Donnerstag 11. November 2021–Sonntag 13. März 2022

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung

Luise: Archäologie eines Unrechts

Stefan Weger befasst sich in seinem künstlerisch-fotografischen Projekt mit dem Schicksal des jungen polnischen Zwangsarbeiters Walerian Wróbel und der Rolle seiner Urgroßmutter Luise Martens bei dessen Verhaftung. Es geht um Nationalsozialismus und Familiengeschichte, um Vergessen, Bewusstmachung und die eigene Verantwortung.

Täter:innen oder Mitläufer:innen in der Familie zu haben, ist durchaus wahrscheinlich, wenn die eigene Familie damals im nationalsozialistischen Deutschland lebte. Dieser Gedanke weckt Unwohlsein. Wie gehen wir mit diesem Gefühl um?

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Montag 29. November 2021–Montag 31. Januar 2022

Regeln für den Besuch der Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten

Ab dem 29. November 2021 gilt für den Besuch der Ausstellungen und unserer Veranstaltungen die „2G-Regel“. Der Besuch ist damit nur geimpften oder genesenen Personen gestattet. Dies gilt für Personen ab 16 Jahren. Mehr Informationen

Freitag 14. Januar 2022–Sonntag 27. Februar 2022

Forum Alstertal, Forum Alstertal, Kritenbarg 18, 22391 Hamburg

Anita Suhr – verfolgt, gebrochen und dennoch Kunst

Über 30 Werke, Porträts, Stillleben, Landschaftsskizzen, Aquarelle und Zeichnungen von Anita Suhr werden in der Ausstellung gezeigt. Die weitgehend unbekannte Hamburger Künstlerin war von 1935 bis 1941 in Haft u.a. im Frauenschutzhaftlager Moringen, in den KZ Fuhlsbüttel und Ravensbrück. Grund war „Vorbereitung zum Hochverrat“. Nach Ende der Haftzeit erhielt sie Berufsverbot. Bis in die 1960er Jahre rang Anita Suhr um die Wiederherstellung ihrer körperlichen und künstlerischen Kräfte. Ihre Werke wurden jedoch erst nach ihrem Tod 1991 wieder ausgestellt.

Die Ausstellung wurde von Dr. Joachim Künkel kuratiert und wird von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte im Forum Alstertal (Nähe Gedenkstätte Poppenbüttel) gezeigt.

Weitere Informationen zu Anita Suhr: www.anita-suhr.de

Weitere Information zur Ausstellung siehe auch: www.forum-alstertal.de

Freitag 14. Januar 2022–Sonntag 6. Februar 2022

Ausstellung fällt aus: Zwischen Zwangsfürsorge und KZ. Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg

Die Ausstellung "Zwischen Zwangsfürsorge und KZ – Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg", die anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus vom 14. Januar 2022 bis 6.Februar 2022 im Hamburger Rathaus gezeigt werden sollte, fällt coronabedingt leider aus.

Samstag 22. Januar 2022 14:00–16:00

Treffpunkt: Besenbinderhof 41 (neu!)

Historischer Stadtrundgang „Verfolgungsgrund: „asozial“

Beim historischen Stadtrundgang werden unterschiedliche Orte der nationalsozialistischen Verfolgung armer und sozial unangepasst lebender Menschen vorgestellt. Anhand von ausgewählten Biografien werden die Leidens- und Lebenswege von als „asozial“ bezeichneten Verfolgten skizziert, aber auch die Netzwerke der Verfolgungsinstanzen in den Blick genommen. Neuer Treffpunkt: Besenbinderhof 41

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 0 Plätze frei.
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Sonntag 23. Januar 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr.
Heute mit Ilse Jacob

Sonntag 23. Januar 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 7 Plätze frei.
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Dienstag 25. Januar 2022 19:30–21:30

Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg

Die Verfolgung angeblich „Asozialer“ und ihre Darstellung im Film

Jahrzehntelang gab es keinerlei öffentliches Interesse an den Geschichten der Menschen, die im Nationalsozialismus als angeblich „asozial“ ausgrenzt und verfolgt worden waren. Im Auftrag der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg haben Christiane Rothmaler, Christina Kukielka und Stefan Corinth gemeinsam mit drei Frauen, die nach ihren eigenen Regeln und nicht nach denen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft lebten und daher unter Kontrolle und Zwang gerieten, den 1992 fertiggestellten Film "Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht?" gedreht. Nur in wenigen weiteren Filmen wurden seither ähnliche Verfolgungsgeschichten aufgegriffen. Dr. Christiane Rothmaler von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes e.V., die Filmemacher Dr. Jürgen Kinter und Stefan Corinth sowie Alyn Beßmann von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte stellen die Filme vor.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 0 Plätze frei.
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Donnerstag 27. Januar 2022 17:00–17:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haus des Gedenkens, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg

Erinnerung am Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Bitte beachten Sie: Eine Veranstaltung fällt auf Grund der pandemischen Lage leider aus. Wir laden Sie herzlich ein, anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus individuell am Internationalen Mahnmal in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu erinnern. Wir werden um 17 Uhr mit einer Projektion und einer Lichtinstallation im Rahmen der Aktion #LichtergegenDunkelheit der Opfer gedenken.

Donnerstag 27. Januar 2022 18:00–19:00

Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg bzw. online

Von der „Bewahranstalt“ zum Gedenk- und Lernort? Das ehemalige Versorgungsheim Farmsen

Das 1904 eröffnete Versorgungsheim Farmsen diente der Stadt Hamburg im Nationalsozialismus als „Bewahranstalt“ für bis zu 2100 als unangepasst verfolgte Hilfsbedürftige. Die meisten waren zwangseingewiesen und zu diesem Zweck entmündigt worden. Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus berichtet die Historikerin Frauke Steinhäuser von diesem zentralen, aber wenig bekannten Ort nationalsozialistischer Verfolgung und von Überlegungen, auf dem Gelände einen Gedenk- und Lernort für die Opfer aller Hamburger Wohlfahrtsanstalten zu errichten.

Eine Veranstaltung der Bezirksversammlung Wandsbek in Kooperation mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte – Livestream unter www.hamburg.de/wandsbek/bezirksversammlung/

 

Samstag 29. Januar 2022 14:00–16:00

KZ Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg

„Asoziale“ Häftlinge im KZ Neuengamme

Im KZ Neuengamme und seinen über 85 Außenlagern waren mehr als tausend Menschen mit dem Haftgrund „asozial“ oder „arbeitsscheu“ inhaftiert. Mindestens 230 von ihnen erlebten ihre Befreiung nicht. Der Themenrundgang führt über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme und informiert über die Lebensbedingungen und den Haftalltag dieser Häftlinge. Marie Stahlfeld stellt ausgewählte Biografien vor und problematisiert Kontinuitäten der Verfolgung und Stigmatisierung von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 0 Plätze frei.
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Sonntag 30. Januar 2022 11:00–13:00

Abaton-Kino, Allende-Platz 3 (Grindelhof), 20146 Hamburg

Freistaat Mittelpunkt

Dokumentarfilm, Deutschland 2021, 79 Minuten, deutsch mit englischen Untertiteln.

Der Film „Freistaat Mittelpunkt“ erzählt die Geschichte des Altonaer Bürgermeisters Ernst Otto Karl Grassmé. Nach seiner Internierung und Zwangssterilisation durch die Nationalsozialisten und aufgrund der verweigerten Wiedergutmachung in der Bundesrepublik entscheidet er sich für ein Leben im Moor als selbstgewähltem „Exil“.
Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit mit Regisseur Kai Ehlers ins Gespräch zu kommen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Abaton-Kino.
 

Sonntag 30. Januar 2022 11:00–12:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Claus-Henning Schwarz.

 

Sonntag 30. Januar 2022 13:00–15:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 14 Plätze frei.
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