Foto einer Projektteilnehmerin, die ein Interview eines Zeitzeugen im Rahmen eines Radioprojektes führt. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme,  2011.
Interview eines Zeitzeugen im Rahmen eines Radioprojektes. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2011. (ANg 2014-520)

Mehrtagesprojekte

Mehrtagesprojekte für Jugendgruppen und Schulklassen sind auf drei bis fünf Tage ausgerichtet. Individuelle Absprachen über Themen und Abläufe sind möglich und erwünscht. Folgende Mehrtagesprojekte können gebucht werden, weitere Themen sind nach vorheriger Absprache buchbar:

Antisemitismus und Rassismus in Vergangenheit und Gegenwart

"Was hat das mit uns zu tun?" Bei Besuchen der Gedenkstätte kommt diese Frage häufig auf. In der gemeinsamen Woche wollen wir mit verschiedenen Materialien und Methoden dieser Frage auf den Grund gehen. Beginnen möchten wir mit den Grundlagen der Geschichte des Konzentrationslagers Neuengamme. Wir wollen uns intensiv mit der Ideologie des Nationalsozialismus als Basis der Verfolgung auseinandersetzen.

Um einen Bogen in die Gegenwart zu schlagen, soll betrachtet werden, wie mit der Geschichte Neuengammes und des Nationalsozialismus nach 1945 umgegangen wurde - sowohl juristisch als auch gesellschaftlich. Es soll beleuchtet werden, welche Kontinuitäten von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung es bis heute gibt und welche Rolle rechte Ideologie-Elemente dabei spielen. Am Ende wollen wir auch einer weiteren Frage nachgehen: "Was können wir heute tun?"

Antisemitismus und Rassismus Projekt

Fotografie und Film als Medien der Propaganda und Information

Videostation in der Hauptausstellung. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2006. (ANg 2014-519)
Foto der Videostation in der Hauptausstellung. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2006.

In diesem Workshop wird untersucht, wie das historische Geschehen im Medium Fotografie thematisiert wird. Welche Mittel bringen uns das Geschehen näher und welche Erfahrungen tragen wir selbst in uns, die wir in Fotografien festhalten und mit dem historischen Geschehen in Verbindung bringen wollen? Die aktive Aneignung des historischen Ortes des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme steht im Zentrum dieses Workshops. In der praktischen Auseinandersetzung sollen eigene fotografische Erkundungen und Präsentationsformen gefunden werden.

Workshop Film & Fotografie

Kunst als Ausdrucksform und Überlebensstrategie

Im Mittelpunkt stehen künstlerische Zeugnisse  von Häftlingen, die im KZ Neuengamme entstanden. Welche Perspektiven auf das historische Geschehen sind mit den jeweiligen Zeichnungen und Bildern  verknüpft? Wie thematisierten KZ-Häftlinge ihren Alltag im Lager? Welchen Blick warfen sie auf ihre Mithäftlinge oder die SS? Um den Blick zu erweitern, werden Denkmäler und Erinnerungsorte in der Stadt Hamburg aufgesucht und der Frage nachgegangen, wie  das Geschehen nach dem Ende des Krieges 1945 in diesen Kunstwerken umgesetzt wurde.

Kunstworkshop

Auf der Suche nach der eigenen Sprache - Radioprojekt

Der mehrtägige Radio-Workshop beginnt mit der Erkundung der Gedenkstätte. Wie wird das Medium „Ton“ in der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme verwendet? Es werden Formen der medialen Vermittlung des Nationalsozialismus reflektiert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit MP3-Aufnahmegeräten Material  für eine Radiosendung zu sammeln, die im nichtkommerziellen Lokalradio gesendet oder als Pod-cast über die  Homepage der Gedenkstätte abgerufen werden kann.

Radioprojekt

Entscheidungen – Film Workshop

Im Rahmen einer Projektwoche werden Orte in der Gedenkstätte und mit ihnen verbundene Geschichten erkundet. Der Fokus liegt hierbei auf den Entscheidungen, die von den Akteuren, seien es Häftlinge, SS-Männer oder die Bevölkerung außerhalb des Lagers, getroffen werden konnten. Erfahrungen, Gedanken und Emotionen der Teilnehmenden fließen in ein Storyboard ein, aus dem ein Film in Stop-Motion-Technik gedreht wird.

Film Workshop

Projektwoche für Förderschulen: Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus

Präsentation einer Biografie im Rahmen eines Förderschulprojektes. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009. (ANg 2014-521)
Foto der Präsentation einer Biografie im Rahmen eines Förderschulprojektes. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009.

Verschiedene Orte und Themen werden verknüpft und an die Bedürfnisse für Förderschulklassen angepasst.  Am ersten Tag in der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme wird  die Situation der Häftlinge mit der Hilfe haptischer Objekte veranschaulicht und viel Zeit an einzelnen Stationen verbracht.

Am zweiten Tag sehen die SchülerInnen einen Film und gestalten in ihrer Schule Wandplakate zum Schicksal eines Häftlings. Am dritten Tag in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm erarbeiten die SchülerInnen in Teams jeweils die Biografie eines der dort ermordeten Kinder und stellen diese der Klasse vor. Zum Abschluss kann die Klasse zum Gedenken einen Rosenstock im zur Gedenkstätte gehörenden Rosengarten pflanzen. 

Artikel zur Projektwoche für Förderschulen