Dienstag 27. April 2021–Sonntag 22. August 2021

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung

Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung

Das Ende des Zweiten Weltkriegs brachte den Verfolgten des Nationalsozialismus die lang ersehnte Befreiung. Vor 75 Jahren atmeten in Hamburg Frauen und Männer aus ganz Europa in Zwangsarbeiterlagern und anderen Haftstätten auf. Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Sie erlebten ihre Befreiung an vielen verschiedenen Orten. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten danach? Viele hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Essen und medizinische Versorgung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? Manche, die vor dem Nichts standen, versuchten einen Neuanfang durch die Auswanderung in ein anderes Land. Die Rückkehr in ein „normales“ Leben war für viele Überlebende ein schwieriger Prozess. Auch für verfolgte Hamburgerinnen und Hamburger bedeutete die Befreiung nicht zwangsläufig ein Ende der Not.

Programmflyer

Die Ausstellung ist geplant bis 22. August in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu sehen. Bitte beachten Sie, dass die Gedenkstätte derzeit geschlossen ist. Aktuelle Hinweise zur Wiederöffnung geben wir bekannt. Bitte melden Sie sich zur Ausstellungseröffnung (27. April 2021) an (eigener Eintrag)

Donnerstag 3. Juni 2021 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldungkatharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Treffpunkt: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Sonntag 6. Juni 2021 10:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr

06.06. Dieter Wilde
13.06. Malte Hinrichsen
20.06. Ilse Jacob
27.06. Kai Ermes

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 6. Juni 2021 14:00–16:00

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte und den Rosengarten mit Dieter Schlichting.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Montag 7. Juni 2021 19:00–21:00

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Polizisten und Polizei-Reservisten als Bewachungspersonal in den Außenlagern des KZ Neuengamme

In den Konzentrationslagern bildeten SS-Männer den Kern der Wachmannschaften. Ab 1942 wurden die Wachkräfte des KZ Neuengamme jedoch bereits von Polizisten verstärkt; eine große Abkommandierung von Polizisten und Polizei-Reservisten für das Außenlagersystem setzte 1944 ein. Im Vortrag wird die Rolle dieses Bewachungspersonals im Konzentrationslagerkomplex beleuchtet. Das Verhalten der Polizisten im Vergleich zur SS, ihre Handlungsspielräume sowie einzelne biographische Beispiele werden vorgestellt. Der Referent Adrian Stumpp verfasste seine Masterarbeit zum Thema.

Anmeldungkatharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Donnerstag 10. Juni 2021 18:00–19:30

Online

Der deutsche Überfall – Ursachen, Verlauf, Deutungen

Veranstaltungsreihe "Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung"

Vorträge und Diskussion mit Prof. Dr. Tanja Penter, Universität Heidelberg, und Prof. Dr. Dieter Pohl, Universität Klagenfurt

Moderation: Prof. Dr. Birthe Kundrus

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Was folgte, war ein für die Geschichte gewaltsamer Konflikte bis dato unbekannter Vernichtungswille der deutschen Seite, der bald keine Grenzen mehr kannte und den eigentlichen Beginn des Holocaust markieren sollte. Anlässlich des 80. Jahrestages dieser gewaltigsten und opferreichsten Konfrontation des Zweiten Weltkrieges fragt die Veranstaltungsreihe nach der historischen Bedeutung dieses Ereignisses.

Die Veranstaltung findet voraussichtlich online statt.

Aktuelle Hinweise werden auf der Webseite des Fachbereichs Geschichte veröffentlicht: https://www.geschichte.uni-hamburg.de/ueber-den-fachbereich/aktuelles.html

Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative

der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg,
der Forschungsstelle für Zeitgeschichte,
der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programmflyer

Sonntag 13. Juni 2021 10:00–13:00

U-/S-Bahn Station Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße

Literarischer Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof

Der Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof führt zu Gräbern Hamburger Künstlerinnen und Künstler, die im Nationalsozialismus lebten.Deren Situation in den Jahren 1933 bis  1945 wird thematisiert und aus ihren Erzählungen, Gedichten, Berichten und letzten Briefen gelesen.

Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks, Katja Hertz-Eichenrode

Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro)

Kooperationspartner: Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.
www.bredelgesellschaft.de

Flyer

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 13. Juni 2021 10:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr

06.06. Dieter Wilde
13.06. Malte Hinrichsen
20.06. Ilse Jacob
27.06. Kai Ermes

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 13. Juni 2021 16:00–18:00

Alsteranleger Jungfernstieg, Nähe U-/S-Bahn Station Jungfernstieg (Alster-Touristik)

Alternative Alsterkanalfahrt

Nationalsozialistische Gewaltherrschaft, Widerstand und Verfolgung rund um die Alster.

Vor dem Hintergrund gewaltiger Kontorhäuser, gepflegter Parkanlagen, Villen, Schrebergärten, urwüchsiger Uferpartien und traditioneller Industriestandorte wird auf dieser Alsterkanalfahrt eine andere Geschichte unserer Stadt vermittelt. Auf der Fahrt über Binnen-und Außenalster, dem Osterbek- und dem Goldbekkanal bis hin zum Stadtparksee werden an Orten wie dem Alsterhaus, dem US-Generalkonsulat, dem Hotel Atlantic, den Industriebauten von Kampnagel und dem Stadtpark nahezu unbekannte Aspekte ihrer Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Es geht um Macht, Opportunismus und Widerstand, um resistentes Verhalten bis hin zum Widerstand, um Industriegeschichte, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks. Kosten: 20 Euro (auf dem Schiff). Eine Anmeldung vorab bis spätestens zum 11. Juni, 10 Uhr, ist erforderlich.

Treffpunkt: Alsteranleger Jungfernstieg, Nähe U-/S-Bahn Station Jungfernstieg (Alster-Touristik)

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Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 3 Plätze frei.
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Dienstag 15. Juni 2021 11:00–17:00

Anleger Serrahn

Das KZ Neuengamme und seine Umgebung

Mit dem Vierländer Ewer, dem Nachbau eines historischen Binnen-Frachtschiffs, geht es vom Bergedorfer Hafen über die Dove-Elbe auf die Suche nach den Verbindungen des Konzentrationslagers Neuengamme in die Vier- und Marschlande. Anhand von auf den ersten Blick unscheinbaren historischen Überresten, die um Berichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge ergänzt werden, treten die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen des Konzentrationslagers zur Umgebung in den Blick, auch Verbindungen zwischen einheimischer Bevölkerung und KZ-Häftlingen bzw. SS-Wachmannschaften werden angesprochen. In der KZ-Gedenkstätte angekommen, werden Gelände und Ausstellungen erkundet. In einem Abschlussgespräch während der Rückfahrt ist Zeit für den Austausch von Eindrücken.

Bitte beachten Sie: Der Ausstieg aus dem Boot im Bereich der Gedenkstätte erfolgt über eine steile Trittleiter. Bitte nehmen Sie Essen und Getränke mit. Keine Barrierefreiheit.
Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter

Treffpunkt: Jeweils spätestens 10.45 Uhr am Anleger Serrahn in Bergedorf,
Nähe S-Bahn Station Bergedorf

Es entstehen dem Förderverein Vierländer Ewer e. V. Kosten in
Höhe von 35 Euro pro Person. Es wird um eine angemessene
Spende gebeten.

Kooperationspartner
Förderverein Vierländer Ewer e. V. „Uns Ewer“
www.vierlanden-ewer.de

Flyer

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 9 Plätze frei.
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Mittwoch 16. Juni 2021 17:00–18:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung (Nähe Bushaltestelle KZ-Gedenkstätte, Ausstellung)

Überlebt! Und nun?

