Donnerstag 1. Oktober 2020 10:00–13:00 Rundgang

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das KZ Neuengamme

Ende 1938 errichtete die SS in einer stillgelegten Ziegelei in Hamburg-Neuengamme ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Im Frühsommer 1940 wurde das KZ Neuengamme zu einem eigenständigen Konzentrationslager. Bis 1945 war es das zentrale Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Im Verlauf des Krieges deportierten die Gestapo und der Sicherheitsdienst der SS Zehntausende Menschen aus allen besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge nach Neuengamme. Diese Veranstaltung beinhaltet ein Gespräch zur Geschichte des KZ Neuengamme und einen Rundgang zu ausgewählten Objekten in der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Karin Heddinga. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Seniorinnen und Senioren und wird im Rahmen des Projekts „Erfahrungsträger“ als öffentliche Führung angeboten. Das Angebot ist kostenfrei.

Anmeldung:stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

Donnerstag 1. Oktober 2020 17:00–18:30 Rundgang

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldung: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 4. Oktober 2020 11:00–13:00 Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr. Keine Anmeldung nötig. Wir behalten uns jedoch vor, ggf. die Teilnehmendenzahl zu begrenzen. Heute mit: Birgit Reichel

Sonntag 4. Oktober 2020 12:00–14:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Anmeldung unter info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de

Sonntag 4. Oktober 2020 14:00–16:00 Führung

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Alexis Werner.
Anmeldung:
stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

Sonntag 11. Oktober 2020 11:00–13:00 Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr. Keine Anmeldung nötig. Wir behalten uns jedoch vor, ggf. die Teilnehmendenzahl zu begrenzen. Heute mit: Ulla Suhling / Dieter Wilde

Sonntag 11. Oktober 2020 12:00–14:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Anmeldung unter info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de

Sonntag 18. Oktober 2020 11:00–13:00 Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr. Keine Anmeldung nötig. Wir behalten uns jedoch vor, ggf. die Teilnehmendenzahl zu begrenzen. Heute mit: Holger Martens

Sonntag 18. Oktober 2020 12:00–14:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Anmeldung unter info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de

Montag 19. Oktober 2020 18:00–20:00 Vortrag

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Die Hamburger Feuerwehr als Teil der Polizei im Nationalsozialismus

Mit dem „Gesetz über das Feuerlöschwesen“ vom 26. Dezember 1938 wurden die Feuerwehren reichsweit als „Feuerschutzpolizei“ der Ordnungspolizei angegliedert. Sie unterstanden hiermit der Befehlsgewalt und Weisungsbefugnis der örtlichen und übergeordneten Polizeibehörden bis hin zum Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler. In Hamburg zeichnete ab dem 3. Oktober 1939 Oberbranddirektor Dr. Otto Zaps als Kommandeur der Feuerschutzpolizei, zuletzt im Rang eines Generalmajors der Polizei verantwortlich. Der Vortrag beleuchtet die Tätigkeitsfelder der Feuerschutzpolizei, ihre Beteiligung an Verbrechen im Reich und in den besetzten Gebieten sowie personelle Kontinuitäten nach 1945. Der Referent Dieter Farrenkopf (Hamburg) leitete von 1991 bis 2006 als Oberbranddirektor die Feuerwehr Hamburg. Er engagiert sich für die Aufarbeitung der wenig bekannten NS-Geschichte der Feuerwehr. Moderation: Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Anmeldung: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Dienstag 20. Oktober 2020 18:00–20:00 Vortrag und Gespräch

Ökumenisches Forum, Shanghaiallee 12, 20457 Hamburg

Arabische Menschen im Nationalsozialismus zwischen „Rassenpolitik“ und Bündnispolitik: das Beispiel Mod Helmy

Mod Helmy, ein in Berlin lebendender Arzt ägyptischer Herkunft, versteckte während des Zweiten Weltkrieges eine jüdische Patientin und rettete sie damit vor der Deportation. Igal Avidan, der als freier Berichterstatter für israelische und deutsche Zeitungen und Radiosender tätig ist, wird die Recherchen zu seinem 2017 erschienenen Buch Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete vorstellen. Im Anschluss spricht er mit Pierre Asisi darüber, welche Bedeutung muslimisch-jüdische Verflechtungsgeschichten für die Bildungsarbeit der Gegenwart haben können und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Pierre Asisi leitet bei ufuq.de, einem Träger der freien Jugendhilfe in Berlin, das Projekt „kiez:story“, in dem Jugendliche sich auf die Suche nach Geschichtszeugnissen in ihrem Kiez und familiären Umfeld machen und diese für die Öffentlichkeit darstellen können. Moderation: Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme).

Anmeldung bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 522, E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Eine Veranstaltung der Reihe „Verflechtungen. Rassismen und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“ in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und Teil des Sommerprogramms am „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“.

Donnerstag 22. Oktober 2020 17:00–18:30 Rundgang

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen. Beim Rundgang durch die „Stadthöfe“ werden die Bau- und Nutzungsgeschichte des Stadthauses im Nationalsozialismus, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer thematisiert.

