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01.09.2025 Veranstaltung
Barbara Brix (84) ist Tochter eines NS-Täters, Bernhard Esser (81) stammt aus einer Verfolgtenfamilie. Die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland besorgt beide sehr. Gemeinsam berichten sie aus diesem Grund vor Schulklassen über ihre Familiengeschichten und den gemeinsamen Kampf gegen den Rechtsextremismus.
Barbara Brix: „Wir haben unvereinbare Familiengeschichten, die uns eigentlich trennen müssten. Unsere Väter gehörten entgegengesetzten Lagern an, die sich unerbittlich bekämpften. Aber Bernhard und ich sind gute Freunde und berichten Seite an Seite, was unsere Väter im Nationalsozialsimus erlebt, erlitten und angerichtet haben.“
Bernhard Esser: „Wir wollen euch zeigen, wie wichtig es ist, zu verhindern, dass die Rechten jemals wieder an die Macht kommen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Wir müssen unsere Demokratie und Freiheitsrechte verteidigen und gegen das Vergessen, Verharmlosen und Leugnen ankämpfen.“
Barbara Brix (84) ist Tochter von Dr. Peter Kroeger, Arzt der Einsatzgruppe C. Vier nationalsozialistische Einsatzgruppen, zusammengesetzt aus Polizei und SS, ermordeten innerhalb von drei Jahren etwa 1,3 Millionen Menschen in Osteuropa. Die NS-Geschichte ihres Vaters, den sie sehr liebte und als nachdenklichen, zugewandten und diskussionsfreudigen Menschen kannte, erfuhr Barbara Brix eher zufällig im Alter von 65 Jahren. Seitdem beschäftigt sie sich mit seinen Aktivitäten im Krieg und mit ihrer eigenen Familiengeschichte.
Barbara Brix engagiert sich im Vorstand des Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. Mehr zu Ihrer Familiengeschichte in einem Artikel in Der Spiegel: Nazi Eltern: Vater als Arzt bei den SS-Einsatzgruppen.
Bernhard Esser (81) stammt aus einer kommunistischen Hamburger Widerstandsfamilie. Der Großvater war KPD-Reichstagsabgeordneter, sein Vater Rudolf Esser überlebte das KZ Neuengamme, sein Onkel Alwin Esser wurde von der SS im KZ Fuhlsbüttel erschlagen. Geprägt durch seine Familiengeschichte arbeitete Bernhard Esser lange im Besucherservice der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, obwohl sein Vater zu Lebzeiten Sorge vor dem Wiedererstarken von Nazis geäußert und Angst um seinen Sohn hatte. Bernhard Esser engagiert sich im Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und beim Ort der Verbundenheit (Artikel in der taz: Bernhard Esser über neuen KZ-Gedenkort: „Gedenken ist Handeln“).
Barbara Brix und Bernhard Esser kommen zu Ihnen in die Klasse.
Voraussetzungen
Organisatorisches
Ablauf
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