Januar 2020

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Montag 4. November 2019–Sonntag 12. Januar 2020 Ausstellung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Einige waren Nachbarn

Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle Adolf Hitlers und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar, aber sie waren von unzähligen anderen Personen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Juden teil, während andere Mitläufer waren? Warum haben so wenige den Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, geholfen?

Die Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) fordert uns heraus, über die Motive und Zwänge nachzudenken, die die Entscheidungen und Verhaltensweisen der Menschen in Deutschland und dem von Deutschland dominierten Europa während des Holocaust beeinflussten. Wie reagierten Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameradinnen und -kameraden, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde?

Die Ausstellung wird im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt.

Zur Veranstaltung wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen und einem Podiumsgespräch angeboten.

Begleitprogramm

Sonntag 5. Januar 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)

Sonntag 5. Januar 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 5. Januar 2020 14:00–16:00 Führung

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Freya Ziegelitz.

Sonntag 5. Januar 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Donnerstag 9. Januar 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@bkm.hamburg.de

Sonntag 12. Januar 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Holger Martens.

Sonntag 12. Januar 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 12. Januar 2020 14:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hauptausstellung

Öffentlicher Rundgang durch die Sonderausstellung "Einige waren Nachbarn"

mit Sandra Wachtel.

Sonntag 12. Januar 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Montag 13. Januar 2020 18:00–20:00 Vortrag

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

„Was macht die Welt, in der wir zu Hause sind?“

Erinnerungen an Walther Lüders und den Widerstand der KPO. Walther Lüders wurde 1942 zum zweiten Mal wegen seiner Widerstandstätigkeit verhaftet und in das KZ Neuengamme überstellt. Seine Frau Lina lebte in Hamburg, sein Sohn Axel befand sich als Soldat an der Ostfront. Der liebevolle Briefwechsel der Familie ist ein besonderes Zeugnis und zeigt die drei sich zuspitzenden unterschiedlichen Perspektiven auf einen immer grausamer werdenden Krieg. Die Zensur lässt es nicht zu, die Wirklichkeit unverstellt zu schildern, aber das Leben in zwei Welten teilt sich durchweg zwischen den Zeilen mit. Herbert Diercks und Karin Heddinga stellen das Engagement und die Verfolgung von Walther Lüders vor, auch anhand von Auszügen aus dem Briefwechsel der Familie. Um Anmeldung wird gebeten unter: christine.eckel@bkm.hamburg.de

Donnerstag 16. Januar 2020–Sonntag 9. Februar 2020 Ausstellung

Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung

Die Ausstellung „Überlebt! Und nun? – NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte / KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung? Die Ausstellung wird anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus von der Hamburgischen Bürgerschaft präsentiert. Vom 16. Januar bis 9. Februar 2020 ist sie im Hamburger Rathaus zu sehen.

Mehr Information

Freitag 17. Januar 2020 18:00–20:00 Vortrag

Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg

Überlebt! Und nun?

Alyn Beßmann und Lennart Onken (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, KZ-Gedenkstätte Neuengamme) schildern in ihrem Vortrag die Lebensumstände von KZ-Häftlingen und anderen Verfolgten in und aus Hamburg in den ersten Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung. Viele hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Essen und medizinische Versorgung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten ihre Angehörigen die Verfolgung überlebt? Die Rückkehr in ein „normales“ Leben stellte viele Überlebende vor Probleme und blieb oftmals ein schwieriger Prozess.

75 Jahre nach der Befreiung durch die Alliierten hält das Kuratoren-Teamder Ausstellung "Überlebt - und nun?" Rückschau auf die ersten Monate in Hamburg nach dem Kriegsende und berichtet anhand vieler Beispiele von den Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen der Befreiten. Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Sonntag 19. Januar 2020 11:00–12:30 Film und Gespräch

Abaton Kino, Allendeplatz 3, 20146 Hamburg

„Majubs Reise“: Schwarze Menschen im Nationalsozialismus zwischen rassistischer Ausgrenzung & kolonialpolitischer Vereinnahmung

Der Film „Majubs Reise“ (D 2013, 45 Min.) von Eva Knopf folgt den Spuren des Kolonialsoldaten Bayume Mohamed Husen. Dieser kam Ende der 1920er-Jahre aus dem ehemaligen „Deutsch-Ostafrika“ nach Deutschland, um seinen ausstehenden Sold einzufordern. In den 1930er-Jahren arbeitete Husen unter anderem als Statist in nationalsozialistischen Kolonialfilmen und bei Propagandaveranstaltungen. 1941 wurde er unter dem Vorwurf der „Rassenschande“ in das KZ Sachsenhausen eingewiesen, wo er drei Jahre später ums Leben kam. Anhand von Dokumenten, Fotos und vor allem Filmausschnitten nähert sich der Film seiner Person. Dabei beleuchtet er koloniale Zuschreibungen wie auch deren Aneignung durch Schwarze Menschen, die sich gegen rassistische Verfolgung durch das NS-Regime zu schützen suchten.

