Foto vom Studientag für angehende EisenbahnerInnen. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009.
Studientag für angehende EisenbahnerInnen. Foto: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, 2009. (ANg 2014-526)

Berufsgruppenorientierte Angebote

Folgende Angebote richten sich an Gruppen, die sich mit dem Handeln der Polizei, der Verwaltung, der Justiz, des Militärs, der Reichsbahn sowie von Ärzten und Pflegekräften im Nationalsozialismus auseinandersetzen wollen. Dabei werden jeweils Bezüge zum historischen Ort des KZ Neuengamme hergestellt und die Gruppen lernen die Gedenkstätte kennen. Die Angebote für Berufsschulen und Berufsgruppen sind in der Regel auf zwei Tage ausgerichtet, das Angebot ist aber auch als Studientag eintägig buchbar. Eine Vorbereitung in der jeweiligen Institution durch MitarbeiterInnen der Gedenkstätte ist möglich.

Studientag
Dauer: 6 Stunden
Kosten für Jugendgruppen: 55 Euro pro Gruppe
Kosten für Erwachsene: 90 Euro pro Gruppe

Studientag plus
Dauer: 7 Stunden
Kosten für Jugendgruppen: 60 Euro pro Gruppe
Kosten für Erwachsene: 100 Euro pro Gruppe

Seminare
Bei der Erweiterung der Studientage zu 2 bis 3tägigen Seminaren richten sich die Kosten nach dem zeitlichen Umfang.

Dauer: 2-Tageseminar
Kosten für Jugendgruppen: 90 Euro pro Gruppe
Kosten für Erwachsene: 170 Euro pro Gruppe

Dauer: 3-Tageseminar
Kosten für Jugendgruppen: 130 Euro pro Gruppe
Kosten für Erwachsene: 250 Euro pro Gruppe

Für Informationen und auch zur Buchung wenden Sie sich bitte direkt an das Studienzentrum der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme.

Mögliche Themen für Studientage und Seminare für Berufsgruppen und Berufsschulen:

Medizin und Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Dieses Angebot richtet sich an Krankenpflegeschulen und medizinische Berufe. Es behandelt die Beteiligung der MedizinerInnen und Pflegekräfte an KZ-Verbrechen und nationalsozialistischer Euthanasie. Gegenwarts- und menschenrechtsbezogene Fragestellungen werden verknüpft. Dieses Angebot ist als Zweitagesseminar konzipiert. Der eintägige Studientag ist auf historische Themen begrenzt.

Medizin und Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Gewerkschaftlicher Widerstand im Nationalsozialismus

GewerkschafterInnen, die sich mit der Geschichte der Gewerkschaften im Nationalsozialismus auseinandersetzen und über gewerkschaftlich motivierten Widerstand informieren wollen, können dieses Zweitagesseminar buchen. Es werden dabei auch gegenwartsrelevante Aspekte einbezogen, wie etwa die Veränderungen im Wirtschafts- und Sozialsystem von der NS-Zeit bis heute.

Gewerkschaftlicher Widerstand im Nationalsozialismus

Die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus

Dieses Angebot richtet sich an PolizeischülerInnen und PolizistInnen. Ausgehend von dem Handeln der Polizei im Nationalsozialismus werden gegenwarts- und menschenrechtsbezogene Fragestellungen angesprochen. Themen sind Kontinuitäten und Brüche in der Polizei nach 1945, Entnazifizierung und Strafverfolgung der Täter sowie das Thema Sicherungsverwahrung. Dieses Angebot ist als Zweitagesseminar konzipiert. Bei Begrenzung auf die historischen Themen kann ein eintägiger Studientag  gebucht werden.

Die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus

Eisenbahner und Reichsbahn und ihre Rolle bei den Deportationen im Nationalsozialismus

Dieses Angebot richtet sich an angehende Eisenbahner und andere interessierte Gruppen. Es ist als Studientag konzipiert und nimmt die Rolle der Reichsbahn beim Transport der Häftlinge in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager, die Transportbedingungen und ihre Folgen in den Blick. Bei einem Zweitagesseminar werden zudem der Umgang mit dem Handeln der Reichsbahn nach 1945 und die Erinnerung an die Deportationen behandelt.

Eisenbahner und Reichsbahn und ihre Rolle bei den Deportationen im Nationalsozialismus

Die Rolle von Militär und Rüstungsindustrie im System der Konzentrationslager und nationalsozialistischer Vernichtungspolitik

Dieses Angebot richtet sich an Angehörige der Bundeswehr und an Gruppen, die sich mit dem Zusammenhang von Zweitem Weltkrieg und dem KZ-System sowie der Wehrmacht als Akteurin der NS-Vernichtungspolitik befassen möchten. Als Studientag konzipiert, kann es auch als Zweitagesseminar gebucht werden. Dann werden die Themen Handlungsspielräume sowie Wehrmachtangehörige als Wachmannschaften und Häftlinge besprochen.

Die Rolle von Militär und Rüstungsindustrie im System der Konzentrationslager und nationalsozialistischer Vernichtungspolitik

Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus

Dieses Angebot richtet sich an Juristen, Rechtsreferendare und MitarbeiterInnen des Justizvollzugs. Es behandelt die Grundlagen der Justiz und des Strafvollzugs im Nationalsozialismus. Gegenwarts- und menschenrechtsbezogene Fragestellungen, darunter das Thema Sicherungsverwahrung, sind Teil eines Zweitagesseminars.  Das Angebot kann auch als auf historische Themen begrenzter eintägiger Studientag  gebucht werden.

Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus

Verwaltungshandeln im Prozess der nationalsozialistischen Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik

Dieses Angebot ist für Auszubildende und MitarbeiterInnen der öffentlichen Verwaltung als Zweitagesseminar konzipiert. Es behandelt neben der Rolle der öffentlichen Verwaltung im Nationalsozialismus (insbesondere Gesundheits- und Sozialbehörden), auch gegenwarts- und menschenrechtsbezogene Fragestellungen. Bei der Begrenzung auf historische Themen kann das Angebot auch als Studientag gebucht werden.

Verwaltungshandeln im Prozess der nationalsozialistischen Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik

Hinweis: Studientage zur Einführung in die Geschichte des Ortes sowie zu einzelnen Ländern und Fragen der Erinnerungskultur und des gesellschaftlichen Umgangs mit Holocaust und nationalsozialistischer Verfolgung finden Sie unter Erwachsenengruppen.

Für Erwachsene kann auch die Buchung von Fortbildungen und Seminaren ohne Berufsgruppenbezug sinnvoll sein.