Freitag 20. Juli 2018–Samstag 29. September 2018 Ausstellung

Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg

„Vor uns lagen nur Trümmer“

KZ-Häftlinge im Einsatz nach der „Operation Gomorrha“

Hamburg gehört zu den im Zweiten Weltkrieg am stärksten zerstörten Städten. Am folgenreichsten waren die alliierten Luftangriffe der „Operation Gomorrha“ vom 25. Juli bis 3. August 1943. Große Teile Hamburgs, vor allem östlich der Alster, lagen vollständig in Trümmern, mindestens 34.000 Menschen starben. Diese Ausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Luftangriffe stellt die Erfahrungen von Häftlingen des KZ Neuengamme in den Mittelpunkt, die zur Trümmerbeseitigung und Leichenbergung in der zerstörten Stadt eingesetzt wurden. Unter oft grauenvollen Bedingungen mussten sie unter Lebensgefahr Trümmer räumen, Leichen bergen und Blind­gänger suchen. Für die Bevölkerung waren sie deutlich sichtbar, manchmal kam es zu direkten Kontakten. Hunderte von KZ-Häftlingen kamen bei Luft­angriffen ums Leben.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Mahnmals St. Nikolai, gefördert von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Die Ausstellung ist bis 29. September 2018  im Mahnmal St. Nikolai zu sehen und ergänzt die dortige Dauerausstellung zum Bombenkrieg in Hamburg.

Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr, freier Eintritt zur Sonderausstellung