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Dienstag 27. April 2021–Sonntag 22. August 2021

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung

Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung

Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte den Verfolgten des Nationalsozialismus die lang ersehnte Befreiung. Vor 75 Jahren atmeten in Hamburg Frauen und Männer aus ganz Europa in Zwangsarbeiterlagern und anderen Haftstätten auf. Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Sie erlebten ihre Befreiung an vielen verschiedenen Orten. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten danach? Viele hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Essen und medizinische Versorgung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? Manche, die vor dem Nichts standen, versuchten einen Neuanfang durch die Auswanderung in ein anderes Land. Die Rückkehr in ein „normales“ Leben war für viele Überlebende ein schwieriger Prozess. Auch für verfolgte Hamburgerinnen und Hamburger bedeutete die Befreiung nicht zwangsläufig ein Ende der Not.

Programmflyer

Die Ausstellung ist bis 22. August 2021 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu sehen. 

Donnerstag 1. Juli 2021 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldung:  katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Treffpunkt: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Donnerstag 1. Juli 2021 18:00–19:30

Online

"Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe.“

Veranstaltungsreihe „Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung“

Lesung und Gespräch mit der Autorin Natascha Wodin („Sie kam aus Mariupol“), Berlin und Mecklenburg und Prof. Dr. Ulrich Schmid, Literaturwissenschaftler, Universität St. Gallen
Moderation: Prof. Dr. Anja Tippner

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Was folgte, war ein für die Geschichte gewaltsamer Konflikte bis dato unbekannter Vernichtungswille der deutschen Seite, der bald keine Grenzen mehr kannte und den eigentlichen Beginn des Holocaust markieren sollte. Anlässlich des 80. Jahrestages dieser gewaltigsten und opferreichsten Konfrontation des Zweiten Weltkrieges spürt die Veranstaltung den je spezifischen Erfahrungen der sowjetischen bzw. deutschen Seite nach und wird die Schichten der Erinnerung an diesen „Weltanschauungskrieg“ bzw. „Großen Vaterländischen Krieges“ diskutieren.

Die Veranstaltung findet online statt.

Aktuelle Hinweise https://www.geschichte.uni-hamburg.de/forschung/forschungsprojekt-gewalt-zeiten/forschungsgruppe-gewalt-zeiten/news/2021-ringvorlesung-1941.html

Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programmflyer

Freitag 2. Juli 2021 10:00–16:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in, Mitläufer*in, Zuschauer*in, Opfer in der Familie?

Rechercheseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten. Das Seminar stellt anhand konkreter Beispiele Möglichkeiten vor, über nationalsozialistische Täter*innen, Opfer, Mitläufer*innen und Zuschauer*innen aus der eigenen Familie zu recherchieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungen, Recherchemöglichkeiten in Archiven und im Internet. Sie können Fragen stellen zum Umgang mit historischen Dokumenten und lernen die Bibliothek und das Archiv der KZ-Gedenkstätte kennen. Wenn eigene Dokumente mitgebracht werden, kann anhand dessen über konkrete weitere Schritte gesprochen werden. Das Seminar dient als Grundlage für alle, die mehr über ihre Familiengeschichte in Erfahrung bringen wollen.

Seminarleitung: Dr. Reimer Möller, Dr. Oliver von Wrochem, Carola Kieras
Kosten: 15,- €, ermäßigt 10,- €  (inkl. Verpflegung)
Eine Anmeldung bis zum 21. Mai 2021 ist erforderlich bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 522, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Samstag 3. Juli 2021–Sonntag 4. Juli 2021

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in in der Familie?

Gesprächsseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten. Das Seminar richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-Täter*innen in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Wir tauschen uns darüber aus, was es heißt, gemeinsam auf die Suche nach unliebsamen Wahrheiten zu gehen. Einzelne Teilnehmende berichten über die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Motivation, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von Täter*innen- und Verfolgtennachkommen werden behandelt. Zudem werden Perspektiven des aktuellen gesellschaftlichen Umgangs aufgegriffen.

