Zu allen Nachrichten der Stiftung: Nachrichten

Zu allen Veranstaltungen der Stiftung: Veranstaltungskalender

28.10.2026 Nachricht

Widerstand revisited. Neue Perspektiven auf Gegner:innen des Nationalsozialismus

Neuer Band der Reihe "Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung" erschienen. Neue Fallstudien zeigen die Bandbreite des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Er war umfangreicher und vielfältiger, als es die öffentliche Wahrnehmung nahelegt.

Mit dem Widerstand hat die Forschung zum Nationalsozialismus zuletzt ein Thema wiederentdeckt, um das es in den vergangenen Jahrzehnten recht still geworden war. Die Perspektive hatte sich stärker in Richtung der Täter*innen gerichtet und der Widerstand war mit der Distanzierung von DDR-Mythen um den antifaschistischen Widerstandskampf bis in die Wissenschaft und in Gedenkstätten hinein diskreditiert worden. Über 35 Jahre nach dem Ende der DDR und geschichtspolitischer Deutungskämpfe in den 1990er-Jahren ist es Zeit für eine kritische Neubewertung des Themas.

In Band 7 der Reihe "Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung" werden neue Ansätze vorgestellt, die sich dem Widerstand aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Dabei wird die ganze Bandbreite des Verhaltens zwischen offenem Widerstand und Selbstbehauptung in den Blick genommen. Zudem werden Gruppen untersucht, die bislang nicht im Fokus der Widerstandsforschung standen, so etwa Sinti:ze und Rom:nja oder auch Menschen, die als sogenannte Asoziale in die Konzentrationslager verschleppt wurden. Eine besondere Rolle spielt dabei die internationale Perspektive. Widerstand wurde vor allem von Nichtdeutschen geleistet – in den besetzten Gebieten, aber auch in den Lagern oder bei der Zwangsarbeit im Deutschen Reich.

Verantwortlicher für diesen Band ist Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Das Heft umfasst ca. 220 Seiten, ca. 40 Abbildungen, und kostet ca. 22 Euro. Es ist im Wallstein-Verlag erschienen.

Der Band ist beim Wallstein Verlag, im Shop in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme vor Ort und auch in unserem Online-Shop erhältlich: Bestellen im Online-Shop der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Der Band versammelt folgende Aufsätze:

  • Janosch Steuwer: Wie der "Widerstand" nach Deutschland kam. Zur Bezeichnung deutscher NS-Gegner:innen vor und nach 1945 

"Widerstand" gehört zu den Kernbegriffen der NS-Forschung. Entsprechend intensiv haben Historiker:innen in den vergangenen 50 Jahren seine Bedeutung und seinen wissenschaftlichen Gebrauch diskutiert. Dass der heute zentrale Begriff bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges kaum verwendet wurde, ist in diesen Diskussionen allerdings weitgehend unbeachtet geblieben. Der Aufsatz plädiert für eine größere begriffsgeschichtliche Sensibilität. Er fragt zunächst danach, welche Bedeutungen und Verwendungen die Ausdrücke "Widerstand" und "Widerstandsbewegung" vor und während des Nationalsozialismus hatten und inwiefern sie zur Bezeichnung von NSGegner:innen verwendet wurden. Anschließend wird nachvollzogen, wie sich »Widerstand« in der frühen Nachkriegszeit im Sprachgebrauch durchsetzte und dabei einen grundlegenden Bedeutungswandel erfuhr: von einem militärischen Ausdruck für organisierte und bewaffnete Gegenwehr im besetzten Europa hin zu einer umfassenden Sammelbezeichnung für unterschiedlichste Formen von Opposition, Dissens und Verweigerung auch in Deutschland. Der Aufsatz macht "Widerstand" damit als ein im Rückblick entstandenes Deutungsmuster sichtbar, das aus den politischen, erinnerungskulturellen und gesellschaftlichen Interessen der Nachkriegszeit hervorging. Er fordert Historiker:innen dazu auf, sich der dem Begriff eingeschriebenen Perspektiven und Erzählmuster bewusst zu werden und nach alternativen Zugängen zu den politischen Gegner:innen des Nationalsozialismus zu suchen, die deren vielfältige historische Selbstverständnisse, Uneinheitlichkeiten und Widersprüche genauer freilegen können, als es die Erinnerungskategorie "Widerstand" vermag.

