Lüneburg (Massaker am 11. April 1945)

Im Lüneburger Bahnhof wurde am 7. April 1945 ein Zug mit ca. 400 nicht „marschfähigen“ Häftlingen aus dem Außenlager Wilhelmshaven (Alter Banter Weg) von alliierten Bombern angegriffen. Mindestens 256 Häftlinge starben bei dem Angriff. Die Überlebenden wurden auf einem Feld gesammelt. Am nächsten Tag brachte die SS etwa 140 von ihnen nach Bergen-Belsen. Die verbliebenen 60 bis 80 zum Teil verletzten Häftlinge wurden am 11. April 1945 in Lüneburg von den Wehrmachtssoldaten, die sie bewachten, und dem einzigen verbliebenen SS Mann, Gustav Alfred Jepsen, ermordet.

Zeitraum

7. April 1945 bis 11. April 1945

Anzahl der Häftlinge

400

Art der Arbeit

Auftraggeber

Ort

Wegbeschreibung

Wegbeschreibung: Der Forst, in dessen nördlichem Teil der Friedhof liegt, heißt „Tiergarten“, die Ausschilderung beginnt in der Elsterallee im Stadtteil Wilschenbruch, 21337 Lüneburg.

Gedenkstätte

Auf dem Friedhof „Tiergarten“ befindet sich ein Gräberfeld für die am 7. April 1945 bei dem Bombenangriff und am 11. April 1945 bei dem Massaker getöteten KZ-Häftlinge. Ursprünglich waren dort 256 Tote bestattet, nach Umbettungen und Überführungen sind es heute 167. 1954 wurde ein Gedenkstein errichtet.

Die Geschichtswerkstatt Lüneburg plant die Eröffnung einer kleinen ständigen Ausstellung in einem historischen Güterwaggon.

Kontakt

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