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Juni 2020

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Freitag 1. Mai 2020–Sonntag 30. August 2020 Ausstellung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Ausstellung“)

Ausstellung "Überlebt! Und nun?"

Die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung?

Mo–Fr 9.30–16.00 Uhr, Sa–So 12.00–19.00 Uhr

Dienstag 2. Juni 2020 19:00–21:00 Vortrag

Jüdisches Kulturhaus, Flora-Neumann-Straße 1, 20357 Hamburg

Schwierige Rückkehr aus dem Exil: Die Remigration von Jüdinnen und Juden nach Hamburg 1945-1949

Nicht mehr als vier Prozent der vor dem Nationalsozialismus geflohenen Jüdinnen und Juden kehrten nach Kriegsende nach Deutschland zurück. Sie kamen meist aus gesundheitlichen Gründen oder aus wirtschaftlicher Not. Für die große Mehrheit der Entkommenen war es unvorstellbar, wieder unter Menschen zu leben, die bei ihrer Verfolgung und der Ermordung ihrer Angehörigen mitgewirkt oder zugesehen hatten. Weltweit lehnten auch jüdische Organisationen die Rückkehr jüdischer Flüchtlinge ins "Land der Mörder" scharf ab. Die britische Besatzungsmacht erschwerte die Rückkehr zudem durch viele bürokratische Hindernisse. Rückrufe als Zeichen einer politischen Neuorientierung in einem "anderen Deutschland" blieben weitgehend aus. Prof. Dr. Ursula Büttner, vormals Forschungsstelle für Zeitgeschichte, erläutert diese Zusammenhänge am Beispiel Hamburgs.

Einführung durch Dr. Anna von Villiez. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule.

Donnerstag 4. Juni 2020 11:00–17:00 Bootstour

spätestens 10.45 Uhr am Anleger Serrahn in Bergedorf, Nähe S-Bahn Station Bergedorf

Das KZ Neuengamme und seine Umgebung

Mit dem Vierländer Ewer, dem Nachbau eines historischen Binnen-Frachtschiffs, geht es vom Bergedorfer Hafen über die Dove-Elbe auf die Suche nach den Verbindungen des Konzentrationslagers Neuengamme in die Vier- und Marschlande. Anhand von auf den ersten Blick unscheinbaren historischen Überresten, die um Berichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge ergänzt werden, treten die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen des Konzentrationslagers zur Umgebung in den Blick, auch Verbindungen zwischen einheimischer Bevölkerung und KZ-Häftlingen bzw. SS-Wachmannschaften werden angesprochen. In der KZ-Gedenkstätte angekommen, werden Gelände und Ausstellungen erkundet. In einem Abschlussgespräch während der Rückfahrt ist Zeit für den Austausch von Eindrücken.

Bitte beachten Sie: Der Ausstieg aus dem Boot im Bereich der Gedenkstätte erfolgt über eine steile Trittleiter. Bitte nehmen Sie Essen und Getränke mit. Eine Kooperation mit dem Förderverein Vierländer Ewer e.V. „Uns Ewer“  www.vierlanden-ewer.de.  Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter. Es entstehen dem Förderverein Vierländer Ewer e.V. Kosten in Höhe von 35 Euro pro Person. Es wird um eine angemessene Spende gebeten.

Anmeldung: Eine Anmeldung bis spätestens eine Woche vor der Fahrt ist zwingend erforderlich, das Boot hat nur wenige Plätze: Bitte per Mail an stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de.

Donnerstag 4. Juni 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Freitag 5. Juni 2020 14:00–19:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Französische Häftlinge im KZ Neuengamme: Verfolgungshintergründe und Haftwege

Mit über 11.500 Männern und Frauen stellten Häftlinge aus Frankreich die drittgrößte Gruppe im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern dar. Die Fortbildung beleuchtet an exemplarischen Biografien Aspekte der deutschen Besatzung und französischen Kollaboration sowie der Entwicklung der Verfolgungs- und Deportationspraxis von 1940 bis 1944. Dabei werden die vielfältigen Verhaftungskontexte verdeutlicht, die von aktivem Widerstand über die Auslieferung „Unerwünschter“ bis hin zu willkürlichen Razzien reichten. Der für die Vermittlungsarbeit zentrale biografische Zugang wird vertieft mit dem Blick auf die Situation französischer Häftlinge im Lager sowie auf erinnerungskulturelle Diskurse in Frankreich.
Referentin: Dr. des. Christine Eckel (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte).
 

Anmeldung bis zum 29. Mai 2020 bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Bildung und Studienzentrum, Tel. 040 428 131 522, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 7. Juni 2020 10:30–13:00 Alternative Kanutour

spätestens 10.15 Uhr an der Bootsvermietung Dornheim & Restaurant „Zur Gondel“, Kaemmererufer 25, 22303 Hamburg

Industriegeschichte, Widerstand und Verfolgung in Winterhude und Barmbek 1933–1945

Die Kanutour führt vom Osterbekkanal durch den Barmbeker Stichkanal zum Stadtparksee und von dort weiter durch Goldbekkanal, Mühlenkamper Kanal und Osterbekkanal zurück zum Ausgangspunkt. Während der Tour wird an authentischen Orten deren Geschichte mit dem besonderen Fokus auf Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und Widerstand im Nationalsozialismus erzählt. Die zweieinhalbstündige Fahrt findet mit einem „Wasserbüffel“ der Fima Dornheim statt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen aktiv paddeln. Vorkenntnisse und besondere Konstitutionen sind nicht erforderlich. Bitte beachten Sie: Mitfahrt nur für Jugendliche oder Erwachsene und auf eigene Gefahr. Zur eigenen Sicherheit sollten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schwimmen können. Keine Barrierefreiheit. Die Kanutour findet nur bei trockenem Wetter statt. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks. Kosten: 18 Euro auf dem Boot.

Anmeldung  per Mail: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de Eine verbindliche Anmeldung ist zwingend erforderlich, das Boot hat nur 16 Plätze. Mindestteilnehmerzahl: 10.

Sonntag 7. Juni 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Anne Harden.

Sonntag 7. Juni 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 7. Juni 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 7. Juni 2020 14:00–16:00 Führung

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Dieter Schlichting.

Sonntag 7. Juni 2020 16:00–18:00 Alternative Hafenrundfahrt

Barkassen-Centrale Ehlers, Anleger Vorsetzen beim roten Feuerschiff, Nähe U-Bahnstation Baumwall

KZ-Außenlager, Zwangsarbeit und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945

Während der zweistündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert. Mit Blick auf historische Hafenbecken, Schuppen und Speicher, Fabrikhallen, Brücken und Schiffe jeder Größe wird von Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen berichtet. Die Route führt auch zu Orten, an denen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager eingerichtet waren, so auch zum Speicher G am Dessauer Ufer. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks, Katja Hertz Eichenrode und Lukas Kaiser.
Kosten: 18 Euro (auf dem Schiff).
Anmeldung per Mail erbeten: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de (Restkarten vor Ort)

Donnerstag 11. Juni 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 14. Juni 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Kai Ermes.

Sonntag 14. Juni 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 14. Juni 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 14. Juni 2020 14:00–16:00 Führung

Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Bullenhuser Damm 92, 20539 Hamburg

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte Bullenhuser Damm mit Alexis Werner. Eine Veranstaltung im Rahmen der Kulturwoche Rothenburgsort.

Dienstag 16. Juni 2020 10:00–11:30 Lesung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Wo die Freiheit wächst

Frank M. Reifenberg  liest im Rahmen des „Hamburger Vorlesevergnügens“ aus seinem Buch „Wo die Freiheit wächst". Es geht um unangepasste Jugendliche in den Zeiten der NS-Diktatur: Ein Briefroman über den Widerstand der Edelweißpiraten in Köln während des Zweiten Weltkriegs. Sie tragen keine Uniformen und singen ihre eigenen Lieder, sie beschmieren die Wände mit Anti-Nazi-Parolen und teilen regimekritische Flugblätter aus. Das alles ist der Gestapo ein Dorn im Auge. Eine Geschichte von Mut, Widerstand und Erwachsenwerden in Zeiten des Nationalsozialismus. Anmeldung für Schulklassen (ab Klasse 9) unter www.hamburger-vorlese-vergnuegen.de, Tickets ab 22. April erhältlich.

