21.04.2021 Ausstellung

Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Überlebt! Und nun?

Die Ausstellung "Überlebt! Und nun? NS-Verfolgte in Hamburg nach ihrer Befreiung" wird nach der Wiedereröffnung der Museen und Gedenkstätten die erste Sonderausstellung sein, die in der KZ-Gedenkstätte gezeigt wird. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen und Lebensumständen der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung in Hamburg. Wie erging es ihnen in den Wochen und Monaten nach ihrer Befreiung?

Am 27. April 2021 um 17.00 Uhr eröffnen wir die Ausstellung auf digitalem Weg – mit einer virtuellen Führung durch die Ausstellung und einem Vortrag von Prof. Dr. Christa Paul (Northern Business School) über die Situation von als „asozial“ verfolgten KZ-Häftlingen nach ihrer Befreiung in Hamburg. Eine vorab-Anmeldung für die online-Veranstaltung ist nötig über www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender .

Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 76 Jahren brachte den Verfolgten des Nationalsozialismus die lang ersehnte Befreiung. Tausende Häftlinge des KZ Neuengamme waren kurz vor der Ankunft der britischen Truppen aus der Stadt gebracht worden. Viele, die in Hamburg waren, hatten den nationalsozialistischen Terror nur um Haaresbreite überlebt, waren ausgezehrt, schwer krank und besaßen nur noch, was sie auf dem Leib trugen. Wo konnten sie Unterstützung erhalten? Wie sollten sie nach Hause kommen? Hatten sie überhaupt noch ein zu Hause? Und waren ihre Angehörigen noch am Leben? 

Neben verfolgten Hamburgerinnen und Hamburgern werden in der Ausstellung Menschen präsentiert, die nach Hamburg verschleppt worden waren, etwa als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter oder als Häftlinge des KZ Neuengamme und seiner Außenlager – unabhängig vom Ort ihrer Befreiung. Immer wieder wird deutlich, dass die Rückkehr in ein "normales" Leben für die Überlebenden oft ein schwieriger Prozess war. Nicht für alle bedeutete die Befreiung auch ein Ende der Not.

Bitte beachten Sie, dass die Ausstellung erst nach Ende der pandemiebedingten Schließung der Museen und Gedenkstätten, dann voraussichtlich bis zum 22. August 2021 besucht werden kann. 

Flyer