25.01.2020 Gedenkveranstaltung

Vorschau: 75. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des KZ Neuengamme

Ausblick auf die Veranstaltungen der Hamburger Stiftung Gedenkstätten und Lernorte anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung der Häftlinge des KZ Neuengamme 2020

20. April 2020, 18.00–19.00 Uhr 
Gedenkveranstaltung für die Kinder vom Bullenhuser Damm
Im Rahmen des internationalen Jugendprojektes #rememberthechildren haben sich jeweils 6 Schüler*innen aus den Heimatländern der am Bullenhuser Damm ermordeten Kinder sowie aus Deutschland und Israel mit der Geschichte der Kinder beschäftigt. Sie führten Gespräche mit Angehörigen der Kinder und überlegten, wie ein modernes Gedenken an sie aussehen könnte. Ergebnis ist die diesjährige Gedenkveranstaltung, die die Teilnehmenden des Jugendprojekts konzipierten und organisierten. Ort: Turnhalle der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm 92-94. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich. Kooperation mit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm und dem Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit

25. April 2020 bis 30. August 2020
Ausstellung "Überlebt! Und nun?"
Die Ausstellung „Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung“ berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung? Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung 

1. Mai 2020, 18.00–20.00 Uhr
"Lieder von Freiheit und Menschlichkeit" Canto General von Pablo Neruda und Mikis Theodorakis
Der Canto General von Pablo Neruda in der Vertonung von Mikis Theodorakis spiegelt durch eine bildreiche Sprache und leidenschaftliche musikalische Klänge in künstlerischer Form die Sehnsucht des Menschen nach Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit wider. Sowohl der Schriftsteller als auch der Komponist haben in ihren Heimatländern Chile und Griechenland politische Unfreiheit erlebt und persönliches Leid erlitten. Ihr Werk führt die SingAkademie Niedersachsen als Beitrag zum 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager mit einem großen Chor von über 120 Sänger*innen, Solist*innen und mit einem Instrumental‐Ensemble sowie mit weiteren Chören auf. Zwischen den einzelnen Passagen des Werkes, die auf Spanisch gesungen werden, rezitiert der Schauspieler  Rolf Becker die Texte in deutscher Übersetzung. Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Westflügel des ehemaligen Klinkerwerks (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Klinkerwerk“) Tickets: 20 € bei der Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, 20148 Hamburg oder unter www.eventim.de. Kooperation mit der SingAkademie Niedersachsen

2. Mai 2020, 10.00–13.00 Uhr
Erzähl- und Begegnungscafé mit Überlebenden des KZ Neuengamme und seiner Außenlager
Ehemalige Häftlinge des KZ Neuengamme reisen aus zahlreichen Ländern nach Hamburg, um Anfang Mai 2020 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gemeinsam mit ihren Angehörigen ihrer Befreiung vor 75 Jahren zu gedenken. Wie ging ihr Leben nach der Befreiung weiter? Wie sollte ihrer Meinung nach zukünftig an das NS-Unrecht erinnert werden? Was möchten sie nachfolgenden Generationen mit auf den Weg geben? Dies und vieles mehr können Sie am 2. Mai 2020 in persönlichen Gesprächen mit Überlebenden im Rahmen eines Erzählcafés erfragen. Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg. Informationen und Anmeldung bei Alexandre Froidevaux (E-Mail: alexandre.froidevaux@gedenkstaetten.hamburg.de, Tel.: +49 (0)40) 428 131 534).

2. Mai 2020
Ort der Verbundenheit
13.30–15.00 Uhr: Projektvorstellung und Druckwerkstatt für Angehörige ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme
15.00 Uhr: Feierliche Einweihung des „Ortes der Verbundenheit“
Der von Angehörigen entwickelte „Ort der Verbundenheit“ bietet die Möglichkeit, vormals im KZ Neuengamme inhaftierte Familienmitglieder zu würdigen und an sie auf dem Gelände der Gedenkstätte zu erinnern. Angehörige aus allen Ländern sind eingeladen, an diesem Projekt aktiv mitzuwirken. Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus. Informationen . Kontakt: Uta und Halina Kühl, ort_der_verbundenheit@gmx.de. Kooperation mit dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme und der Amicale Internationale KZ Neuengamme (AIN)

2. Mai 2020, 18.00–19.30 Uhr
"Ein aufgeschobenes Leben". Gespräch mit der KZ-Überlebenden Edith Kraus und ihrem Sohn
Edith Kraus, genannt Dita, wurde 1942 im Alter von 13 Jahren mit ihren Eltern über das Getto Theresienstadt, nach Auschwitz deportiert, wo ihr Vater starb. Dita und ihre Mutter wurden über Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme weiter in das KZ Bergen-Belsen verschleppt, wo die Mutter kurz nach der Befreiung starb. Dita kehrte allein nach Prag zurück. Sie gründete eine Familie und lebt heute in Israel. Dita Kraus berichtet über ihr Leben vor, während und nach der Verfolgung und stellt ihre kürzlich erschienenen Memoiren vor. Gemeinsam mit ihrem Sohn Ron Kraus spricht sie dann über die Weitergabe der Erinnerung innerhalb ihrer Familie und über ihre Wünsche für ein zukunftsweisendes Gedenken. Moderation: Ulrike Jensen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme). Ort: Baseler Hof Säle (Gartensaal), Esplanade 15, 20354 Hamburg. Eine Anmeldung unter hamburg@fes.de ist erforderlich. Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung

