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13.09.2025 Bericht

30 Jahre Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit

1995 wurde der Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit in Neuengamme gegründet. Bis in die Gegenwart sorgt er für ein lebendiges Ehrenamt am Ort. Zum Jubiläum gab es eine Feier mit Rückblick und Ausblick, Austausch und Begegnungen.

Die Kirchliche Gedenkstättenarbeit unterstützt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme seit 30 Jahren in ihrer Arbeit. Wir freuen uns über dieses Jubiläum und die bis heute anhaltende enge Zusammenarbeit.

Anfang der 1980er Jahre begann der damalige Pastor der Kirchengemeinde Neuengamme, Jürgen Köhler, zusammen mit einigen Gemeindemitgliedern die Auseinandersetzung mit dem KZ im eigenen Dorf. Mit großem ehrenamtlichen Engagement wuchs dieser Kreis in den folgenden Jahren. 1992 richtete der Kirchenkreis Alt-Hamburg der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche eine eigene Pfarrstelle mit dem Schwerpunkt „Kirchliche Gedenkstättenarbeit" ein. Deutschlandweit gibt es das nur zweimal: in Neuengamme und in Dachau. Dieses neue Pfarramt wurde von seinem Initiator Jürgen Köhler geleitet, gefolgt von Veit Buttler. Sein Nachfolger wurde 2012 Hanno Billerbeck. Seit einem Jahr ist Martin Zerrath Gedenkstättenpastor in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Heute engagieren sich 25 Personen im Alter von 25 bis 95 Jahren im Arbeitskreis. Sie bieten sonntägliche Rundgänge durch die Gedenkstätte an, sind Gastgeber*innen im "Plattenhaus" auf dem Gelände der Gedenkstätte und wirken mit bei Veranstaltungen und Gedenkfeiern der KZ-Gedenkstätte. Wer sich engagieren möchte, muss kein Kirchenmitglied sein. Was die Gruppe verbindet, ist der Wunsch zur Stärkung der Demokratie durch die Erinnerung an das, was war.

Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme: „Der Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit vernetzt die Gedenkstätte mit den umliegenden Kirchengemeinden und mit vielen engagierten Menschen, die sich mit der Rolle des Gedenkens für und in unserer Gesellschaft beschäftigen. Er sorgt zudem für einen lebendigen Austausch mit Besuchsgruppen aus dem In- und Ausland, darunter zahlreiche Nachkommen ehemals Verfolgter. Die Pfarrstelle bietet zudem Einzel- und Gruppengespräche auch für die Mitarbeitenden der KZ-Gedenkstätte Neuengamme an und bildet damit eine wichtige Unterstützung und Orientierung in herausfordernden Zeiten und belastenden Situationen. Ich denke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit."