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16.11.2025 Gedenkveranstaltung

Gedenken anlässlich des Volkstrauertages

Am heutigen Sonntag, den 16. November 2025, fand anlässlich des Volkstrauertages eine der Hamburger Gedenkveranstaltungen an die Opfer von Krieg und Gewalt in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt.

Die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Carola Veit, und die Senatorin für Gesundheit, Soziales und Integration, Melanie Schlotzhauer, legten am Internationalen Mahnmal der KZ-Gedenkstätte Neuengamme einen Kranz nieder. Ebenso taten dies Vertreter*innen der Amicale Internationale KZ Neuengamme und von Hamburger Opferverbänden, sowie des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, von Konsulaten, Parteien und weiteren Institutionen. Anschließend sprach Melanie Schlotzhauer.

Stefanie Soltek, Nachkommin von Max Albin Neubert, der als Homosexueller im KZ Neuengamme inhaftiert und ermordet wurde, hatte eine Rede vorbereitet, die von Ansgar Karnatz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) vorgelesen wurde. Die Rede schilderte das Leben ihres Verwandten. Das Projekt "Welche Stimme haben wir?", in dem sie als Angehörige in einen Austausch mit anderen von NS-Verfolgung betroffenen Angehörigen als auch mit jungen Menschen kam, motivierte sie, über die eigene Familiengeschichte zu sprechen und erinnerte sie daran, dass vielfältige Lebensweisen bis heute bewahrt und verteidigt werden müssen.

Rede von Stefanie Soltek

Im Anschluss an das Gedenken in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme wurden am Mahnmal St. Nikolai Kränze niedergelegt. Neben Worten des Gedenkens gab es eine künstlerische Tanzperformance. Abschließend fand am Nachmittag die zentrale Gedenkstunde in der Hauptkirche St. Michaelis statt, bei der Carola Veit zur Erinnerungskultur in Hamburg 80 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur sprach. Der Autor, Journalist und Musiker Reinhold Beckmann hielt die Gedenkrede.