Viele NS-Verfolgte hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Essen und medizinische Versorgung erhalten? Hatten auch ihre Angehörigen überlebt? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause?
Die Rückkehr in ein „normales“ Leben stellte viele Überlebende vor Probleme und blieb oftmals ein schwieriger Prozess. Auf der Führung durch die Sonderausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ berichtet Ausstellungskuratorin Alyn Bessmann anhand von vielen Beispielen von den Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen der Befreiten.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Mittwoch 16. Juni 2021 18:00–19:30

Sport im Nationalsozialismus: Mehrdeutigkeiten und Gleichzeitigkeiten

Im Sommer vor 75 Jahren fanden zwei große internationale Sportveranstaltungen statt: der Boxkampf zwischen Joe Louis und Max Schmeling in New York am 19. Juni und die Olympischen Sommerspiele in Berlin in der ersten Augusthälfte 1936. Zur gleichen Zeit gab es in Deutschland zahlreiche Konzentrationslager, in denen die Häftlinge unter anderem mit Sport gequält wurden. Diese Mehrdeutigkeiten und Gleichzeitigkeiten von Sport im Nationalsozialismus sind Thema der Veranstaltung. Dr. Veronika Springmann (Freie Universität Berlin) stellt ihr Buch „Gunst und Gewalt. Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern“ vor. Im Anschluss diskutiert sie mit Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über die Bedeutungen von Sport in der nationalsozialistischen Gesellschaft im Allgemeinen und in den Konzentrationslagern im Besonderen.

Die Veranstaltung wird onlineüber Zoom stattfinden. 

Hinweise

  • Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken kurz wenige Tage vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung bis zum 14. Juni 2021.
  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: https://zoom.us/docs/de-de/privacy-and-security.html.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 498 Plätze frei.
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Donnerstag 17. Juni 2021 17:00–18:30

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldungkatharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Treffpunkt: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Sonntag 20. Juni 2021 10:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr

06.06. Dieter Wilde
13.06. Malte Hinrichsen
20.06. Ilse Jacob
27.06. Kai Ermes

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Montag 21. Juni 2021 19:00–21:00

Das Stadthaus und seine Geschichte: Verdrängt, vergessen, wieder sichtbar?

Zu den im letzten Jahr fertiggestellten Ausstellungen in den Stadthöfen erscheint im Juni 2021 im Metropol Verlag, Berlin, ein umfangreicher Katalog "Das Stadthaus und die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus". Herbert Diercks, Dr. Christine Eckel und Prof. Dr. Detlef Garbe, die ihn im Auftrag der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte herausgeben, werden im Rahmen dieser online stattfindenden Buchvorstellung ausgewählte Aspekte aus der facettenreichen, aber auch bedrückenden Geschichte des Stadthauses vorstellen. Detlef Baade (VVN Hamburg) wird über biographische Bezüge zum Stadthaus berichten. Prof. Dr. Frank Bajohr (IfZ München) wird mit einem Redebeitrag den Katalog in die Forschungslandschaft einordnen.

Anmeldung:  katharina.moeller@gedenkstaetten.hamburg.de

Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir kurz vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung bis 21. Juni 2021, 10 Uhr.

  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: Zoom | Datenschutz und Sicherheit.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Dienstag 22. Juni 2021 17:00–18:30

Online

22. Juni 1941: Vor 80 Jahren begann der deutsche Überfall auf die Sowjetunion

NEUE ZEIT: 17 Uhr

Veranstaltungsreihe „Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung“

Vortrag von Prof. Dr. Martin Aust und Podiumsdiskussion

Am 22. Juni jährt sich zum 80. Mal der deutsche Überfall auf die Sowjetunion („Barbarossa“). Am Ende des deutsch-sowjetischen Kriegs 1945 sind fast 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und -bürger tot. Eine schockierend hohe Zahl, die von uns verantwortungsvolles Handeln den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gegenüber verlangt. Leider ist die Erinnerung an das von Deutschen in den Osten getragene Leid in weiten Teilen der Bevölkerung nicht oder nur kaum vorhanden.