Im Anschluss an den Film führt Nicola Lauré al-Samarai (Historikern, Berlin) ein Gespräch mit der Regisseurin Eva Knopf. Reservierung und Vorverkauf: www.abaton.de, Kassentelefon 040 41320320, 15.00–22.00 Uhr (Eintritt: 9 €, ermäßigt 8 €). Eine Kooperationsveranstaltung mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Sonntag 19. Januar 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)

Sonntag 19. Januar 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 19. Januar 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Dienstag 21. Januar 2020 11:00–12:00 Führung

Hamburger Rathaus, Diele

Führung in DGS durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun?“

Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung 1945/46“ in Deutscher Gebärdensprache mit Martina Bergmann (Museumsdienst Hamburg).

Dienstag 21. Januar 2020 18:00–20:00 Podiumdiskussion

Schulmuseum Hamburg, Seilerstrasse 42, 20359 Hamburg

Schweigen oder Reden? Zwei Familiengeschichten nach der Befreiung

English version below
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Roger Vyvey wurde in Nieuwpoort/Belgien als Widerstandskämpfer verhaftet und überlebte das KZ Neuengamme, Todesmärsche und die Bombardierung der Cap Arcona in der Lübecker Bucht. Er kehrte nach der Befreiung nach Belgien zurück. Michael Weretka wurde als Zwangsarbeiter aus der Ukraine nach Deutschland verschleppt. Zuvor hatte er ansehen müssen, wie seine Eltern ermordet wurden. Er blieb nach der Befreiung in Deutschland. Kristof Van Mierop ist der Enkelsohn von Roger Vyvey. Joachim Weretka ist der Sohn von Michael Weretka. Im Gespräch mit Alyn Beßmann (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte) berichten sie von der Verfolgungserfahrung ihrer Verwandten im Nationalsozialismus, aber auch von deren Auswirkungen auf die Familien.

Eine Kooperation mit der Amicale Belge de Neuengamme und dem Belgischen Honorarkonsulat. Begrüßung durch Honorarkonsul Rainer Schöndube.

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet zum Teil in deutscher und zum Teil in englischer Sprache statt.  

 

To remain silent or to talk? Two families, two stories about the time after liberation
Roger Vyvey was arrested in Nieuwpoort/Belgium as a resistance fighter and survived the Neuengamme concentration camp, the death marches and the bombing of Cap Arcona in Lübeck Bay. He returned to Belgium after the liberation. Michael Weretka was deported from Ukraine to Germany as a forced worker after he had been forced to watch his parents being murdered. He stayed in Germany after the liberation. Kristof Van Mierop is the grandson of Roger Vyvey. Joachim Weretka is the son of Michael Weretka. They are talking with Alyn Beßmann (Neuengamme Concentration Camp Memorial) about the fate of their relatives and the impact persecution and imprisonment have had on their families.
A cooperation with the Belgian Amicale Neuengamme and the Belgian Honorary Consulate. Please note: The event will be held partly in German and partly in English.

Mittwoch 22. Januar 2020 18:00–20:00 Vortrag

Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg

Zerbrochene Erwartungen

Wie war die Situation der homosexuellen Männer, die aus dem KZ entlassen wurden, nach dem Ende der NS-Zeit? Was für Erwartungen hatten diese Männer an die Zukunft? Der Historiker und Soziologe Dr. Gottfried Lorenz stellt in seinem Vortrag Menschen vor, die den Nationalsozialismus überlebt und in Hamburg ihr Leben aufgebaut haben. Er berichtet u.a. von den Erfahrungen von Gustav Pannier, Dr. Paul Biederich und Oskar Kertscher. Letzterer klagte gegen den § 175 beim Bundesverfassungsgericht. Der Vortrag berichtet über homosexuelle NS-Verfolgte und ihre Erfahrungen nach 1945 und stellt die Diskrepanz zwischen (scheinbarer) Befreiung und Kontinuität der Verfolgung dar. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Initiative „Gemeinsam gegen das Vergessen – Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer“ und dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Donnerstag 23. Januar 2020 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@bkm.hamburg.de

