21.04.2021 Ausstellung

Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Überlebt! Und nun?

Die Ausstellung "Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung" ist nach der Wiedereröffnung der Museen und Gedenkstätten die erste Sonderausstellung, die in der KZ-Gedenkstätte gezeigt wird. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung?

Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren brachte den Verfolgten des Nationalsozialismus die lang ersehnte Befreiung. Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Viele, die in Hamburg waren, hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Unterstützung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? 

Neben verfolgten Hamburgerinnen und Hamburgern werden in der Ausstellung Menschen präsentiert, die nach Hamburg verschleppt worden waren, etwa als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter oder als Häftlinge des KZ Neuengamme und seiner Außenlager – unabhängig vom Ort ihrer Befreiung. Immer wieder wird deutlich, dass die Rückkehr in ein "normales" Leben für die Überlebenden oft ein schwieriger Prozess war. Nicht für alle bedeutete die Befreiung auch ein Ende der Not.

Die Ausstellung kann bis zum 19. September 2021 besucht werden. Hinweis zu aktuellen Besuchsregelungen

Flyer

Am 27. April 2021 haben wir die Ausstellung auf digitalem Weg eröffnet – mit einer virtuellen Führung durch die Ausstellung und einem Vortrag von Prof. Dr. Christa Paul (Northern Business School) über die Situation von als „asozial“ verfolgten KZ-Häftlingen nach ihrer Befreiung in Hamburg. Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie hier nachsehen: Ausstellungseröffnung