Die Veranstaltung wird als Livestream übertragen. Aktuelle Informationen zeitnah auf der Webseite https://www.hsu-hh.de/hisost/

Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative

der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg,
der Forschungsstelle für Zeitgeschichte,
der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programflyer

Mittwoch 23. Juni 2021 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Rundgang am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ informiert.

Ein Angebot der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und der HafenCity Hamburg.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 30 Plätze frei.
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Mittwoch 23. Juni 2021 18:30–20:30

Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20547 Hamburg

#waswillstdutun? Fragen an mich und meine Familie

Im Rahmen des Projekts #waswillstdutun beschäftigten sich Studierende der HafenCity Universität Hamburg mit ihrer Familiengeschichte. Auf welche Weise wirken Erfahrungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart nach? Wie beeinflussen sie das eigene Denken und Handeln? Im Gespräch mit Swenja Granzow-Rauwald (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) geben drei Studierende, deren Vorfahren damals in Indien, Polen und Deutschland lebten, Einblicke in ihre Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart. Zu Beginn der Veranstaltung führt Oliver von Wrochem (Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) in die Gedenkstättenarbeit mit Nachkommen ein.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 27 Plätze frei.
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Donnerstag 24. Juni 2021 18:00–19:30

Online

Ein neuer Krieg beginnt. Erinnerungen an den Juni 1941

Veranstaltungsreihe „Das Jahr 1941: Der Überfall auf die Sowjetunion – Ereignis und Erinnerung“

Lesung aus Walter Kempowski, Das Echolot. Barbarossa '41. Ein kollektives Tagebuch  sowie Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch (Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, Die letzten Zeugen)  —  theatralische Lesung
Moderation: Prof. Dr. Monica Rüthers

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Was folgte, war ein für die Geschichte gewaltsamer Konflikte bis dato unbekannter Vernichtungswille der deutschen Seite, der bald keine Grenzen mehr kannte und den eigentlichen Beginn des Holocaust markieren sollte. Anlässlich des 80. Jahrestages dieser gewaltigsten und opferreichsten Konfrontation des Zweiten Weltkrieges spürt die Veranstaltung den je spezifischen Erfahrungen der sowjetischen bzw. deutschen Seite nach und wird die Schichten der Erinnerung an diesen „Weltanschauungskrieg“ bzw. „Großen Vaterländischen Krieges“ diskutieren.

Die Veranstaltung findet voraussichtlich online statt. Hinweise werden auf der Webseite des Fachbereichs Geschichte veröffentlicht: https://www.geschichte.uni-hamburg.de/ueber-den-fachbereich/aktuelles.html

Die Reihe ist eine gemeinsame Initiative
der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
der Fachbereiche Slavistik und Geschichte an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg,
der Forschungsstelle für Zeitgeschichte,
der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und des Nordost-Instituts (IKGN).

Programmflyer

Sonntag 27. Juni 2021 10:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr

06.06. Dieter Wilde
13.06. Malte Hinrichsen
20.06. Ilse Jacob
27.06. Kai Ermes

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 15 Plätze frei.
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Sonntag 27. Juni 2021 16:00–18:00

Barkassen-Centrale Ehlers (Anleger Vorsetzen, U-Bahnhof Baumwall)

Alternative Hafenrundfahrt

KZ-Außenlager, Zwangsarbeit und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945.

Während der zweistündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert. Mit Blick auf historische Hafenbecken, Schuppen und Speicher, Fabrikhallen, Brücken und Schiffe jeder Größe wird von Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen berichtet. Die Route führt auch zu Orten, an denen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager eingerichtet waren, so auch zum Speicher G am Dessauer Ufer. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks, Katja Hertz Eichenrode und Lukas Kaiser. Kosten: 20 Euro (auf dem Schiff).

Eine vorherige Anmeldung online ist nötig (siehe unten).

Treffpunkt: Barkassen-Centrale Ehlers, Anleger Vorsetzen beim roten Feuerschiff, Nähe U-Bahnstation Baumwall

Flyer

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 18 Plätze frei.
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