Anmeldung: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Freitag 23. Oktober 2020–Sonntag 25. Oktober 2020 Workshop

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Fotoworkshop mit Mark Mühlhaus

In Kooperation mit verschiedenen KZ-Gedenkstätten veranstaltet Fotograf Mark Mühlhaus (attenzione photographers) seit vielen Jahren Fotoworkshops, in denen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte ehemaliger nationalsozialistischer Lager beschäftigen. Ziel der Workshops ist es, manuelles Fotografieren mit digitalen Spiegelreflexkameras zu lernen und sich durch die Suche nach eigenen Motiven sowohl mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen als auch einen jeweils persönlichen Zugang zu Ort und Thema zu finden. Mehr Informationen zu Ablauf und Anmeldung:

Programm

Anmeldung

Sonntag 25. Oktober 2020 11:00–13:00 Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr. Keine Anmeldung nötig. Wir behalten uns jedoch vor, ggf. die Teilnehmendenzahl zu begrenzen. Heute mit: Ilse Jacob

Sonntag 25. Oktober 2020 12:00–14:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Anmeldung unter info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de

Dienstag 27. Oktober 2020 18:00–20:00 Buchvorstellung

Forum Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756 (S- und U-Bahn Ohlsdorf)

Katharina Jacob – „Widerstand war mir nicht in die Wiege gelegt“

Katharina Jacob, Jahrgang 1907, engagierte sich bereits früh politisch, seit 1928 war sie Mitglied der KPD in Hamburg. 1933 zum ersten Mal verhaftet wegen Verteilung von Flugblättern, verbrachte sie nach dem Urteil ein Jahr in Haft. 1938 wurde sie erneut festgenommen und im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel inhaftiert. Mit ihrem zweiten Mann, Franz Jacob, war sie wesentlich am Aufbau der Widerstandsorganisation der Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe beteiligt, die mehrere Hundert Mitglieder in Norddeutschland umfasste. Der dritten Verhaftung 1944 folgte die Überstellung in das KZ Ravensbrück. Katharina Jacob wurde dort am 30. April 1945 von der sowjetischen Armee befreit. Bis kurz vor ihrem Tod 1989 schrieb Katharina Jacob an ihrer Autobiografie, die über 30 Jahre später endlich erscheint und die Rolle von Frauen im Widerstand beleuchtet. Ilse Jacob (Hamburg), Jahrgang 1942, stellt den präzisen und eindringlichen Bericht ihrer Mutter vor und spricht über ihre Perspektive als Tochter und engagierte Antifaschistin.

Moderation: Herbert Diercks (Hamburg).

Anmeldung:christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de

Flyer

Mittwoch 28. Oktober 2020 18:00–20:00 Rundgang

Info-Pavillon, Lohseplatz, Hafencity, 20457 Hamburg

denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Erkundung eines historischen Ortes

Im Frühjahr 2017 wurde im Quartier Am Lohsepark der neue Gedenkort „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ eingeweiht. Mit ihm erinnert die Stadt Hamburg an über 8.000 Juden, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 1940 und 1945 mit 20 Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Auf dem Rundgang erschließen wir in einer Spurensuche die besondere Topografie der Erinnerung am Deportationsort des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs und am ehemaligen Fruchtschuppen C, in dem die Sinti und Roma vor ihrer Deportation eingesperrt wurden. Am Startpunkt unseres Rundgangs, dem Info-Pavillon „Hannoverscher Bahnhof“, besuchen wir die Ausstellung und informieren über Opfer und Tatbeteiligte der Entrechtung, Ausgrenzung und Deportationen sowie den gesellschaftlichen Umgang nach Kriegsende.

Die öffentliche Führung ist kostenfrei. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Anmeldung: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de.

Die Führungen werden von der HafenCity Hamburg, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Behörde für Kultur und Medien gemeinsam veranstaltet.

Donnerstag 29. Oktober 2020–Freitag 30. Oktober 2020 Tagung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

NS-Verfolgte nach der Befreiung. Ausgrenzungserfahrungen und Neubeginn

Wie erlebten die aus Konzentrationslagern, Gefängnissen und Verstecken befreiten Verfolgten des Nationalsozialismus das Kriegsende? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Bedingungen prägten den Prozess ihrer Rückkehr in ein „normales“ Leben? Welche Faktoren beeinflussten ihre Entscheidungen zur Rückkehr in ihre jeweiligen Herkunftsländer, zum Verbleib an den Orten ihrer Befreiung oder zur Emigration in eine neue Heimat? Welche Formen der Unterstützung erfuhren sie, und mit welchen Hindernissen bzw. fortgesetzten oder neuen Formen der Ausgrenzungen mussten sie zurechtkommen?

Zum 75. Jahrestag der Befreiung möchte diese Tagung ein Forum für wissenschaftliche Zugänge zu den Erfahrungen der NS-Verfolgten nach Kriegsende bieten. In den Blick genommen werden die von Verfolgungskontext, Geschlechtszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit geprägten Nachkriegserfahrungen der Überlebenden, auch und gerade in der Interaktion mit ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld.

Kosten: 20 Euro, erm. 10 Euro (inkl. Snacks).

Anmeldung bis zum 15. Oktober 2020 bei Amina Edzards, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 522,
E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de.

Programm