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09.10.2026 Ausstellung

Ausstellung „70 Jahre Luxemburger Abkommen. Nicht erreichbar – nicht abschließbar: Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts“

Die Wanderausstellung, die in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt wird, stellt den Prozess der Wiedergutmachungspolitik gegenüber jüdischen NS-Verfolgten dar.

Die Ausstellung zeigt auf neun großen Ausstellungswürfeln die Geschichte jüdischer materieller Ansprüche nach der Shoah sowie die deutschen Bemühungen, Verantwortung für die Verbrechen im Nationalsozialismus zu übernehmen. Die Betroffenen, die Überlebenden des Holocaust, stehen dabei im Mittelpunkt der Ausstellung. Die Ausstellung macht deutlich, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht im Wortsinn „wiedergut-gemacht“ werden können. Die Bemühungen zum Wohle der Opfer aber dürfen nicht enden.

Die zweisprachige Ausstellung (deutsch/englisch) wird in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ergänzt durch Tafeln zu den Enteignungen von Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Romnja in Hamburg sowie Informationen zum Prozess der Entschädigungen in Hamburg. Heute forschen auch Nachkomm*innen dieser Verfolgten zu ihrer Familiengeschichte und begeben sich aktiv in die Erinnerungsarbeit. Ihre Auseinandersetzungen sind eine Form der Aneignung, in der es nicht mehr nur um finanzielle Kompensation, sondern um die Rückforderung von Deutungshoheit und geraubter Geschichte geht.  Zwei Projekte zum heutigen Engagement von Nachkomm*innen ehemals Verfolgter ergänzen die Wanderausstellung.

Die Ausstellung wird in den ehemaligen Walther-Werken in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt und ist zu den Öffnungszeiten der Gedenkstätte zu sehen (Mo-Fr 9.30-16 Uhr; Sa-So, Feiertage 10-17 Uhr).

Die Ausstellungseröffnung am 25. Oktober 2026 findet anlässlich der Erinnerung an den 85. Jahrestag der ersten Deportationen vom Hannoverschen Bahnhof in Hamburg statt.

Eine Wanderausstellung des Bundesministeriums der Finanzen und der Claims Conference unter Mitwirkung des Knesset-Museums des israelischen Parlaments. Sie wurde erstmals 2022 im Deutschen Bundestag zum 70. Jahrestag des Abkommens gezeigt. Darauf folgten 13 Stationen der Wanderausstellung „70 Jahre Luxemburger Abkommen“ mit bisher 350.000 Besuchern.

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