08.11.2018 Gedenkveranstaltung

Niederländische und französische Amicale in der Gedenkstätte Neuengamme

Die Amicale de Neuengamme et de ses Kommandos am ehemaligen Standort des Krematoriums Foto: Katharina Hertz-Eichenrode, 2018
Begrüßung der Delegationen durch Dr. Garbe Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2018
Zeremonie der Stichting Vriendenkring Neuengamme mit Martine Letterie am internationalen Mahnmal Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2018

Am 2. November 2018 besuchten Delegationen aus den Niederlanden und aus Frankreich anlässlich ihrer Gedenkreisen („pèlerinage“) die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Jean-Michel Gaussot, Präsident der Amicale Internationale KZ Neuengamme, und die Vorsitzenden der Stichting Vriendenkring Neuengamme, Martine Letterie, und der Amicale de Neuengamme et de ses Kommandos, Jean-Michel Clère, begleiteten die Gruppen. Insgesamt beteiligten sich ca. 100 Personen an den Pèlerinagen.

Unter den Mitreisenden waren viele Angehörige von ehemaligen KZ-Häftlingen, die die Gelegenheit nutzten, im Archiv der Gedenkstätte um Auskunft zu ihren Angehörigen zu bitten. Die niederländische Gruppe wurde zudem von einer Gruppe von 22 Studierenden der Universität Zwolle begleitet und in der Gedenkstätte fand eine Lesung aus Familiengeschichten der niederländischen Gruppe statt. Die Fahrt führte jedoch nicht nur in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, wo beide Delegationen sich trafen, sondern auch zu weiteren Orten – beide Delegationen besuchten die Gedenkstätte Bullenhuser Damm – ein Ort, der u.a. an die Ermordung von 20 jüdischen Kindern erinnert, darunter auch zwei französische Kinder und ein niederländisches Geschwisterpaar. Die Reisegruppe der Stichting Vriendenkring Neuengamme besuchte auch die Gedenkstätte Fuhlsbüttel und das denk.mal Hannoverscher Bahnhof und das niederländische Ehrenfeld am Ohlsdorfer Friedhof; die französische Amicale de Neuengamme suchte das Massengrab von getöteten KZ-Häftlingen auf dem Friedhof Tiergarten in Lüneburg auf, besuchte außerdem die Gedenkstätten Bergen-Belsen, Salzgitter, Wolfsburg-Fallersleben und Lübeck. In Neuengamme gab es eine gemeinsame Begrüßung durch die Gedenkstättenleitung, Führungen über das Gelände sowie Zeremonien am internationalen Mahnmal und am ehemaligen Standort des Krematoriums. Blumen wurden zum Gedenken auch im Haus des Gedenkens und an einigen individuellen Gedenksteinen abgelegt.