Foto von Schülerinnen, die ihre Ergebnisse präsentieren. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2013.
Schülerinnen präsentieren ihre Ergebnisse. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2013. (ANg 2014-516)

Projekttage

Recherche in der Hauptausstellung. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009. (ANg 2014-517)
Foto von Schülern bei der Recherche in der Hauptausstellung. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009.

Pädagogische Angebote in der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme haben einen Schwerpunkt in der Geschichte des Ortes als KZ und als Gedenkstätte. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Schicksale der Häftlinge gelegt, aber auch auf die Verknüpfung der Geschichte des Konzentrationslagers mit den wirtschaftlich begründeten Interessen der Stadt Hamburg. Auf Projekttagen haben Gruppen die Möglichkeit, Fragestellungen und Themen zu vertiefen. Es können besondere Methoden eingesetzt werden, um den Ort aktiv und interessenorientiert zu erkunden.

Dauer: 5 Stunden
Kosten: 50 Euro
Teilnehmende: Bis zu 25 SchülerInnen
(bei größeren Klassen empfehlen wir die Aufteilung auf zwei Gruppen)

Mögliche Themen

Zu einem Projekttag gehört das Kennenlernen  des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers (ehemaliges Häftlingslager und Orte ehemaliger Arbeitskommandos)  und von ausgewählten Ausstellungen und Orten des Gedenkens (Internationales Mahnmal). In den Ausstellungen oder im Offenen Archiv geben GedenkstättenpädagogInnen Anregungen für die Arbeit in Kleingruppen. Arbeitsergebnisse können präsentiert und diskutiert werden. Ein Projekttag steht unter einem inhaltlichen Schwerpunkt. Bitte sprechen Sie Ihre Wünsche mit der/dem Ihnen zugeteilten GedenkstättenpädagogIn ab. Beispiele für Themen:

  • Häftlingsgruppen und Häftlingsbiografien
  • Kinder und Jugendliche im KZ
  • Frauenspezifische Verfolgung und Überlebensstrategien
  • Häftlingsalltag
  • Selbstbehauptung, Kultur, Widerstand
  • Leben nach dem Überleben
  • Geschichte des Gedenkens
  • Die Lager-SS und der Umgang mit den Tätern nach 1945

Hinweis: Zu verschiedenen Themen bietet das Studienzentrum der Gedenkstätte interessierten Berufsschulklassen zusätzlich ganztägige Studientage an (z.B. Medizin im Nationalsozialismus; Ökonomie der Zwangsarbeit; Gewerkschaftlicher Widerstand) – Siehe Berufsgruppenorientierte Angebote

Mögliche Methoden

Aktivierende und kompetenzorientierte Methoden können auf Projekttagen eingesetzt werden, um sich die allgemeine Geschichte des Ortes zu erschließen. Folgende methodische Projekttage können gebucht werden:

Projekttag Spurensuche

Präsentation auf dem Projekttag Spurensuche. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2013. (ANg 2014-527)
Foto einer Präsentation auf dem Projekttag Spurensuche. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2013.

Anhand von historischen Fotografien suchen Kleingruppen den abgebildeten Ort auf dem heutigen Gelände auf. Zu jedem Ort gehört ein Thema, welches die Schülerinnen und Schüler anschließend mit der Hilfe von Hörstationen und Texttafeln im Gelände sowie vertiefend in den Ausstellungen erarbeiten. Ihre Ergebnisse stellen die Kleingruppen während einer gemeinsamen Führung zu diesen Orten der Klasse vor. Der Projekttag endet mit einer Gesprächsrunde am „Haus des Gedenkens“.

Projekttag Spurensuche

Projekttag Forscherfragen

Welche Frage stelle ich persönlich an den Ort und seine Geschichte? Worüber möchte ich mehr wissen? Mitgebrachte und während der Führung entstandene Fragen werden zu Forscherfragen zusammengefasst. Die Antworten werden selbständig in der Ausstellung und im Offenen Archiv recherchiert. Ausgehend von diesen selbst gewählten Fragestellungen sollen die Schülerinnen und Schüler Recherche- und Darstellungsmethoden einüben. Sie lernen, dass Geschichte immer aus der Gegenwart heraus „geschrieben“ wird und Fragen an die Vergangenheit nicht immer eindeutig zu beantworten sind.

Projekttag Forscherfragen 

Projekttag Gegenstandsgeschichten

Kennenlernen der Objekte. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2014. (ANg 2014-547)
Foto von SchülerInnen auf dem Projekttag "Gegenstandsgeschichten"

Was ist das für ein Gegenstand? Was hat er mit der Geschichte des Konzentrationslagers Neuengamme zu tun? Jugendliche stellen mit der Hilfe von Original-Objekten Fragen an die Geschichte und recherchieren Antworten. Jeder Gegenstand führt zu einem Thema. Diese Themen recherchieren Schülerteams in den Ausstellungen. Anschließend stellen sie ihr Thema der Klasse vor, bevor die Gruppe gemeinsam über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers geht, um Orte kennenzulernen, die mit den Gegenständen und ihren Themen verbunden sind.

Projekttag Gegenstandsgeschichten