  • Ricarda Rogalla: Sich der Gewalt undienlich machen. Widerständige Praktiken von Betty Voss und anderen als "asozial" klassifizierten Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück

Der Aufsatz untersucht widerständige Praktiken von Frauen, die im Konzentrationslager Ravensbrück sozialrassistisch als "asozial" klassifiziert und inhaftiert wurden. Während die Forschung bisher vor allem den Widerstand politisch Inhaftierter oder organisierte Formen des Widerstands fokussierte, blieben sowohl sozialrassistisch verfolgte Frauen als auch bestimmte Formen widerständigen Handelns weitgehend unbeachtet. Zugleich wurde den sozialrassistisch Verfolgten und Inhaftierten vielfach mangelnde Moralität, fehlender Kollektivgeist, mangelndes Verantwortungsbewusstsein und fehlendes politisches Bewusstsein zugeschrieben und damit das Vermögen zu Praktiken des Widerstands abgesprochen. Ausgehend von dieser Forschungslücke wird gefragt, inwiefern als "asozial" klassifizierte Frauen der Gewalt der SS und der Aufseherinnen nicht restlos erlagen. Hierzu wird das von Iris Därmann entwickelte Konzept der "Undienlichkeit" als heuristischer Zugang genutzt. Das Konzept ermöglicht, Praktiken sichtbar zu machen, mit denen Subjekte der gewaltvollen Dienstbarmachung durch die SS im Lager aktiv oder passivierend ein Dagegen entgegensetzten, ohne dass damit Widerständigkeit auf organisierte Handlungen verengt oder auf jede Form des Überlebens in der Lagersituation ausgeweitet wird. Anhand der Erzählungen der Überlebenden des KZ Ravensbrück Betty Voss werden Praktiken wie kollektive Nahrungsbeschaffung und körperliche Verweigerung sowie Zeuginnenschaft rekonstruiert. Die Analyse zeigt, dass bestimmte Formen widerständigen Handelns durch einen voraussetzungsreichen Widerstandsbegriff nicht erfassbar sind und zusätzlich durch historische Zuschreibungen gegenüber als "asozial" Inhaftierten überlagert werden. Der Aufsatz verweist damit auf die Bedeutung präziser analytischer Begriffe für die Sichtbarkeit von Widerständigkeit in den Gewalträumen der nationalsozialistischen Lager.

  • Franziska Mendler: "Ich habe immer den festen Willen in mir gehabt". Sinti:ze und Rom:nja im KZ Buchenwald – Selbstbehauptung und Solidarität

Mehr als 3600 Sinti:ze und Rom:nja wurden von 1938 bis 1945 in das KZ Buchenwald und dessen Außenlager verschleppt. Der Aufsatz widmet sich dieser bisher wenig erforschten Häftlingsgruppe im KZ Buchenwald. Dabei stehen die Aspekte Selbstbehauptung und Solidarität, die als Gegenwehr zu der von der SS intendierten Entmenschlichung der Häftlinge und damit als Widerstand in einem weiteren Sinne anzusehen sind, im Mittelpunkt. Die SS ordnete Sinti:ze und Rom:nja in der Regel der Häftlingskategorie »ASR« (»Arbeitsscheu Reich«) zu. Sie standen damit auf der untersten Stufe der von der SS vorgenommenen rassistischen Hierarchisierung der Häftlinge. Trotz der dadurch bedingten schlechteren Lebens- und Arbeitsbedingungen und geringeren Überlebenschancen entwickelten Sinti:ze und Rom:nja während ihrer Haft im KZ Buchenwald Überlebensstrategien und Formen von Selbstbehauptung, die sich auch in Berichten Überlebender finden. Analysiert wird, inwieweit das in diesen Berichten geschilderte Handeln von Sintize und Rom:nja als widerständiges Verhalten eingeordnet werden kann. Als Teil der heterogenen Zwangsgemeinschaft im Konzentrationslager war die Häftlingsgruppe der Sinti:ze und Rom:nja nicht vollständig isoliert und kam mit anderen Häftlingen und Häftlingsgruppen in Kontakt. Daher wird auch er Frage nachgegangen, ob es Solidarität gegenüber Sinti:ze und Rom:nja vonseiten anderer Häftlinge gegeben hat und in welchen Grenzen diese
möglich war.

  • Cornelia Shati-Geissler: Zeugnis ablegen. Der vergessene Widerstand jüdischer Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen am 22. Oktober 1942

