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27.08.2026 Konferenz
Am 11. und 12. November 2026 lädt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme wieder Angehörige von NS-Verfolgten, Nachkomm*innen von NS-Täter*innen, erinnerungskulturell Interessierte sowie Mitarbeiter*innen von Gedenkstätten dazu ein, sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen. Die Registrierung ist nun geöffnet!
Alle Teilnehmenden melden sich bitte über unsere Online-Anmeldung bis spätestens 9. Oktober 2026 an: https://eveeno.com/257992885
Das Forum „Zukunft der Erinnerung“
Im Rahmen des Forums „Zukunft der Erinnerung“ beschäftigten wir uns zuletzt im November 2024 mit Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur angesichts des allmählichen Verstummens der Zeitzeug*innen und aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Im letzten Jahr beschlossen wir, das Forum nicht mehr jährlich, sondern nun alle zwei Jahre zu veranstalten – und zwar zugunsten neuer Angebote für Angehörige von NS-Verfolgten und zivilgesellschaftliche Initiativen wie dem „Zelt vielfältiger Erinnerung“ (Mai 2025) und „Memory Matters!“ (Mai 2026), einem „Tag für Angehörige“ (November 2025 und geplant Herbst 2027) sowie Workshops für Angehörige (geplant Mai 2027).
Umso mehr freuen wir uns nun auf das Wiedersehen nach zwei Jahren und eine hoffentlich rege Beteiligung am 11. Forum „Zukunft der Erinnerung“, das am 11. und 12. November 2026 stattfinden wird. Diesmal bieten wir mit je zwei Einzelveranstaltungen zwei Cluster zu Nachkomm*innen in Erinnerungskultur und Bildungsarbeit: zum einen zu Engagement und agency von Angehörigen NS-Verfolgter und zum anderen zu Fragen rund um NS-Täterschaft in der Familie. Hierzu haben wir jeweils eine Reihe interessante Gäste eingeladen.
Das Programm 2026
Der erste Tag
Der erste Tag, vor Beginn des öffentlichen Teils des Forums , hält ein besonderes Angebot für Angehörige ehemaliger KZ-Häftlinge und anderer NS-Verfolgter bereit – unabhängig davon, ob diese sich erst seit kurzem oder schon seit längerer Zeit mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen. Der Workshop für Angehörige bietet einen Raum, um sich mit anderen Verfolgten-Nachkomm*innen über die jeweiligen Familiengeschichten und den Umgang damit auszutauschen.
Der allgemeine Teil des Forums beginnt am frühen Nachmittag des 11. Novembers . Unser diesjähriger Länderschwerpunkt liegt auf der Ukraine. Wir haben zwei Angehörige ehemaliger KZ-Häftlinge aus Kyjiw eingeladen. Sie sind gerade dabei, gemeinsam mit weiteren Angehörigen einen ukrainischen Verfolgten-Verband (Amicale) zu gründen. Nach den Besuchen in Hamburg in den letzten Jahren soll so die Erinnerungsarbeit verstetigt und gestärkt werden. Bei dem Panel wird es zudem um Fragen rund um die Erinnerungskultur in der Sowjetunion und der Ukraine gehen.
Im Anschluss folgt ein Panel mit Personen, die an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme oder an anderen Orten Gesprächsseminare und andere Veranstaltungsformate zu NS-Täterschaft anbieten. Neben der Vorstellung der verschiedenen Ansätze und Arbeitsfelder soll es im Gespräch insbesondere darum gehen, die Möglichkeiten wie auch die Herausforderungen in der Bildungsarbeit zu Täterschaften zu diskutieren und über damit verbundene mögliche Fallstricke zu reflektieren.
Öffentliche Abendveranstaltung „Täterschaften im öffentlichen und privaten Diskurs“ in Hamburg-Bergedorf
Nicht erst seit der neu eröffneten Möglichkeit, online nach NSDAP-Mitgliedern in der eigenen Familie zu suchen, steht die Frage nach dem Umgang mit NS-Täter*innen in der Familie in Deutschland im gesellschaftlichen Fokus. Vermehrt ist das Thema Täterschaft in Büchern, Filmen und Theaterstücken präsent und Recherche- und Gesprächsangebote für Nachkomm*innen von Tatbeteiligten gewinnen spürbar an Zulauf. Über diese gesellschaftlichen Entwicklungen werden unsere Gäste ebenso diskutieren wie über das Schweigen in den Familien und über unterschiedliche Annäherungen an die familiären NS-Erblasten.
Der zweite Tag
Zum Forum „Zukunft der Erinnerung“ reisen jedes Mal Vertreter*innen der Verbände ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme und ihrer Angehörigen aus verschiedenen europäischen Ländern an. Am frühen Morgen des 12. Novembers lernen wir aktuelle Projekte dieser Vereinigungen kennen. Welche Projekte das sein werden, geben wir zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.
Gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) haben in den letzten Jahren verschiedene Akteure aus mehreren Städten unter dem empowernden Leitthema „Welche Stimme haben wir?“ ganz unterschiedliche Projekte für und mit Angehörige(n) von NS-Verfolgten auf die Beine gestellt. Wir freuen uns sehr darauf, uns die vier verschiedenen Projekte in einer Doppelveranstaltung vorstellen zu lassen – und zwar sowohl durch Koordinator*innen der beteiligten Organisationen als durch beitragende Angehörige.
Am Vormittag des 12. Novembers bündeln wir in einem ersten Panel die Projekte zu „Welche Stimme haben wir?“ der Gedenkstätten Sachsenhausen und Neuengamme. Nach dem Mittagessen folgt dann eine Gesprächsrunde mit den Projektbeteiligten von AMCHA Deutschland (Berlin) und dem
Bundesverband für NS-Verfolgte (Köln). Außerdem sprechen wir mit Vertreter*innen der Stiftung EVZ über die Förderung dieser und die Zukunft vergleichbarer Angehörigen-Projekte.
Am Ende des Forums möchten wir den Teilnehmenden die Gelegenheit geben, den Abschluss aktiv mitzugestalten. Bei der Gesprächsmethode Fishbowl haben alle Anwesenden die Möglichkeit, sich zu den aufgeworfenen Fragen und Themen zu Wort zu melden, miteinander in die Diskussion zu kommen und ein Resümee zu ziehen.
Hinweise
Alle Teilnehmenden melden sich bitte über unsere Online-Anmeldung bis spätestens 9. Oktober 2026 an: https://eveeno.com/257992885
Wir freuen uns auf Sie/ euch und auf viele interessante Gespräche!
Konzept: Dr. Alexandre Froidevaux und Dr. Susann Lewerenz sowie Paula Scholz
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
Es findet eine Simultanübersetzung in die deutsche, englische und spanische Sprache statt sowie bei Bedarf ins Französische und Polnische.
Hinweis zum Ort der Verbundenheit: Wer ein Plakat gestaltet hat und dieses gerne im Rahmen der Tage drucken möchte, ist herzlich eingeladen, rechtzeitig im Vorfeld auf uns zuzukommen.
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