Freitag 24. Januar 2020 14:00–19:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

„Muselmänner“ in der Häftlingsgesellschaft des Konzentrationslagers Neuengamme

Die Fortbildung befasst mit der komplexen Geschichte der „Muselmänner“ – eine Bezeichnung für KZ-Häftlinge „an der Grenze zwischen Leben und Tod“. Welche Bedeutung hatte die Kategorie „Muselmann“ für die Häftlingsgesellschaft im KZ Neuengamme? Welche Faktoren führten zur „Muselmanisierung“, welche begünstigten das Überleben? An welchen Orten des Lagers hielten sich diese entkräfteten Häftlinge auf und wie veränderte sich ihre Lebenswirklichkeit im Laufe der Lagergeschichte? Wie lassen sich die Zeugnisse von „Muselmännern“ in die Bildungsarbeit einbeziehen? Die Fortbildung umfasst einen Überblick zur gegenwärtigen Forschung, Gruppenarbeitsphasen mit Quellen, eine Begehung des Geländes und eine abschließende Diskussion. Referenten: Dr. Dennis Bock (Universität Hamburg) und Michael Becker (Universität Jena). Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 2€/Person vor Ort erhoben. 

Anmeldung bis zum 17. Januar 2020 bei
Bastian Satthoff, KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
Tel. 040 428 131 543,
E-Mail: Studienzentrum@bkm.hamburg.de

Sonntag 26. Januar 2020 11:00–13:00 Film und Gespräch

Abaton-Kino, Allende-Platz 3 (Grindelhof), 20146 Hamburg

Every Face Has a Name

Dokumentarfilm, Schweden, 2015, 76 Minuten, englische OF.

Die Ankunft eines Schiffes im Hafen von Malmö am 28. April 1945, festgehalten auf historischen Filmaufnahmen, bildet den Ausgangspunkt für Magnus Gerttens Film „Every Face Has a Name“. An Bord des Schiffes waren KZ-Überlebende, die zur Rekonvaleszenz nach Schweden kamen. Gertten bringt ihre Geschichten mittels Interviews und ausgiebiger Recherchen wieder zum Vorschein.

On April 28, 1945, life begins again. Hundreds of survivors from the German concentration camps arrive to the harbour of Malmö, Sweden. While they take their first steps in freedom Swedish news photographers film them. Now, 70 years later, the survivors are watching this archive footage for the very first time and as they discover themselves, they re-experience the emotions from this special day. Many emotional stories are evoked for the first time in Every Face Has a Name and the archive reveals an extraordinary blend of stories coming from Jewish survivors, Norwegian resistance men, Polish mothers with newborn babies and British spies. All united in the moment of freedom. Every Face Has a Name is a film about the complex moment of liberation. Scenes identical to those in 1945 are repeated all over the world today. We see them in the news every day. All of them anonymous. Faces without names.

Im Anschluss an den Film spricht Ulrike Jensen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)  mit Regisseur Magnus Gertten (Schweden) über die Suche nach den Namen hinter den Gesichtern und seine Motivation, diesen Dokumentarfilm zu drehen.

Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Sonntag 26. Januar 2020 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Henning Glindemann.

Sonntag 26. Januar 2020 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 26. Januar 2020 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 26. Januar 2020 17:00–19:00 Film und Gespräch

Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

In jenen Tagen

Episodenfilm, Deutschland, 1947, 98 Minuten. Im Jahr 1945 erzählt ein altes Auto die Geschichte seiner wechselnden ehemaligen Eigentümer. Sieben Episoden erzählen von Menschen, die durch rassistische und politische Verfolgung, im Widerstand oder durch das Kriegsgeschehen unter dem nationalsozialistischen Regime gelitten haben. „In jenen Tagen“ gehört zum Genre der so genannten Trümmerfilme, hebt sich aber von Filmen wie „Die Mörder sind unter uns“ ab, weil er nicht die Täter zum Thema nimmt, sondern die Opfer des Nationalsozialismus. Die Aussage, dass es auch gute Menschen in diesen Zeiten gegeben hat, gibt dem Film eine optimistischere Grundstimmung. Der Film wurde 1946/47 in Hamburg und Umgebung gedreht u.a. mit den Schauspielerinnen Ida Ehre und Isa Vermehren und dem Schauspieler Erwin Geschonneck (1906-2008), der als Kommunist Überlebender u.a. des Konzentrationslagers Neuengamme und des Untergangs der Cap Arcona war.  