Am 22. Oktober 1942 wehrte sich eine Gruppe von achtzehn jüdischen Häftlingen gegen ihre, wie sie befürchteten, Erschießung im Konzentrationslager Sachsenhausen. Tatsächlich, für die jungen Männer aber nicht ersichtlich, hatte die Lagerleitung für diesen Tag jedoch nicht ihren Mord im Lager selbst, sondern die Deportation der Juden aus Sachsenhausen in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz angesetzt. In dem Aufsatz wird dieser für die deutschen Konzentrationslager beispiellose offene und unbewaffnete Gruppenwiderstand rekonstruiert und nach Gründen für das weitgehende Vergessen dieses Widerstands gefragt. Der Widerstand, so die Annahme, wurde von dem Wunsch der Beteiligten getragen, ihre Gegenwehr vor den anderen Häftlingen zu bezeugen, sowie durch ihre Annahme, in Sachsenhausen ermordet zu werden. Der Widerstand wird zudem als ein Akt jüdischen Widerstands vorgestellt, der bei einigen Teilnehmenden (auch) politisch begründet war. Zum weitgehenden Vergessen des Widerstands wird auch das Fehlen von Täterdokumenten über das Ereignis für einen Quellenvergleich beigetragen haben, insbesondere vor dem Hintergrund der lange bestehenden Vorbehalte in der deutschen Geschichtsschreibung gegenüber Selbstzeugnissen. Berichte über die Gegenwehr der achtzehn jüdischen Häftlinge am 22. Oktober 1942 liegen nur von den Beteiligten selbst sowie von Häftlingen, die den Protest miterlebt haben, vor. Auch um das Beschweigen des Widerstands durch die SS nicht fortzusetzen, ist es notwendig, diesen Akt jüdischen Widerstands – und damit von Agency und Zeugnisablegen jüdischer Häftlinge – wieder ins Gedächtnis zu rufen.

  • Maximilian Schulz: Der Häftlingsaufstand im KZ-Außenlager Mülsen St. Micheln am 1. Mai 1944 

Angetrieben von ihrem Wunsch zur Flucht legten in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai 1944 sowjetische Häftlinge im Außenlager Mülsen St. Micheln des KZ Flossenbürg Feuer. Mit dem Entzünden ihrer Strohsäcke in den geschlossenen Kellerräumen einer zur NS-Zwangsarbeit umfunktionierten Textilfabrik setzten sie sich gegen die katastrophalen Arbeits- und Existenzbedingungen zur Wehr. Schnell entwickelten sich die Flammen zu einem Inferno, und die SS-Bewacher reagierten mit äußerster Brutalität auf den Ausbruchversuch. Nur wenige Häftlinge überlebten. Neben lokalen und situativen Faktoren ist für dieses Ereignis besonders die Gruppe der sowjetischen Häftlinge von Bedeutung, denn sie wurde für den gewaltsam niedergeschlagenen Aufstand verantwortlich gemacht. In diesem Aufsatz werden Ursachen, Ablauf und Folgen des Aufstands umrissen und erstmals auch beteiligte Häftlinge – in das KZ-System überstellte sowjetische Zwangsarbeiter – exemplarisch vorgestellt. Zwar bildeten die sowjetischen KZ-Häftlinge nicht die Gesamtheit der Gefangenen im Außenlager Mülsen St. Micheln, ihr Handeln ist jedoch innerhalb des Lagerkomplexes Flossenbürg beispiellos und einer der seltenen Akte aktiven physischen Widerstands in Konzentrationslagern.

  • Tila de Almeida Mendonça: Das Studium der Humanmedizin im Warschauer Ghetto. Eine Fallstudie zu Bildung als Form von Widerstand 

Von der nationalsozialistischen Besatzung Polens wurden die Hochschulen verboten und geschlossen. Dennoch setzten die Universitäten ihre Arbeit im Untergrund fort, bildeten Tausende Studierende aus und führten wissenschaftliche Forschungen weiter. Auch Fakultäten der Universität Warschau organisierten sich eigenständig, verteilten ihre Aktivitäten über die gesamte Stadt und konnten ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit erfolgreich vor den deutschen Besatzer:innen verbergen. Die Medizinische Fakultät war dabei sowohl innerhalb als auch außerhalb des Warschauer Ghettos tätig. Gestützt auf Berichte von Beteiligten aus der Nachkriegszeit sowie auf Oral-History-Interviews aus den 1980er-Jahren werden im Aufsatz Aktivitäten der Medizinischen Fakultät im Warschauer Ghetto unter der Frage betrachtet, inwieweit Forschung, Lehre und Ausbildung als Formen intellektuellen, humanitären und praktischen Widerstands verstanden werden können, und zwar auch dann, wenn die Beteiligten diesen Begriff nicht selbst verwenden. Die Untersuchung verbindet hierbei begriffsanalytische mit historisch-kontextuellen Ansätzen und versteht sich als Beitrag zur Reflexion des Widerstandsbegriffs im Kontext der Shoah. Sie zeigt, dass die medizinische Ausbildung im Ghetto Überlebensstrategie und unbewaffneter Widerstand gegen die nationalsozialistische Verfolgung zugleich war.

