–Sonntag 18. September 2022

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in in der Familie? Gesprächsseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten

Samstag, 17. September 2022, 10.30–16.30 Uhr
Sonntag, 18. September 2022, 11.15–17.00 Uhr

Das Seminar richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-Täter*innen in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Wir tauschen uns darüber aus, was es heißt, gemeinsam auf die Suche nach unliebsamen Wahrheiten zu gehen. Einzelne Teilnehmende berichten über die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Motivation, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von Täter*innen- und Verfolgtennachkommen werden behandelt. Zudem werden Perspektiven des aktuellen gesellschaftlichen Umgangs aufgegriffen. Seminarleitung: Karin Heddinga, Thomas Käpernick und Dr. Oliver von Wrochem. Kosten: 30,- €, ermäßigt 20,- € (inkl. Verpflegung). Eine Anmeldung bis zum 8. September 2022 ist erforderlich bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 522, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Sonntag 18. September 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Holger Martens. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 18. September 2022 13:00–15:00

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

Montag 19. September 2022 18:00–19:30

Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg, Gallionsfigurensaal

Vielfaltssensible Öffnung von Museen, Gedenkstätten und kulturellen Einrichtungen

Wie können sich Museen, Gedenkstätten und Kulturzentren für eine diverse Gesellschaft öffnen, um der Realität unserer Stadtgesellschaft und den sich daraus ergebenden fortwährenden Veränderungsprozessen gerecht zu werden? Welche Zugänge und Räume wünschen sich Akteur*innen der Stadtgesellschaft von solchen Einrichtungen? Welche Schwierigkeiten und Herausforderungen sind mit partizipativer Projekt- und Vermittlungsarbeit von Institutionen verbunden – und wie lässt sich dem begegnen?

Ein Podiumsgespräch anlässlich der Altonaer Vielfaltswoche.

Eine Kooperation mit dem Altonaer Museum und der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.

Sonntag 25. September 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Henning Glindemann. Keine Anmeldung nötig.

Sonntag 25. September 2022 13:00–15:00

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Keine Anmeldung erforderlich.

Montag 26. September 2022 18:00–21:00

Volkshochschule Hamburg, Schanzenstr. 75-77, 20357 Hamburg

Koloniales und rassistisches Denken und Handeln im Nationalsozialismus: Bildungsmaterialien für die Erwachsenenbildung

Seit einigen Jahren wird zunehmend heftig darum gestritten, in welchem Verhältnis Kolonialismus und Shoah zueinander stehen – darüber wird oft vernachlässigt, welche Verbindungen es jenseits der Shoah zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus gibt.

Anhand exemplarischer Biografien von Schwarzen Menschen und People of Color zeigt die Fortbildung konkrete Verflechtungen zwischen kolonialem, rassistischem und antisemitischem Denken und Handeln im Nationalsozialismus auf. Sie führt in die methodischen Ansätze, das didaktische Konzept und die Themenschwerpunkte kostenfreier Bildungsmaterialien zum Thema ein und stellt anhand von Quellen und Biografien konkrete Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Kurse vor. Die Bildungsmaterialien regen eine rassismuskritische Sensibilisierung an und geben Anstöße für eine multiperspektivische und inklusive Erinnerungskultur.

Referentin: Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Eine Kooperation mit der Volkshochschule Hamburg

Anmeldung bis 19. September 2022 über unser Online-Formular:

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 4 Plätze frei.
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Mittwoch 28. September 2022 18:00–20:00

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Lohseplatz 1, 20547 Hamburg

Erkundung eines historischen Ortes

Über 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize und Sinti sowie Romnja und Roma wurden zwischen 1940 und 1945 aus Hamburg und Norddeutschland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum informiert, das 2026 in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnen wird. Keine Anmeldung nötig.

Donnerstag 29. September 2022 19:30–21:00

Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20547 Hamburg

Widerstand und Kriegseinsatz. Vom Hannoverschen Bahnhof ins „Bewährungsbataillon 999“

Widerstandskämpfer, die eine Haftstrafe verbüßt hatten, galten im Nationalsozialismus als „wehrunwürdig“. Ab 1942 wurden sie dennoch zum Kriegseinsatz herangezogen, oft in gefährlichen Gebieten. Für die Hamburger Männer des „Bewährungsbataillons 999“ der Wehrmacht begann ihr Einsatz am Hannoverschen Bahnhof. Von dort wurden sie in das Ausbildungslager Heuberg transportiert. Karin Heddinga und Kristina Vagt (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) befragen Inga Grunst, Carmen Galba, Carola Kieras und Manfred Schumann zur Geschichte ihrer Väter und Großväter und zu ihren Perspektiven auf die Darstellung der „999er“ in der Öffentlichkeit. Keine Anmeldung nötig. 

Freitag 30. September 2022–Sonntag 2. Oktober 2022

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Fotoworkshop mit Mark Mühlhaus

In Kooperation mit verschiedenen KZ-Gedenkstätten (u.a. Bergen-Belsen, Dachau, NS-Dokumen­tationszentrum Zwangsarbeit, Neuengamme) bietet Fotograf Mark Mühlhaus, attenzione photographers, seit vielen Jahren Fotoworkshops an, in denen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte ehemaliger nationalsozialistischer Lager beschäftigen. Ziel der Workshops ist es, manuelles Fotografieren mit digitalen Spiegelreflex­kameras zu lernen und sich durch die Suche nach eigenen Motiven sowohl mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen als auch einen jeweils persönlichen Zugang zu Ort und Thema zu finden.

Mehr Informationen

Info und Anmeldung: ulrike.jensen@gedenkstaetten.hamburg.de 

Freitag 30. September 2022 14:00–19:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Vom Außenlager des KZ Sachsenhausen zum eigenständigen Konzentrationslager: Neuengamme 1938–1940

Im Dezember 1938 richtete die SS in einer stillgelegten Ziegelei in Neuengamme ein Außenlager des KZ Sachsenhausen ein. Dort sollte Klinker für große Führerbauten in Hamburg hergestellt werden. 1940 wurde das Lager zum eigenständigen Konzentrationslager erklärt. Die Fortbildung vergleicht diese Lagergründung mit der anderer zu jener Zeit von Sachsenhausen aus gegründeten Konzentrationslager wie Buchenwald, Ravensbrück und Auschwitz. Während das System des Terrors, das die SS zuvor schrittweise perfektioniert hatte, auf diese neuen Lager übertragen wurde, war in Neuengamme 1938/39 noch wenig davon zu spüren. Erst mit dem Amtsantritt des neuen Kommandanten Eisfeld 1940 begann auch hier die exzessive Gewalt. Die Fortbildung bietet die Möglichkeit, einzelne Themenschwerpunkte in Kleingruppen vertiefend zu behandeln und sich im Plenum anschließend über die Ergebnisse auszutauschen. Referenten: PD Dr. Hermann Kaienburg (Historiker, Hamburg) und Alexis Werner (KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 2,- Euro/Person vor Ort erhoben. Anmeldung bis zum 23. September 2022

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 9 Plätze frei.
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