Hannover-Langenhagen

Werk II der Brinker Eisenwerke in Hannover-Langenhagen Foto: Privatbesitz, vor 1945 (ANg 2014-596)
Das Werk II der Brinker Eisenwerke in Hannover-Langenhagen. Foto: Privatbesitz, vor 1945 (ANg 2014-596)

Ende September/Anfang Oktober 1944 transportierte die SS 500 weibliche Häftlinge nach Hannover. Die Frauen wurden in zwei Abteilungen zur Arbeit in den Brinker Eisenwerken eingesetzt: Im Werk I produzierten sie Munition, im Werk II waren sie in der Produktion von Flugzeugteilen und der Reparatur von Flugzeugen tätig. Die Frauen kamen größtenteils aus Polen. Sie waren beim Warschauer Aufstand verhaftet und über das Durchgangslager Pruszków und das Konzentrationslager Stutthof nach Hannover deportiert worden.

Das Gelände der Brinker Eisenwerke war in den letzten Kriegsmonaten Ziel zahlreicher Bombenangriffe der Alliierten. Anfang Januar 1945 zerstörte ein solcher Angriff auch das Lager in Langenhagen, mindestens zwei Frauen kamen ums Leben. Die Häftlinge wurden daraufhin in das bereits bestehende Frauenaußenlager nach Hannover-Limmer verlegt. Wer Lagerführer des Frauenaußenlagers Hannover-Langenhagen war, ist nicht bekannt.

Zeitraum

2. Oktober 1944 bis Dezember 1944

Anzahl der Häftlinge

500 Weibliche Gefangene

Art der Arbeit

Flugzeugteilebau und Reparatur, Munitionsproduktion

Auftraggeber

Brinker Eisenwerke

Ort

Wegbeschreibung

Hannover-Langenhagen, Am Brinker Hafen (über die Vahrenwalder Straße und die Wohlenbergstraße zu erreichen), 30179 Hannover.

Gedenkstätte

Am 8. Mai 2003 wurde ein auf Initiative der IG Metall Hannover errichtetes Mahnmal am Gelände des ehemaligen Frauenaußenlagers Hannover-Langenhagen eingeweiht.

Kontakt

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