Foto: Jedes Jahr im Januar zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine Sonderausstellung im Rathaus-Foyer, die danach ausgeliehen werden kann. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2014.
Jedes Jahr im Januar zeigt die KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine Sonderausstellung im Rathaus-Foyer, die danach ausgeliehen werden kann. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2014. (ANg 2014-470)

Wanderausstellungen

Wanderausstellungen können bei Übernahme der Transport- und Versicherungskosten über die KZ‑Gedenkstätte Neuengamme ausgeliehen werden. Diese Ausstellungen wurden von der Abteilung „Forschung und Vermittlung“ erarbeitet und erstmals im Rahmen der jährlichen „Tage des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ im Hamburger Rathaus gezeigt. Die Ausstellungen umfassen  jeweils 48 Tafeln im Format 1,20 x 1 m.

2017: Die Hamburger Curiohaus-Prozesse. NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten

Das Curiohaus in Hamburg-Rotherbaum war von 1945 bis 1949 der wichtigste Gerichtsort für die Kriegsverbrecherprozesse in der britischen Besatzungszone. Hier fanden 188 Militärgerichtsverfahren gegen 504 Angeklagte statt. Wer waren diese Angeklagten? Für welche Verbrechen wurden sie zur Rechenschaft gezogen? Wer waren ihre Opfer? Und welchen Anteil hatten die ehemaligen Verfolgten an diesen Prozessen? Hierzu gibt die Ausstellung einen Überblick. (Kurator_innen:  Dr. Reimer Möller und Alyn Beßmann)

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Die Texte der Ausstellungstafeln und vertiefende Informationen finden sich hier.

 

2016: Hamburger Fußball im Nationalsozialismus. Eine jahrzehntelang verklärte Geschichte.

Vor allem an Beispielen aus dem Hamburger Fußballsport werden in dieser Ausstellung die Sportpolitik der NSDAP, Maßregelungen von Sportlerinnen und Sportlern, Verbote und Verfolgungen dokumentiert. Ergänzend wird auch ein Blick auf die Neuorganisation des Sports nach Kriegsende sowie auf die - späte - Aufarbeitung seiner Geschichte im Nationalsozialismus geworfen. (Kurator: Herbert Diercks)
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2015: Deportiert ins KZ Neuengamme. Strafaktionen von Wehrmacht und SS im besetzten Europa

Im zweiten Weltkrieg führten Wehrmacht, SS und Polizei in den besetzten Ländern Europas nach angeblichen oder tatsächlichen Anschlägen und anderen Widerstandsaktionen vielerorts "Vergeltungsmaßnahmen" durch. Als Opfer solcher "Strafaktionen" wurden 1944 mehrere Hundert Männer aus Murat (Frankreich), Meensel-Kiezegem (Belgien) und Putten (Niederlande) und Tausende Polinnen und Polen aus Warschau (Polen) in das KZ Neuengamme deportiert. Die Ausstellung dokumentiert die Verbrechen und zeigt, wie 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in den betroffenen Orten, in den Familien und in der Gedenkstätte an die Geschehnisse erinnert wird. (Kuratorin: Katja Hertz-Eichenrode)

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2014: „Euthanasie“. Die Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus.

Die Ausstellung stellt Männer, Frauen und Kinder aus Hamburg vor, die im Zuge der »Euthanasie« ermordet wurden. Auch die Beteiligung Hamburger Behörden, der Krankenhäuser, von Ärzten und Pflegern an den Aussonderungen und den Morden wird thematisiert. (Kurator: Herbert Diercks)

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2014: „Ich hätte nicht geglaubt, noch einmal hierher zu kommen.“ Schicksale ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und das Hamburger Besuchsprogramm 2001 – 2013

Die Ausstellung stellt das Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor und zeigt die Bedeutung, die es für alle an ihm beteiligten Menschen hatte. Persönliche Schicksale veranschaulichen, dass die Erinnerungen an die Kriegsjahre und die Verschleppung nach Hamburg bei den ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern auch im hohen Alter noch schmerzhaft präsent sind. (Kuratorin:  Katharina Hertz-Eichenrode)

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2013: Deserteure und andere Verfolgte der NS-Militärjustiz - Die Wehrmachtgerichtsbarkeit in Hamburg

Diese Ausstellung entstand im Kontext der Diskussionen um ein angemessenes Gedenken der von der Wehrmachtsjustiz zum Tode Verurteilten und hingerichteten Deserteure im Zweiten Weltkrieg.  Die Ausstellung bietet erstmals umfassende Informationen über die in Hamburg tätigen Militärgerichte. Im Vordergrund stehen die Biografien einzelner Opfer der Wehrmachtsjustiz. (Kuratoren: Dr. Magnus Koch, Lars Skowronski, Dr. Detlef Garbe)

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2012: Dokumentation Stadthaus. Die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus

Das Hamburger Stadthaus war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums, der Kripo- und der Staatspolizeileitstelle. 2014/15 soll hier ein Erinnerungsort an die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus geschaffen werden. Die Ausstellung stellt Forschungsergebnisse der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme zur Hamburger Polizeigeschichte zwischen 1933 und 1945 vor. (Kurator: Herbert Diercks)

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2011: Im Fokus: Das KZ Neuengamme und der Ort danach. Bilddokumente des Lagers und der Gedenkstätte

