Montag 4. November 2019–Sonntag 12. Januar 2020 Ausstellung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Einige waren Nachbarn

Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle Adolf Hitlers und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar, aber sie waren von unzähligen anderen Personen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Juden teil, während andere Mitläufer waren? Warum haben so wenige den Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, geholfen?

Die Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) fordert uns heraus, über die Motive und Zwänge nachzudenken, die die Entscheidungen und Verhaltensweisen der Menschen in Deutschland und dem von Deutschland dominierten Europa während des Holocaust beeinflussten. Wie reagierten Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameradinnen und -kameraden, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde?

Die Ausstellung wird im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt.

Zur Veranstaltung wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen und einem Podiumsgespräch angeboten.

Begleitprogramm

Sonntag 8. Dezember 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Ulla Suhlig

Sonntag 8. Dezember 2019 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 8. Dezember 2019 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 8. Dezember 2019 14:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hauptausstellung

Öffentlicher Rundgang durch die Sonderausstellung "Einige waren Nachbarn"

mit Karin Heddinga

Mittwoch 11. Dezember 2019 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@bkm.hamburg.de 
Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Donnerstag 12. Dezember 2019 18:00–20:00 Podiumdiskussion

Friedrich-Ebert-Stiftung, Julius-Leber-Forum, Rathausmarkt 5, 20095 Hamburg

„Dein Großvater, mein Vater, du und ich“ Der Umgang von Familien mit der NS-Vergangenheit

Guy Altmann (Paris) und Gabriele Palm-Funke (Leipzig) sprechen mit Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über die Folgen der NS-Vergangenheit für ihre Familien. Guy Altmann überlebte als Kind die Shoah in Frankreich, zum Teil versteckt. Sein Vater Erich Altmann hat über seine Erfahrungen in drei Konzentrationslagern das Buch „Im Angesicht des Todes“ verfasst. Darin wird der Großvater von Frau Palm-Funke erwähnt, der Aufseher eines Zwangsarbeitslagers war. Die Enkeltochter wusste lange Zeit nichts von der Nazi-Vergangenheit des Großvaters. Herr Altmann und Frau Palm-Funke sprechen darüber, welchen Einfluss die NS-Geschichte noch heute auf ihre Familien hat.

Die Podiumsdiskussion ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Institut Français Hamburg und der Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ des United States Holocaust Memorial Museum. Die Ausstellung ist vom 4. November 2019 bis 12. Januar 2020 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu sehen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bei hamburg@fes.de oder unter www.fes.de/veranstaltungen

Freitag 13. Dezember 2019 14:00–19:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Sowjetische Häftlinge im KZ Neuengamme

Sowjetische Gefangene bildeten eine der größten Häftlingsgruppen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Die Fortbildung behandelt die Verhaftungshintergründe vor allem von Kriegsgefangenen und Ostarbeiter*innen im Kontext von „Vernichtungskrieg“ und Besatzungspolitik, die Einordnung sowjetischer Häftlinge am unteren Ende der KZ-Hierarchie, Kontinuitäten der Verfolgung nach dem Überleben und die Marginalisierung dieser Verfolgtengruppe in der Erinnerungskultur. Damit soll das Wissen über das Schicksal der sowjetischen NS-Verfolgten erweitert und Möglichkeiten der Behandlung dieses Themas in der Vermittlungsarbeit aufgezeigt werden. Referent: Marco Kühnert.

Die Fortbildung ist kostenfrei. Für Kuchen und Obst wird eine private Umlage von 2,- € /Person vor Ort erhoben. Anmeldung bis zum 6. Dezember 2019 bei Sebastian Beer (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum)
Tel. 040 428 131 543
E-Mail: Studienzentrum@bkm.hamburg.de

Sonntag 15. Dezember 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Kai Ermes

Sonntag 15. Dezember 2019 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 15. Dezember 2019 14:00–16:00 Führung

Haus des Gedenkens (Nähe Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Mahnmal“)

Vor 81 Jahren: Das KZ Neuengamme wurde eingerichtet

Am 13. Dezember 1938 brachte die SS 100 Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen nach Neuengamme und richtete in einer stillgelegten Ziegelei ein Konzentrationslager ein. Dieser thematische Rundgang durch die Gedenkstätte erzählt von der Errichtung des Konzentrationslagers Neuengamme. Wer waren die ersten Häftlinge? Was haben sie erlebt? Für den Rundgang werden Berichte der ersten Häftlinge herangezogen. Referent: Alexis Werner. Keine Anmeldung erforderlich.

Sonntag 15. Dezember 2019 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 22. Dezember 2019–Sonntag 29. Dezember 2019

Am 22. und 29.12. finden keine Sonntagsführungen mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit statt.

Sonntag 22. Dezember 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Anne Harden

Sonntag 29. Dezember 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Birgit Reichel