Dienstag 27. April 2021–Sonntag 19. September 2021

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Foyer der Hauptausstellung

Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung

Sonderausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Wie erging es überlebenden NS-Verfolgten in Hamburg in den Wochen und Monaten nach der Befreiung? Viele hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? Manche, die vor dem Nichts standen, versuchten einen Neuanfang durch die Auswanderung in ein anderes Land. Die Rückkehr in ein „normales“ Leben war für viele Überlebende ein schwieriger Prozess. Mehr Informationen zur Ausstellung: Überlebt! Und nun?

Programmflyer

Die Ausstellung ist bis 26. September 2021 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu sehen. (Verlängerung)

Sonntag 19. September 2021 11:00–13:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, ehemalige Walther-Werke (Nähe Haupteingang)

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Kammerkonzert und Lesung mit Roman Knižka  und dem Bläserquintett Opus 45.

Die komplexen und wechselvollen jüdisch-deutschen Beziehungen zeugen von Zeiten der Blüte, aber auch von Hass und Gewalt. Jüdische Frauen und Männer prägten, spätestens seit der Ankunft Moses Mendelsohns in Berlin, für 200 Jahre nahezu alle Bereiche deutscher Kultur, bis das nationalsozialistische Regime dem auf furchtbare Weise ein Ende setzte. „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko, das im Jahr 1943 veröffentlicht wurde. Die jüdische Dichterin, die vor den Nationalsozialisten in die USA floh, thematisierte in diesem ihr Heimweh nach Deutschland. Dieses Zitat gibt einer literarischen Kammermusikmatinee ihren Namen, die das Jubiläum – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – zum Anlass nimmt, einen Ausschnitt der überaus reichen und vielfältigen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte darzustellen.

Der Schauspieler Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache, darunter Moses Mendelssohn, Rahel Levin Varnhagen, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer und Mascha Kaléko. Neben den literarischen Werken stehen zudem autobiografische Texte von in der Öffentlichkeit unbekannten deutschen Jüdinnen und Juden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden, berichten aber auch von der Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime. Den musikalischen Teil der Veranstaltung bilden Werke jüdischer Komponisten. Das Bläserquintett Ensemble OPUS 45 spielt bedeutende Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert und György Ligeti.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation und mit Förderung des Vereins 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. statt. 

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist notwendig.

Flyer zur Veranstaltung

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 0 Plätze frei.
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Sonntag 19. September 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen. Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Kai Ermes.

Sonntag 19. September 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 11 Plätze frei.
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Dienstag 21. September 2021 19:00–21:00

Online

„Through the Darkest of Times“ – Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Computerspiel

“Through the Darkest of Times” ist ein Computerspiel, in dem Spieler*innen in die Rolle einer zivilen Widerstandskämpferin in Berlin während der Zeit des Nationalsozialismus schlüpfen. So gut es geht,  wird im Spiel versucht, dem Regime Widerstand zu leisten, Verfolgten zu helfen und die Menschen aufzuklären und gleichzeitig der Verfolgung zu entgehen. “Through the Darkest of Times” wurde 2020 beim Deutschen Computerspielpreis als „Bestes Serious Game“ ausgezeichnet und erregte auch international viel Aufmerksamkeit.

Jörg Friedrich, einer der Designer von „Through the Darkest of Times“, wird an diesem Abend das Spiel vorstellen, über die Intentionen und Abwägungen bei der Entwicklung sowie die generelle Bedeutung von Computerspielen für die Erinnerungskultur sprechen.  

Hinweise

  • Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken kurz wenige Tage vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung bis zum 21. September 2021, 12h.
  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: https://zoom.us/docs/de-de/privacy-and-security.html.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 73 Plätze frei.
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Mittwoch 22. September 2021 18:00–20:00

Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Rundgang am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Auf dem Rundgang wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Wie verlief der Prozess der Ausgrenzung und Entrechtung vor den Deportationen? Was wiederfuhr den Verschleppten danach? Wer war an den Verbrechen beteiligt, wer profitierte davon? Zudem wird der Umgang mit dem Ort nach 1945 diskutiert und über das künftige Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ informiert.
Ein Angebot der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte und der HafenCity Hamburg.

Treffpunkt: Info-Pavillon, Lohseplatz, 20457 Hamburg

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 0 Plätze frei.
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Mittwoch 22. September 2021 18:00–20:00

Freie Akademie der Künste, Klosterwall 23, 20095 Hamburg

Zeitzeugin Helga Melmed und Familie: “There was just no way of expressing it“

We are happy to welcome concentration camp survivor Helga Melmed and members of her family for a generation talk in English.

Helga Melmed will tell us about her life before World War II and the time she had to spend in ghettos and concentration camps, among them Hamburg-Sasel. Together with members of her family, we will also talk about the influence of her persecution and the killing of her family of origin on her own family life until today.

A registration is mandatory.

More information

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 28 Plätze frei.
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Freitag 24. September 2021 10:00–16:00

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in, Mitläufer*in, Zuschauer*in, Opfer in der Familie?

Rechercheseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten. Das Seminar stellt anhand konkreter Beispiele Möglichkeiten vor, über nationalsozialistische Täter*innen, Opfer, Mitläufer*innen und Zuschauer*innen aus der eigenen Familie zu recherchieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungen, Recherchemöglichkeiten in Archiven und im Internet. Sie können Fragen stellen zum Umgang mit historischen Dokumenten und lernen die Bibliothek und das Archiv der KZ-Gedenkstätte kennen. Wenn eigene Dokumente mitgebracht werden, kann anhand dessen über konkrete weitere Schritte gesprochen werden. Das Seminar dient als Grundlage für alle, die mehr über ihre Familiengeschichte in Erfahrung bringen wollen.

Seminarleitung: Dr. Reimer Möller, Dr. Oliver von Wrochem, Carola Kieras. 
Kosten: 15,- €, ermäßigt 10,- €  (inkl. Verpflegung)
Anmeldung bis zum 20. September 2021 bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Samstag 25. September 2021–Sonntag 26. September 2021

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Ein*e Täter*in in der Familie?

Zweitägiges Gesprächsseminar zu Familiengeschichte und Familiengeschichten. Das Seminar richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-Täter*innen in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Wir tauschen uns darüber aus, was es heißt, gemeinsam auf die Suche nach unliebsamen Wahrheiten zu gehen. Einzelne Teilnehmende berichten über die Ergebnisse ihrer Recherchen und die Motivation, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von Täter*innen- und Verfolgtennachkommen werden behandelt. Zudem werden Perspektiven des aktuellen gesellschaftlichen Umgangs aufgegriffen. 

Seminarleitung: Karin Heddinga, Thomas Käpernick und Dr. Oliver von Wrochem. Kosten: 30,- €, ermäßigt 20,- €  (inkl. Verpflegung).
Anmeldung bis zum 20. September 2021 bei Amina Edzards, Tel.: 040 428 131 522, Amina.Edzards@gedenkstaetten.hamburg.de .
Nachfragen bei Dr. Oliver von Wrochem, Tel.: 040 428 131 515, Oliver.vonWrochem@gedenkstaetten.hamburg.de.

Samstag, 25. September 2021, 10.30–16.30 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 11.15–17.00 Uhr

Sonntag 26. September 2021 11:00–13:00

Gedenkstätte Fuhlsbüttel, Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel (fällt aus)

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen. Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Anne Harden.

Sonntag 26. September 2021 14:00–15:30

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Geländerundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Mitgliedern des Arbeitskreises Kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Treffpunkt: Haupteingang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 4 Plätze frei.
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Dienstag 28. September 2021 16:00–17:00

per Telefon

Hörführung: „KoLaFu“: Konzentrationslager und Polizeigefängnis Fuhlsbüttel

Im ehemaligen Torhaus der Strafanstalten befindet sich die Gedenkstätte. In den Jahren 1933 bis 1945 quälten und folterten in Fuhlsbüttel SA-, SS- und Gestapo-Angehörige ihre Gefangenen. Wer waren die drangsalierten Frauen und Männer? Warum gerieten sie in Konflikt mit dem Nationalsozialismus? Ein Besuch der Gedenkstätte per Telefon mit einer thematischen Einführung.

Ein Angebot von „Bei Anruf Kultur“, eine Initiative des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg und grauwert, Büro für Inklusion.

Einfach anmelden, zur Uhrzeit mit dem Telefon einwählen und in einer kleinen Gruppe teilnehmen.

Anmeldung über www.beianrufkultur.de oder buchung@beianrufkultur.de oder Telefon (040) 209 404 29.

Donnerstag 30. September 2021 18:00–19:30

Online

Erinnern multidirektional aushandeln

Wie kann Gedenk- und Erinnerungsarbeit aussehen, die sich multiperspektivisch versteht und an Vielheit/Diversity orientiert? In welchem Verhältnis stehen dabei institutionelle Strukturen und Communities, welche Positionen und Perspektiven werden wirkmächtig? Und welche Bedeutung hat multidirektionale Erinnerung in diesem Kontext? Über diese und weitere Fragen diskutieren Natalie Bayer (FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum) und Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) in einem Gespräch über Erinnerungs- und Gedenkarbeit. Es moderiert Regina Sarreiter (Goethe-Institut).

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Multidirektionales Erinnern im Praxistext“ des Goethe-Instituts und findet in Zusammenarbeit mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und der Reihe „Verflechtungen: Rassismen und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“ der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg statt.

Die Veranstaltung findet online und mit Übersetzung in deutsche Gebärdensprache statt. Anmeldung bis zum 29. September:

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 147 Plätze frei.
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Donnerstag 30. September 2021 18:30–20:30

Ökumenisches Forum HafenCity, Shanghaiallee 12, 20547 Hamburg

„Die Wege der Wolkenraths“ (fällt aus)

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen!

In ihrer Wolkenrath-Saga erzählt Elke Vesper die Geschichte einer deutschen Familie im 20. Jahrhundert. Dabei entwirft sie ein vielschichtiges Bild der Hamburger Gesellschaft vor und während des Nationalsozialismus. Anhand ihrer Protagonist*innen beschreibt sie Möglichkeiten, sich gegenüber der antisemitischen Politik des Regimes zu verhalten und lotet Handlungsspielräume von Verfolgten und Nicht-Verfolgten aus. Elke Vesper liest und spricht anschließend mit Cornelia Siebeck (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über eigene familiengeschichtliche Bezüge, lokalhistorische Recherchen und das Verhältnis von Fakten und Fiktion.