Fotos der Lager-SS werden in der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme genutzt, um die Geschichte des Konzentrationslagers zu vermitteln. Man muss jedoch ihre Entstehungsgeschichte kennen, die Inszenierungen der SS, die Geschichte ihrer Überlieferung, um diese fotografischen Zeugnisse bewerten und einordnen zu können. (Kuratorin: Ute Wrocklage)

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2010: "Die Freiheit lebt!" Widerstand und Verfolgung in Hamburg 1933 -1945

Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über die gesamte Breite und Intensität des Widerstands in Hamburg 1933–1945. Aufgrund seiner Isolation, den Nachstellungen durch die Gestapo aber auch seiner Zerstrittenheit erreichte der Widerstand seine wesentlichen Ziele nicht. Im Vordergrund stehen jene Frauen und Männer, die verfolgt wurden, weil sie gegen den Nationalsozialismus kämpften. (Kurator: Herbert Diercks)

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2009: "Die Orte bleiben" Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Hamburg

Zahlreiche große und kleine Gedenkstätten erinnern in Hamburg an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Am bekanntesten ist die KZ‑Gedenkstätte Neuengamme mit ihren Außenstellen Schule Bullenhuser Damm, Plattenhaus Poppenbüttel und Strafanstalten Fuhlsbüttel. Die Ausstellung vermittelt einen Überblick über die Vielfalt der Gedenkorte in allen Stadtteilen und deren Entstehungsgeschichte. (Kuratoren: Dr. Detlef Garbe, Kerstin Klingel)

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2008: Der Hamburger Hafen im Nationalsozialismus. Wirtschaft, Zwangsarbeit und Widerstand.

Seit 1989 führt die KZ‑Gedenkstätte Neuengamme mehrfach im Jahr »alternative Hafenrundfahrten« zu Stätten von Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen durch. Auf diesen Fahrten werden auch die im Nationalsozialismus geplanten »Führerbauten« thematisiert. Die Ausstellung veranschaulicht mit historischen Fotos und Dokumenten diese »andere« Hafengeschichte. (Kurator: Herbert Diercks)

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2007: "Die Zeichnung überlebt ..." Bildzeugnisse von Häftlingen des KZ Neuengamme

Zeichnungen sind wichtige Quellen zur Geschichte des KZ Neuengamme. Häftlinge fertigten sie während der Haft oder nach Kriegsende an. Sie wurden im Konzentrationslager zu einem Mittel der Selbstbehauptung. Zeichnungen ergänzen heute die überlieferten SS-Fotos um die Perspektiven der Opfer. (Kuratorin: Dr. Maike Bruhns)

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2006: Die unsichtbaren Helfer. Die Hamburgerin Hiltgunt Zassenhaus und die norwegische Seemannsmission im Einsatz für die in Fuhlsbüttel 1940–1945 inhaftierten Norweger.

Fern ihrer Heimat waren Norweger im Zuchthaus Fuhlsbüttel und weiteren Gefängnissen Norddeutschlands inhaftiert. Über die norwegische Seemannsmission erhielten sie Kontakt zu ihren Familien und vielfältige Hilfen, insbesondere Lebensmittel. Eine als Dolmetscherin und zur Kontrolle eingesetzte Hamburgerin unterstützte deren Hilfstätigkeit und erwarb sich den Ruf eines »Engels der Gefangenen«. (Kurator: Herbert Diercks)

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2005: "In Hamburg ist meine Jugend geblieben". Zwangsarbeit in Hamburg 1940-1945.

In Hamburg gab es im Zweiten Weltkrieg über 400.000 ZwangsarbeiterInnen, die in über 1200 Lagern untergebracht waren. Der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme ist es seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen, auf deren Verfolgung hinzuweisen und Gruppen ehemaliger Zwangsarbeiter nach Hamburg einzuladen. (Kuratoren: Dr. Jürgen Bönig, Katharina Hertz-Eichenrode, Dr. Reimer Möller)

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2004: "...dass wir es verstanden haben, in dem fürchterlichen Kampf Frauen zu bleiben." Zur Geschichte der Hamburger Frauenaußenlager des KZ Neuengamme.

Die Geschichte der Frauenaußenlager des KZ Neuengamme ist in Hamburg nahezu unbekannt. Zahlreiche dargestellte Einzelschicksale von inhaftierten Frauen aus ganz Europa veranschaulichten deren Verfolgungsgeschichte – und die ihrer Familien und Landsleute. (Kuratorinnen: Karin Heddinga, Ulrike Jensen)

2003: KolaFu - ein Ort der Willkür und Gewalt. Zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945.

In Hamburg-Fuhlsbüttel bestanden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Strafvollzugsanstalten. Diese wurden 1933–1945 Hauptorte nationalsozialistischer Verfolgung: Konzentrationslager, Polizeigefängnis, Außenlager des KZ Neuengamme, Zuchthaus und Gefängnis. (Kurator: Herbert Diercks)

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2002: Ein KZ wird geräumt. Häftlinge zwischen Vernichtung und Befreiung. Die Auflösung des KZ Neuengamme und seiner Außenlager durch die SS im Frühjahr 1945.

Die Ausstellung thematisiert die letzten Kriegsmonate in Norddeutschland, die schrittweise Räumung der Außenlager des KZ Neuengamme, die »Todesmärsche« und die Massaker, die Rettung der Skandinavier sowie die Schiffskatastrophe am 3. Mai 1945 (»Cap Arcona«). (Kuratoren: Dr. Detlef Garbe, Katharina Hertz-Eichenrode)

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