30.04.2018 Projekt

Kunstprojekt zum Gedenken an die Kinder vom Bullenhuser Damm

Daria Filippova stellt ihr Kunstprojekt auf der Gedenkveranstaltung für die Kinder vom Bullenhuser Damm vor Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2018
Kunstinstallation in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2018
Blick auf das Kunstprojekt Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2018

Jedes Jahr am 20. April gedenken wir der Kinder vom Bullenhuser Damm. Und jedes Jahr denken Schülerinnen und Schüler über kreative Wege nach, wie sie Erinnerung sichtbar machen können.

In diesem Jahr habe ich dieses Kunstprojekt gemacht. Ich beschloß, zuerst über den größeren Kontext nachzudenken und kam zu einigen wichtigen Gedanken.

Erstens, wenn niemand sich erinnert, ist die Geschichte sinnlos. Gedenken bedeutet nicht nur, sich an die Vergangenheit zu erinnern, sondern vielmehr, diese Vergangenheit zu etwas Hilfreichem, ja etwas Nützlichem im eigentlichen Sinne des Wortes zu machen. Der Akt des Erinnerns sollte zeigen, dass diese Tragödie nicht umsonst geschehen ist, sondern Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Menschen, die die Gegenwart gestalten, sollten diese Assoziation haben, während sie mein Kunstprojekt betrachten.

Die Betrachter müssen daran denken, wer sie sind, was ihre eigene Geschichte ist und was sie getan haben, um Gewalt zu verhindern und die heutige Welt zu verbessern. Beobachtet man mein Kunstprojekt und betrachtet die darin enthaltenen Bilder aus der Vergangenheit, spiegelt man sich selbst in den Geschehnissen und nimmt sich als einen aktiven Teil der Ausstellung wahr. Das heißt, der Betrachter selbst spielt eine signifikante Rolle in der Geschichte und in der Erinnerung dieser speziellen Tragödie.

Daria Filippova