20.09.2017 Bericht, Ausstellung

Einblicke in die Forschungs- und Vermittlungsarbeit

Der Alsterpavillon als Postkartenmotiv, nicht datiert (1920er-Jahre) Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Lisa Herbst Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2017
Portraitfoto von Lisa Herbst
Marcin Schink Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme (ÖA), 2017
Portraitfoto von Marcin Schink

Über die kommende Rathausausstellung im Januar 2018 und ihre Aufgaben in der Gedenkstätte berichten die wissenschaftliche Volontärin Lisa Herbst und der Praktikant Marcin Schink.

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus bereitet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme jedes Jahr im Januar eine Ausstellung im Hamburger Rathaus vor. Das Thema der Ausstellung 2018 lautet „Rund um die Alster. Hamburger Geschichte im Nationalsozialismus“. In der Ausstellung wird es einerseits um die Geschichten bekannter Gebäude rund um die Binnen- und Außenalster gehen, andererseits aber auch um die Industriebetriebe am Osterbek-, Barmbeker Querkanal und Goldbekkanal, um Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und Widerstand. Bis zur Eröffnung der Ausstellung ist noch einiges zu tun: Bilder, Quellen und inhaltliche Fragen müssen recherchiert und geklärt werden. 

Im Rahmen eines zweieinhalb monatigen Praktikums steht seit dem 17. Juli 2017 der Student Marcin Schink bei den anfallenden Aufgaben für die Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme helfend zur Seite. Um den Horizont in seinem Interessensgebiet der Erinnerungskultur/-politik zu erweitern, sammelt er neben dem Studium zur Geschichte und Politikwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen erste berufsqualifizierende Praxiserfahrung in der Gedenkstättenarbeit. Zu seinem Aufgabenfeld gehört neben der Recherche- und Archivarbeit auch die Erstellung einer eigenen Tafel über die Erinnerung an den Widerstand in Hamburg 1933-1945. Außerdem unterstützt er die Gedenkstätte bei der Übersetzung eines Audio-Podcasts vom Deutschen ins Polnische.

Seit dem 1. September unterstützt Lisa Herbst das Ausstellungsteam. Für zwei Jahre wird sie als wissenschaftliche Volontärin in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme arbeiten. Zuvor beendete sie ihr Masterstudium Modern Judaism and Holocaust Studies an der Freien Universität Berlin und möchte nun mit dem Volontariat ihre gesammelten Erfahrungen in diversen Praktika und studentischen Jobs vertiefen, neue Erfahrungen in der Gedenkstättenarbeit sammeln und eigene Ideen einbringen. Für die Realisierung der Ausstellung übernimmt sie Recherche- und Archivarbeiten und hilft bei der künftigen organisatorischen Planung und Umsetzung der Ausstellung. Neben der Realisierung der Rathausausstellung wird sie in den kommenden Jahren in weiteren Projekten der Gedenkstätte mitwirken, u.a. den Gedenkfeierlichkeiten rund um den 3. Mai.