2. Mai 2020, 20.00 Uhr–22.00 Uhr
Ein Abend mit dem Young Committee: Die Perspektiven der dritten und vierten Generation in Musik, Kunst und Poesie
Im Mai 2019 gründeten Nachkommen ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme der dritten und vierten Generation das Young Committee der Amicale Internationale KZ Neuengamme (AIN). An diesem Abend zeigen Mitglieder des Young Committees aus verschiedenen Ländern mit künstlerischen Mitteln, was ihre Familiengeschichte für sie bedeutet und warum sie sich für eine nachhaltige Erinnerungskultur engagieren. Gesang und Klaviermusik laden zum Zuhören, Zeichnungen und Gedichte zum Betrachten ein. Ort: Baseler Hof Säle (Gartensaal), Esplanade 15, 20354 Hamburg. Eine Anmeldung unter hamburg@fes.de ist erforderlich. Kooperation mit dem Young Committee der Amicale Internationale KZ Neuengamme (AIN) und der Friedrich-Ebert-Stiftung

3. Mai 2020, 10.00 Uhr
Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung der KZ-Schiffe in der Neustädter Bucht
Internationale Gedenkveranstaltung mit Überlebenden des KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Ort: Cap-Arcona-Ehrenmal, Neustadt/Pelzerhaken. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich. Kooperation mit der Amicale Internationale KZ Neuengamme (AIN), der Stadt Neustadt/Holstein und der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme

3. Mai 2020, 13.00/14.00/15.00 Uhr
Öffentliche Kurzführungen/Public Guided Tours (Deutsch/English)
Kurze Einführung in die Geschichte des KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Die Teilnahme ist kostenlos. Keine Anmeldung erforderlich. Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Treffpunkt Servicepoint

3. Mai 2020, 16.30 Uhr
Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager
Internationale Veranstaltung mit Überlebenden und ihren Angehörigen aus aller Welt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Gedenkfeier im Westflügel des ehemaligen Klinkerwerks (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Klinkerwerk“) und wird mit einer Kranzniederlegung am Internationalen Mahnmal fortgesetzt (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Mahnmal“). Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Öffentliche Veranstaltung, keine Anmeldung erforderlich 

3. Mai 2020, 19.30 Uhr
Feierlicher Empfang und Abendessen
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Südflügel der ehemaligen Walther-Werke. Für geladene Gäste

4. Mai 2020, 10.00 Uhr
Öffentliche Gespräche mit Überlebenden des KZ Neuengamme und seiner Außenlager
75 Jahre nach ihrer Befreiung aus den Konzentrationslagern berichten KZ-Überlebende aus verschiedenen Ländern Schüler*innen und anderen Interessierten über ihre Haftzeit, ihre Überlebensstrategien und ihr Engagement gegen das Vergessen nach 1945. Dies ist eine der letzten Gelegenheiten, mit den angereisten Zeitzeug*innen ins Gespräch zu kommen, ihre Geschichten zu hören und ihnen Fragen zu stellen. Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte – Ausstellung“). Informationen und Anmeldung bei Ulrike Jensen (E-Mail: ulrike.jensen@gedenkstaetten.hamburg.de, Tel.: +49 (0)40) 428 131 519).

22. Mai 2020, 20.00 Uhr
24. Mai 2020, 18.00 Uhr
"Nadeschda heißt Hoffnung"
Das Dokumentartheater Berlin zeigt in Form einer szenischen Lesung mit Musik und Fotoprojektion den Lebens- und Leidensweg der Ukrainerin Nadeschda Slessarewa, die als 13jährige im Jahr 1943 von den Nazis zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde. Ihr Weg führte sie über Berlin und Stettin in das KZ Stutthof. Sie wurde durch die Courage eines Bauunternehmers vor dem Tod gerettet. In die Ukraine zurückgekehrt, setzt sie sich bis heute für die Rechte ehemaliger Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen und Ghetto-Überlebenden ein. In Ansehung dieser Verdienste wurde ihr 2019 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Frau Slessarewa wird, soweit es ihr Gesundheitszustand erlaubt, zu der Aufführung als Gast anwesend sein. Ort: Theater Sprechwerk, Klaus-Groth-Straße 23, 20535 Hamburg.

23. Mai 2020, 20.00 Uhr
"Akte/NSU"
Das Dokumentartheaterstück „Akte/NSU“ zeigt das jahrelang von öffentlichen Stellen nicht wahrgenommene marodierende Vorgehen mit zehn Morden des „Nationalsozialistischen Untergrundes“. Es lenkt seinen Fokus nicht auf die Täterinnen und Täter, vielmehr auf die Opfer und zeigt eine Chronologie der Ereignisse. Das Stück ist mehrfach gefördert und preisgekrönt worden. Eine Aufführung des Dokumentartheaters Berlin unter der Leitung von Marina Schubarth. Ort: Theater Sprechwerk, Klaus-Groth-Straße 23, 20535 Hamburg.