Seminarleitung: Karin Heddinga, Thomas Käpernick und Dr. Oliver von Wrochem
Kosten: 30,- €, ermäßigt 20,- €  (inkl. Verpflegung)
Eine Anmeldung bis zum 21. Mai 2021 ist erforderlich bei Amina Edzards, Tel.: 040 428 131 522, Amina.Edzards@gedenkstaetten.hamburg.de. Nachfragen bei Dr. Oliver von Wrochem, Tel.: 040 428 131 515, Oliver.vonWrochem@gedenkstaetten.hamburg.de.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Samstag 3. Juli 2021 11:00–17:00

Anleger Serrahn

Das KZ Neuengamme und seine Umgebung

Mit dem Vierländer Ewer, dem Nachbau eines historischen Binnen-Frachtschiffs, geht es vom Bergedorfer Hafen über die Dove-Elbe auf die Suche nach den Verbindungen des Konzentrationslagers Neuengamme in die Vier- und Marschlande. Anhand von auf den ersten Blick unscheinbaren historischen Überresten, die um Berichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge ergänzt werden, treten die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen des Konzentrationslagers zur Umgebung in den Blick, auch Verbindungen zwischen einheimischer Bevölkerung und KZ-Häftlingen bzw. SS-Wachmannschaften werden angesprochen. In der KZ-Gedenkstätte angekommen, werden Gelände und Ausstellungen erkundet. In einem Abschlussgespräch während der Rückfahrt ist Zeit für den Austausch von Eindrücken.

Bitte beachten Sie: Der Ausstieg aus dem Boot im Bereich der Gedenkstätte erfolgt über eine steile Trittleiter. Bitte nehmen Sie Essen und Getränke mit. Keine Barrierefreiheit.
Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter

Treffpunkt: Jeweils spätestens 10.45 Uhr am Anleger Serrahn in Bergedorf,
Nähe S-Bahn Station Bergedorf

Es entstehen dem Förderverein Vierländer Ewer e. V. Kosten in
Höhe von 35 Euro pro Person. Es wird um eine angemessene
Spende gebeten.

Kooperationspartner
Förderverein Vierländer Ewer e. V. „Uns Ewer“
www.vierlanden-ewer.de

Flyer

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 2 Plätze frei.
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Sonntag 4. Juli 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Bernhard Pohl.

Sonntag 4. Juli 2021 14:00–16:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Alexis Werner.

Sonntag 4. Juli 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Mittwoch 7. Juli 2021 18:00–19:30

Online und vor Ort im Nord-Ost-Institut Lüneburg

Sowjetische Kriegsgefangene. Internierung – Vernichtung – Aufarbeitung

Veranstaltungsreihe „Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung“

Podiumsgespräch mit Dr. Esther Meier, Deutsches Historisches Institut Moskau, Christian Römmer, Archiv der K-Gedenkstätte Neuengamme, Dr. Natal'ja Timofeeva, Oral History Zentrum für Forschung und Lehre, Voronež Institut für Hochtechnologien
Moderation: Co-Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Historikerkommission: Prof. Dr. Joachim Tauber

Das Podium ist Teil des Jahreskolloquiums der Deutsch-Russischen-Geschichtskommission zum Thema „Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion 1941 und seine Folgen: Neue Dokumente, Perspektiven, Forschungsansätze". Informationen zur Kommission und zum Kolloquium auf der Homepage: https://www.deutsch-russische-geschichtskommission.de/

Die Veranstaltung findet im hybriden Format statt. Die Teilnahme ist online oder in Präsenz möglich.

Veranstaltungsort:
Nordost-Institut (IKGN e. V.)
Lindenstraße 31
21335 Lüneburg

Bitte füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden Sie es an:  L.Radauer@ikgn.de

Die Reihe "Das Jahr 1941. Ereignis und Erinnerung" ist eine gemeinsame Initiative
der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg,
der Forschungsstelle für Zeitgeschichte,
der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programmflyer

Donnerstag 8. Juli 2021 18:00–19:30

Online

Von der Wehrmachtsausstellung zum Dokumentationszentrum Besatzungspolitik: Metamorphosen der Erinnerung

Diskussion mit Dr. Ulrike Jureit, Stiftung Wissenschaft und Kultur, Dr. Ekaterina Makhotina, Universität Bonn, Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europa, Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst. Moderation:Dr. Oliver von Wrochem, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, und Prof. Dr. Kirsten Heinsohn, stellv. Leiterin der FZH
Grußwort des Co-Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Historikerkommission: Prof. Dr. Joachim Tauber

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Was folgte, war ein für die Geschichte gewaltsamer Konflikte bis dato unbekannter Vernichtungswille der deutschen Seite, der bald keine Grenzen mehr kannte und den eigentlichen Beginn des Holocaust markieren sollte. Anlässlich des 80. Jahrestages dieser gewaltigsten und opferreichsten Konfrontation des Zweiten Weltkrieges spürt die Veranstaltung den je spezifischen Erfahrungen der sowjetischen bzw. deutschen Seite nach und wird die Schichten der Erinnerung an diesen „Weltanschauungskrieg“ bzw. „Großen Vaterländischen Krieges“ diskutieren.