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Filmreihe Täter – Opfer – Widerstand der VVN-BdA;

Einführung in den Film durch Hanno Billerbeck (Kirchliche Gedenkstättenarbeit)

Montag 27. Januar 2020 17:00–18:00 Gedenkveranstaltung

Internationales Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Erinnerung an den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Zum 75. Mal jährt sich der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Dies bedeutete nicht das Ende von Verfolgung, Mord, Ausbeutung und Unterdrückung zehntausender Menschen, die weiterhin in Konzentrationslagern wie Neuengamme inhaftiert waren. Gerade in den letzten Monaten des Krieges starben tausende Häftlinge. Wir erinnern, zeitgleich mit anderen Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen, mit einer Lichtinstallation und Zitaten am internationalen Mahnmal an das Leid der Häftlinge vor 75 Jahren. 

Dienstag 28. Januar 2020 17:00–18:00

Hamburger Rathaus, Diele

Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun?“

Öffentliche Führung durch die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung 1945/46“ mit Alyn Beßmann und Lennart Onken (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Mittwoch 29. Januar 2020 18:00–20:00 Vortrag

Jüdisches Kulturhaus, Flora-Neumann-Straße 1, 20357 Hamburg

In der fremden Heimatstadt. Jüdische Überlebende und Remigranten im Hamburg der Nachkriegsjahre

Die gesellschaftliche Wiedereingliederung der Menschen, die die nationalsozialistische Judenvernichtung überlebt hatten, war nach dem Ende des Gewaltregimes eine zentrale soziale, politische und moralische Aufgabe. Für die wenigen jüdischen Überlebenden und Remigranten war es ausgesprochen schwer, zu einem normalen Leben zurückzufinden. Die meisten, wenn nicht alle Verwandten und befreundeten Menschen waren ermordet oder in alle Welt vertrieben, alle sozialen Beziehungen zerstört. Sie litten unter traumatischen Erinnerungen, mussten ihr Verhältnis zur nichtjüdischen Umgebung neu bestimmen, eigene Zweifel und den Widerspruch der internationalen jüdischen Gemeinschaft gegen ihr Verbleiben im „Land der Mörder“ ertragen. Zunächst und vor allem aber benötigten sie konkrete elementare Hilfe, um den Alltag zu organisieren. Britische und deutsche Verantwortliche bekannten sich zur moralischen Pflicht gegenüber den Verfolgten. Aber tatsächlich stießen sie  auf allen Seiten auf bürokratische Hemmnisse, emotionale Abneigung und Vorbehalte. In ihrem Vortrag behandelt Prof. Ursula Büttner, vormals Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, dieses Spannungsfeld.

Einführung durch Dr. Anna von Villiez. Eine Kooperationsveranstaltung mit der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule.

Hinweis: Um 17 Uhr gibt es die Möglichkeit, eine Kurzführung durch die Ausstellung „Jüdisches Schulleben im Grindel“ zu erhalten.

Donnerstag 30. Januar 2020 18:00–20:00 Podiumdiskussion

Curiohaus, Raum ABC, Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg

Überlebt – und nun?

Hamburg im Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist vorüber. Marianne Wilke (15), von den Nazis als so genannte Halbjüdin verfolgt, darf wieder zur Schule gehen. Ihr Vater kehrt lebend aus Theresienstadt zurück. Frieda Larsen (11), deren Vater Sinto ist, unterliegt nicht mehr den harten Vorgaben der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber Roma und Sinti. Und Ilse Jacobs Mutter Katharina kehrt aus dem Frauen-KZ Ravensbrück, wo sie als politische Gefangene inhaftiert war, zu ihrer dreijährigen Tochter zurück. 

Wie erinnern die drei Frauen heute die unmittelbare Nachkriegszeit in Hamburg? Wie ging ihr Leben und das ihrer Familien und Freunde weiter? Sprachen sie über Vergangenes? Was bringt sie heute dazu, jungen Menschen immer wieder über die Zeit ihrer Verfolgung zu berichten? Im Gespräch mit den drei Zeitzeuginnen geht Ulrike Jensen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) diesen und anderen Fragen nach. Eine Kooperationsveranstaltung mit der GEW Landesverband Hamburg