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10.12.2025 Bericht
Pastor Martin Zerrath vom Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit initiierte zwei interreligiöse Dialoge zur aktuellen Erinnerungskultur und teilt in diesem Bericht seine Gedanken mit.
„Für eine zugewanderte Person ist es sehr schwer, in das deutsche Erinnerungsnarrativ hineinzukommen.“
„Wir Juden spielen quasi keine Rolle mehr - außer, dass wir Beklommenheit hervorrufen.“
„Erinnerungskultur fehlt es oft an Bezügen zum gelebten Leben heute.“
Die hier zitierten Gedanken gehen mir nach. Sie stammen aus den interreligiösen Workshops, die an zwei Abenden im November im Geschichtsort Stadthaus in Hamburg stattfanden. Sehr unterschiedliche Menschen kamen hier zusammen – aus der Schura und der Jüdischen Union Hamburg (am ersten Abend); der jüdischen Gemeinde Hamburg (am zweiten Abend). Menschen aus beiden christlichen Kirchen und Kolleg*innen aus der KZ-Gedenkstätte Neuengamme waren an beiden Abenden dabei.
Braucht Erinnern Religion? Das war die Leitfrage an beiden Abenden. Im Blick war dabei aktuelle Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus – und „religiös Musikalische“ wie „Unmusikalische“ tauschten sich darüber aus, wo sie im Bereich Erinnerungskultur Chancen und Potentiale der Religionsgemeinschaften sehen (und wo eher nicht).
Was sich dabei zeigte: Es ist wertvoll, miteinander und nicht übereinander zu sprechen. In diesem Miteinander wurde nämlich Verschiedenes deutlich:
Ein Gesprächsauftakt ist gemacht. Der Interreligiöse Dialog wird fortgesetzt.
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