Die Veranstaltung findet online statt. Aktuelle Hinweise: https://www.geschichte.uni-hamburg.de/forschung/forschungsprojekt-gewalt-zeiten/forschungsgruppe-gewalt-zeiten/news/2021-ringvorlesung-1941.html 

Die Reihe „Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung" ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg, der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programmflyer

Freitag 9. Juli 2021 14:00–18:00

Bahnhof Bergedorf, Ausgang Weidenbaumsweg (CCB)

Fahrradfahrt zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

In den Vier- und Marschlanden sind noch heute Verbindungen zwischen  dem ehemaligen Konzentrationslager und seiner Umgebung sichtbar. Mit dem Fahrrad werden diese Geschichtszeugnisse aufgesucht und fachkundig erklärt. Darunter der Bahnhof Curslack, an dem die Häftlinge ankamen oder die Dove-Elbe, die von Häftlingen unter  mörderischen Bedingungen zu einem schiffbaren Wasserweg ausgebaut wurde. Fotos, Zeichnungen und Berichte ehemaliger Häftlinge veranschaulichen die Erklärungen. Die Tour beginnt am S-Bahnhof Bergedorf und führt auf verkehrsarmen Wegen zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Der etwa 10 km umfassenden Tour schließt sich eine gut eineinhalbstündige Führung durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme an. Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter. Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro)

Flyer

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 6 Plätze frei.
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Sonntag 11. Juli 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch  mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Holger Martens.

Sonntag 11. Juli 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Mittwoch 14. Juli 2021 18:00–19:30

Geschichtsort Stadthaus

Die Familie Wächter aus Hamburg – ausgegrenzt, verfolgt, emigriert und deportiert. Die Recherchen eines Enkels zu seiner Familie

Minna und Gustav Wächter lebten mit ihren drei Söhnen in Hamburg-Eimsbüttel. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten begann 1933 die Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Familie: Der Obersteuerinspektor Gustav Wächter wurde aus dem öffentlichen Dienst entlassen, auch die Söhne verloren ihre Existenzgrundlage. Zwei von ihnen wurden wegen ihrer Beteiligung am Widerstand von der Gestapo verfolgt, sie blieben 15 Monate bzw. 3 Jahre in Haft. Bald wurde die Familie Wächter auseinandergerissen: Den Söhnen gelang kurz vor Kriegsbeginn die Ausreise nach Argentinien, Brasilien und Schweden. Die Eltern, Gustav und Minna Wächter, wurden am 6. Dezember 1941 nach Riga deportiert und ermordet.
 

Torkel S Wächter, der Enkel von Gustav und Minna, wurde in Schweden geboren. Er berichtet von seinen umfangreichen Recherchen zu seiner Familiengeschichte und liest aus seinen Publikationen „32 Postkarten – Post aus Nazi-Deutschland. Das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie aus Hamburg vor der Deportation“ (2014) und „Die Ermittlung. Die wahre Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie aus Hamburg“ (2015).

Ort: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Anmeldung: katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Donnerstag 15. Juli 2021 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldung:  katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Treffpunkt: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Sonntag 18. Juli 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Anne Harden.

 

Sonntag 18. Juli 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Samstag 24. Juli 2021 20:00–22:00

Ehemaliges Klinkerwerk in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Stille Lieder

Konzert mit der US-amerikanischen Sopranistin Measha Brueggergosman und der französischen Pianistin Hélène Grimaud. Sie interpretieren im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals den Zyklus „Silent Songs“ des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov. Der Komponist, der als einer der führenden Vertreter der "Kiewer Avantgarde" gilt, wird anwesend sein. Mehr Informationen und Karten über https://www.shmf.de/

Sonntag 25. Juli 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS). Heute mit Friederike Cornelßen.

Sonntag 25. Juli 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Mittwoch 28. Juli 2021 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Rundgang am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ informiert.
Ein Angebot der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und der HafenCity Hamburg.

Treffpunkt: Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 30 Plätze frei.
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