  • Natalie Reinsch: Widerständiges Handeln deutscher und tschechischer Swing-Fans

In Deutschland und in der Tschechoslowakei bildete sich im Zuge der Jazzbegeisterung ab Mitte der 1930er-Jahre eine jugendliche Subkultur heraus, die sich in losen Swing-Communities zusammenfand. Die jugendlichen Swing-Fans orientierten sich in Mode und Habitus an ihren US-amerikanischen Vorbildern und grenzten sich damit deutlich von der Uniformierung der Hitler-Jugend ab. In der Forschung wird die »Swing-Jugend« zum Jugendwiderstand gezählt. Der Aufsatz stellt auf Grundlage der von Detlev Peukert entwickelten Formen abweichenden Verhaltens – von Nonkonformität über Verweigerung und Protest bis hin zu Widerstand – das Handeln der deutschen und tschechischen Swing-Fans dar. Das NS-Regime diffamierte und bekämpfte Jazzmusik und Swing-Tanz aufgrund seiner afroamerikanischen Wurzeln. In der NS-Propaganda vermischten sich dabei Rassismus gegen Schwarze mit Antisemitismus und dem Vorwurf sexueller Zügellosigkeit. In Deutschland wurde Jazz im Rundfunk verboten. Auch im annektierten Protektorat Böhmen und Mähren versuchte das NS-Regime, Jazz und Swing zurückzudrängen. Es gab im Protektorat jedoch mehr Freiräume, insbesondere war die Besatzungsmacht toleranter gegenüber tschechischen Swing-Fans, den Potápky und Bedly. Während deutsche Swing-Jugendliche verfolgt und teils in Konzentrationslager eingewiesen wurden, tolerierte die Besatzungsmacht das Auftreten der Potápky. Deutsche Jugendliche sollten sich der "Volksgemeinschaft" unterordnen, tschechische Jugendliche sollten aus Sicht des NS-Regimes als Zwangsarbeiter:innen in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden.

  • Alina Bothe: Unbeobachtete, heimliche und widerständige Fotografien der Deportationen aus dem Deutschen Reich 1940-1943

Mehr als 200 000 Menschen sind zwischen 1938 und 1945 aus dem Deutschen Reich verschleppt worden. Die Deportationen fanden “vor aller Augen” (Klaus Hesse) statt, mitten in Städten und Orten. Zahlreiche Deportationen sind fotografiert worden, überwiegend von Täter:innen. In seltenen Fällen entstanden auch Aufnahmen, die unbeobachtet, heimlich oder widerständig angefertigt wurden. Basierend auf dem im Projekt "LastSeen. Bilder der NS-Deportationen" zusammengetragenen Korpus führt der Aufsatz in diese Fotografien ein und erörtert die Unterschiede zwischen unbeobachteten, heimlichen und widerständigen Fotografien.

  • Kolja Buchmeier: "Verbotener Umgang" als Widerstand? Nonkonformität und Denunziation in der Provinz Mark Brandenburg 1939-1945 

Der Aufsatz untersucht Fälle von "verbotenem Umgang" zwischen deutschen Frauen und ausländischen Zwangsarbeitskräften in der Provinz Mark Brandenburg während des Zweiten Weltkrieges und erörtert, ob solche Beziehungen als Ausdruck nonkonformen Verhaltens verstanden werden  können. Grundlage der Analyse sind Strafverfahrensakten aus der NS-Zeit sowie Verfahren aus der frühen Nachkriegszeit nach dem Befehl Nr. 201 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) vom 16. August 1947, die teilweise dieselben Fälle aus entgegengesetzten Perspektiven – als Verfolgung durch den NS-Staat einerseits und als Ahndung nationalsozialistischer Verbrechen andererseits – dokumentieren. Nach einer kritischen Einordnung der beiden Quellenbestände werden vier Fälle "verbotenen Umgangs" aus alltagsgeschichtlicher Perspektive näher betrachtet. Die deutsche Zivilbevölkerung hatte bei der Durchsetzung der rassistischen Umgangsverbote eine bedeutende Rolle, da Denunziationen aus dem privaten und beruflichen Umfeld der Verfolgten eine wichtige Voraussetzung für die polizeilichen Ermittlungen waren. Zugleich setzten sich Menschen aber bewusst über die strengen Kontaktverbote hinweg, sei es aus Pragmatismus, aus Mitgefühl, aus Zuneigung oder aus einem Aufbegehren gegen die rassistische Ordnung. Ebenso nutzten auch Zwangsarbeitende ihre begrenzten Handlungsspielräume, tauschten Waren, suchten menschliche Nähe bis hin zur gemeinsamen Flucht mit der deutschen Frau, zu der sie Kontakt gefunden hatten. Die analysierten Beispiele verdeutlichen zwar, dass "verbotener Umgang" kein organisierter Widerstand war, aber doch Momente von Menschlichkeit und Eigensinn in einem repressiven System offenbarte.