Dienstag 16. Juni 2020 18:00–20:00 Vortrag

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Die Hamburger Feuerwehr als Teil der Polizei im Nationalsozialismus

Vortrag mit Dieter Farrenkopf

Mit dem „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ vom 26. Dezember 1938 wurden die Feuerwehren reichsweit als „Feuerschutzpolizei“ der Ordnungspolizei angegliedert. Sie unterstanden hiermit der Befehlsgewalt und Weisungsbefugnis der örtlichen und übergeordneten Polizeibehörden bis hin zum Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler. In Hamburg zeichnete ab dem 3. Oktober 1939 Oberbranddirektor Dr. Otto Zaps als Kommandeur der Feuerschutzpolizei, zuletzt im Rang eines Generalmajors der Polizei verantwortlich. Der Vortrag beleuchtet die Tätigkeitsfelder der Feuerschutzpolizei, ihre Beteiligung an Verbrechen im Reich und in den besetzten Gebieten sowie personelle Kontinuitäten nach 1945.

Dieter Farrenkopf leitete von 1991 bis 2006 als Oberbranddirektor die Feuerwehr Hamburg. Er engagiert sich für die Aufarbeitung der wenig bekannten NS-Geschichte der Feuerwehr. 

Um Anmeldung wird gebeten unter: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Donnerstag 18. Juni 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 21. Juni 2020 10:00–13:00 Literarischer Spaziergang

U- und S-Bahnhof Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße

Hamburger Künstlerinnen und Künstler im Nationalsozialismus

Der Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof führt zu Gräbern Hamburger Künstlerinnen und Künstler, die im Nationalsozialismus lebten. Deren Situation in den Jahren 1933 bis 1945 wird thematisiert und aus ihren Erzählungen, Gedichten, Berichten und letzten Briefen gelesen.

Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks und Katja Hertz Eichenrode

Kosten: 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).
Anmeldung per Mail unter stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 21. Juni 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Thomas Mayer.

Sonntag 21. Juni 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 21. Juni 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 21. Juni 2020 16:00–18:00 Alternative Alsterkanalfahrt

Alsteranleger Jungfernstieg, Nähe U-/S-Bahn Station Jungfernstieg (Alster-Touristik)

Nationalsozialistische Gewaltherrschaft, Widerstand und Verfolgung rund um die Alster

Vor dem Hintergrund gewaltiger Kontorhäuser, gepflegter Parkanlagen, Villen, Schrebergärten, urwüchsiger Uferpartien und traditioneller Industriestandorte wird auf dieser Alsterkanalfahrt eine andere Geschichte unserer Stadt vermittelt. Auf der Fahrt über Binnen-und Außenalster, dem Osterbek- und dem Goldbekkanal bis hin zum Stadtparksee werden an Orten wie dem Alsterhaus, dem US-Generalkonsulat, dem Hotel Atlantic, den Industriebauten von Kampnagel und dem Stadtpark nahezu unbekannte Aspekte ihrer Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Es geht um Macht, Opportunismus und Widerstand, um resistentes Verhalten bis hin zum Widerstand, um Industriegeschichte, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit. Inhaltliche Begleitung: Herbert Diercks.

Kosten: 18 Euro (auf dem Schiff).
Anmeldung per Mail: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de. Am Schiff werden nur noch Restplätze vergeben.

