Padborg

In Padborg, nahe der deutsch-dänischen Grenze, richtete das dänische Rote Kreuz in Erwartung der möglichen Evakuierung skandinavischer Gefangener und KZ-Häftlinge nach Schweden eine Quarantänestation ein. Die Rettung der skandinavischen Gefangenen war durch Verhandlungen von Graf Folke Bernadotte, dem Vizepräsidenten des Schwedischen Roten Kreuzes, mit dem Reichsführer SS, Heinrich Himmler, möglich geworden. Am 20. April 1945 konnten über 4.000 dänische und norwegische Gefangene aus dem KZ Neuengamme in den „Weißen Bussen“ des Roten Kreuzes nach Dänemark gebracht werden. Ihre erste Station war Padborg. Hier wurden die ehemaligen Häftlinge medizinisch versorgt und erhielten neue Kleidung und etwas zu essen, bevor sie weiter nach Schweden gebracht wurden.

Dem Schwedischen Roten Kreuz gelang es anschließend noch, mindestens 10.000 weitere KZ-Häftlinge zu retten, darunter über 7.000 Frauen aus dem KZ Ravensbrück und etwa 2.000 Frauen aus Außenlagern des KZ Neuengamme. Sie alle wurden zunächst in Padborg versorgt, bevor sie endgültig aus dem deutschen Machtbereich in das neutrale Schweden gebracht wurden.

Zeitraum

April-Mai 1945

Anzahl der Häftlinge

15000

Art der Arbeit

Auftraggeber

Ort

Autobahn A7/E 45 (Richtung Kolding), Abfahrt „Padborg“ direkt hinter der deutsch-dänischen Grenze, von dort ausgeschildert.

Gedenkstätte

Das Museum „Frøslevlejren“ am Ort des ehemaligen Lagers Frøslev informiert in seiner ständigen Ausstellung auch mit zahlreichen Originaldokumenten und Fotos sowie weiteren Ausstellungsstücken (u. a. ein originaler „Weißer Bus“) über die dänisch-schwedische Rettungsaktion im Frühjahr 1945.

Öffnungszeiten:
Februar–November:
Di.–Fr. 9–16 Uhr
Sa. u. So. 10–17 Uhr
18. Juni–10. August: täglich 10–17 Uhr

Kontakt

Frøslevlejrens Museum
Lejrvej 83
6330 Padborg
Dänemark

Tel.: +45 (0) 7467 – 6 55 7
Fax: +45 (0) 7467 – 6 07 7
Homepage: natmus.dk/en/the-froeslev-camp-museum/