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22.05.2026 Projekt
Kurz und knapp wird mit den neuen Filmen von Studierenden der HAW Kiel ein Eindruck vermittelt, worum des an den historischen Orten geht und warum es lohnt die Gedenkstätten und Lernorte zu besuchen.
Zur Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen gehören sechs Gedenkstätten und Lernorte – alle befinden sich an jeweiligen den historischen Orten und erzählen komplexe Geschichten. Sie sind Sachzeugen von Ausgrenzung, Verfolgung, und Deportationen. Die Ausstellungen erzählen die individuellen Biografien der Opfer, blicken aber auch auf das Verfolgungssystem und die Rollen der Täter*innen.
Doch wie lassen sich die Orte und ihre Geschichte vermitteln? Wie kann man Zuschauer*innen zeigen, warum sich ein Besuch lohnt? Und wie stellt man einen Gedenkort in nur 60 Sekunden vor?
Dieser Herausforderung haben sich Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel im Studiengang Multimedia Production gestellt. Im Rahmen des Moduls „Corporate Video in der Öffentlichkeitsarbeit“ produzierten sie Videos zu fünf der Gedenkorte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Entstanden sind sowohl 60-sekündige Porträts im Querformat (abrufbar auf Youtube), als auch Videos im Hochformat für die Social Media-Plattform Instagram – angepasst an die Sehgewohnheiten in den Sozialen Medien. Die Videos stellen die Orte vor und vermitteln zugleich die wichtigsten Informationen für Besucher*innen. Teil der Videos sind auch Interviews mit Mitarbeiter*innen der Gedenkorte, die ihre Perspektive vermitteln.
Die Videos sind im Laufe eines intensiven Semesters entstanden, die Studierenden lernten zunächst die Gedenkorte sowie die digitale Strategie der Stiftung kennen, bevor es in Teams an die Entwicklung eines Konzepts sowie an die Dreharbeiten und den Schnitt ging. In diesem Prozess ist auch die Idee entstanden mithilfe einer grafischen Klammer die Videos miteinander zu verbinden. Dozent Christian Mertens, Regisseur und an der HAW Kiel Lehrkraft für besondere Aufgaben für AV-Produktion beschreibt das Projekt so: „Gute filmische Kommunikation erfordert technisches Können und kluge Konzepte. Doch darüber steht die ethische Frage: Wofür nutzen wir unsere erzählerischen Fähigkeiten? Ich ermutige meine Studierenden, sich für Demokratie und Menschenwürde einzusetzen. Die Schauplätze unserer Filme führen uns nämlich schonungslos vor Augen, was passiert, wenn wir das nicht tun.“
Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit der Stiftung mit der HAW Kiel. 2025 haben Studierende Filme über dänische Künstler, die im KZ Neuengamme inhaftiert wurden, realisiert. Aus den Filmen entstand die Ausstellung: „Neu gesehen. Multimedia-Arbeiten über dänische Zeichner im KZ Neuengamme“.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Teilnehmenden des Moduls "Corporate Video in der Öffentlichkeitsarbeit" für das Engagement, die gute Zusammenarbeit und die Ergebnisse.
Die Reels werden ab heute (in einem zweitägigen Turnus) auf dem Instagram-Kanal @neuengamme.memorial ausgespielt, auf Youtube sind alle fünf ab heute abrufbar:
Video zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Video zum Geschichtsort Stadthaus
Video zum denk.mal Hannoverscher Bahnhof
Video zur Gedenkstätte Bullenhuser Damm
Video zur Gedenkstätte Fuhlsbüttel
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