Dienstag 23. Juni 2020 18:00–20:00 Lesung und Gespräch

Ökumenisches Forum, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Marione Ingram liest aus "Kriegskind, eine jüdische Kindheit in Hamburg"

Als 8-Jährige konnte Marione Ingram der Deportation aus Hamburg entkommen, da in der Nacht Hamburg im Rahmen der „Operation Gomorrha“ bombardiert wurde. Marione und ihre Mutter versteckten sich in einem Bombenkrater, ehe sie sich inkognito in die Trecks der ausgebombten Hamburgerinnen und Hamburger einreihten. Dank der Aktivitäten ihres nichtjüdischen Vaters, der aufgrund seiner "Mischehe" gewaltsam gezwungen worden war, der Wehrmacht beizutreten, gelang es, ein Versteck für Marione, ihre Mutter und die jüngere Schwester zu organisieren. Dort blieben sie zwei Jahre bis zu ihrer Befreiung. Ihre Erinnerungen an diese Zeit hat sie 2013 unter dem Titel "Hands of War" (deutsch: "Kriegskind, eine jüdische Kindheit in Hamburg", 2016) veröffentlicht. Marione Ingram lebt seit 1952 in den USA und engagiert sich dort gegen Unrecht und Diskriminierungen. Mit Marione Ingram spricht Dr. Kristina Vagt (KZ-Gedenkstätte Neuengamme).
Anmeldung für Gruppen über Amina Edzards (KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de, Tel. 040-428131-522.

Mittwoch 24. Juni 2020 18:00–20:00 Rundgang

Info-Pavillon, Lohseplatz, Hafencity, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes

Im Frühjahr 2017 wurde im Quartier Am Lohsepark der neue Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ eingeweiht. Mit ihm erinnert die Stadt Hamburg an über 8.000 Juden, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 1940 und 1945 mit 20 Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Auf dem Rundgang erschließen wir in einer Spurensuche die besondere Topografie der Erinnerung am Deportationsort des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs und am ehemaligen Fruchtschuppen C, in dem die Sinti und Roma vor ihrer Deportation eingesperrt wurden. Am Startpunkt unseres Rundgangs, dem Info-Pavillon „Hannoverscher Bahnhof“, besuchen wir die Ausstellung und informieren über Opfer und Tatbeteiligte der Entrechtung, Ausgrenzung und Deportationen sowie den gesellschaftlichen Umgang nach Kriegsende.

Die öffentliche Führung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führungen werden von der HafenCity Hamburg, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Behörde für Kultur und Medien gemeinsam veranstaltet.

Hinweis: Individuelle Rundgänge sind kostenpflichtig buchbar beim Museumsdienst Hamburg, Tel.: 040 428 1310. Kosten: 35,- € pro Gruppe (Jugendliche), 50,- € pro Gruppe (Erwachsene)

Mittwoch 24. Juni 2020 18:00–19:30 Podiumdiskussion

W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32–34, 22765 Hamburg

Verflechtungen: Rassismen und Antisemitismus in der Bildungsarbeit

Nicht zuletzt angesichts des zunehmenden rassistischen und antisemitischen Denkens und gewalttätigen Handelns in der Gegenwart stellt sich die Frage nach der Bedeutung verflechtungsgeschichtlicher Ansätze in der historisch-politischen Bildung. Welchen Gewinn kann es haben, wenn Rassismus und Antisemitismus in der Bildungsarbeit in Bezug zueinander gesetzt werden? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Und kann eine solche verflechtungsgeschichtliche Perspektive dazu beitragen, den Blick für Funktions- und Wirkungsweisen sowie das Zusammenwirken aktueller Ideologien der Ungleichwertigkeit zu schärfen? Es diskutieren Prof. Dr. Iman Attia (Alice Salomon Hochschule Berlin), Deborah Krieg (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt a.M.) und Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal). Moderation: Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Eintritt frei.  Eine Veranstaltung der Reihe „Verflechtungen. Rassismen und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Hamburg und der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.

Donnerstag 25. Juni 2020 16:00–17:30 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung

Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun?“

Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung 1945/46“ mit der Kuratorin der Ausstellung, Alyn Beßmann (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte).

Donnerstag 25. Juni 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 28. Juni 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Birgit Reichel.

Sonntag 28. Juni 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 28. Juni 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.