Foto: Assoziativer Bildeinstieg. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2014.
Assoziativer Bildeinstieg. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2014. (ANg 2014-512)

Studientage

Ein Studientag für Erwachsenengruppen besteht aus einer thematischen Einführung, dem Besuch der Ausstellungen und des Geländes sowie der Vertiefung eines Schwerpunktthemas in Kleingruppen im Studienzentrum oder im Offenen Archiv. Fotos, Dokumente, Filme, Bücher und weitere Materialien stehen hierfür bereit. Arbeitsergebnisse können gestaltet, präsentiert und diskutiert werden. Der Studientag plus ermöglicht die Vertiefung spezifischer Fragen und seminaristische Formen des Arbeitens. Neben Studientagen zum Handeln von Berufsgruppen und Institutionen im Nationalsozialismus gibt es einführende Studientage, außerdem Studientage zu einzelnen Ländern sowie zu Fragen der Erinnerungskultur und des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Holocaust und der nationalsozialistischer Verfolgung. Schwerpunkte können individuell abgesprochen werden. 

Studientag
Dauer: 6 Stunden
Kosten für Erwachsene: 90 Euro pro Gruppe

Studientag plus
Dauer: 7 Stunden
Kosten für Erwachsene: 100 Euro pro Gruppe

Auswahl thematischer Studientage:

Ökonomie der Zwangsarbeit: Dimensionen der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und die Entschädigungspraxis nach Kriegsende

Der Studientag widmet sich den Dimensionen von Zwangsarbeit während der nationalsozialistischen Herrschaft, stellt Betroffene und Profiteure vor und problematisiert die jahrzehntelang ausgebliebene Entschädigung von Zwangsarbeit sowie den politischen Umgang mit den ehemaligen ZwangsarbeiterInnen insbesondere aus Ost- und Südosteuropa nach 1945.

Dauer: Nach Absprache 6-stündig oder dreitägig.

Die Rettung der skandinavischen Häftlinge durch die Aktion „Weiße Busse“

Der Studientag richtet sich an MultiplikatorInnen in der Jugend- und Erwachsenenbildung und andere interessierte Gruppen. Ziel ist die Vermittlung historischer Kenntnisse und unterschiedlicher Perspektiven auf die „Aktion Weiße Busse“ genannte Rettung der dänischen und norwegischen KZ-Häftlinge durch das Schwedische und Dänische Rote Kreuz kurz vor Kriegsende sowie deren Verarbeitung in den Erinnerungskulturen der verschiedenen beteiligten Länder.

Dauer: 7 Stunden, nach Absprache auch zweitägig.

Die Situation der sowjetischen Kriegsgefangenen im KZ Neuengamme

Die deutsche Wehrmacht nahm von 1941 bis 1945 insgesamt 5,7 Millionen Angehörige der Roten Armee gefangen, von denen etwa 3,3 Millionen ermordet wurden - durch Wehrmacht , Gestapo, SD und SS. Schwerpunkt des Studientages bilden sowjetische Kriegsgefangene, die aus den Kriegsgefangenenlagern der Wehrmacht in der Lüneburger Heide in das KZ Neuengamme überstellt wurden - einige zur sofortigen Ermordung, andere zum Zwangsarbeitseinsatz.

Dauer: 6-stündig.

Gedenkort Hannoverscher Bahnhof – zur Geschichte der Deportation von Juden, Sinti und Roma aus Hamburg

Der Studientag setzt sich zum einen mit der Geschichte der Entrechtung und Verfolgung von Juden, Sinti und Roma auseinander und thematisiert zum zweiten die Entwicklungen im Entstehungsprozess des Gedenkortes "Denk.mal Hannoverscher Bahnhof" sowie aktuelle Debatten zur Erinnerungskultur.

Dauer: Nach Absprache 6-stündig oder zweitägig.

Mehr Information

Erwachsenengruppen bieten wir darüber hinaus verschiedene Studientage zum Handeln von Institutionen im Nationalsozialismus und weitere thematische Fortbildungen und Seminare an.