Bild von Steinen, die die Barackenstandorte im ehemaligen Häftlingslager kennzeichnen, Foto: Michael Kottmeier, 2005. (ANg 2014-479)
Steine kennzeichnen die Barackenstandorte im ehemaligen Häftlingslager. Foto: Michael Kottmeier, 2005. (ANg 2014-479)
Einweihung des von Schülerinnen entworfenen Mahnmals für die Gedenkstätte KZ-Außenlager Hamburg-Wandsbek Foto: Barbara Hartje, Freundeskreis, 2010

Freundeskreis der KZ-Gedenkstätte

Aufgaben des Freundeskreises

Seit seiner Gründung im Jahr 1988 war die Einladung und Betreuung ehemaliger Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen im Rahmen des Hamburger Besuchsprogramms eine der wichtigen Aufgaben des Freundeskreises. Heute leben nur noch wenige von ihnen, bald wird es keine Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verbrechen mehr geben. Das stellt einen Einschnitt in der Arbeit des Freundeskreises dar.

Der Freundeskreis setzt sich dafür ein, dass das in den Konzentrationslagern verübte Unrecht nicht vergessen wird und dass das Wissen über die Zeit des Nationalsozialismus und über die Verbrechen und über die Folgen des 2. Weltkrieges in unserer Gesellschaft gegenwärtig bleibt. So treten wir einer Verharmlosung des Nationalsozialismus und aktuellen nationalistischen und rassistischen Bestrebungen entgegen.

Ziele des Freundeskreises

Der Freundeskreis

  • unterstützt und fördert die Arbeit der Gedenkstätte Neuengamme und ihrer Außenstellen Gedenkstätte Bullenhuser Damm, Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel und Gedenkstätte Fuhlsbüttel sowohl finanziell als auch personell.
  • fördert die Erforschung und Vermittlung der Geschichte des KZ Neuengamme und seiner Außenlager. Er leistet damit einen Beitrag zur Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit in unserer Gesellschaft und zur Bekämpfung jeglicher Form von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus.
  • unterstützt die Errichtung und Pflege von Gedenk- und Grabstätten des ehemaligen KZ Neuengamme und seiner Außenlager.
  • pflegt den Kontakt zu ehemaligen Häftlingen des KZ Neuengamme und zu ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern der Stadt Hamburg. Er leistet im Rahmen seiner Möglichkeiten humanitäre Hilfe.

Aktivitäten

Mitglieder des Freundeskreises helfen bei Veranstaltungen der Gedenkstätte z.B. bei den jährlichen Ausstellungen zum 27. Januar im Foyer des Hamburger Rathauses (Büchertisch), bei der 'Langen Nacht der Museen' sowie bei den jedes Jahr Anfang Mai durchgeführten Veranstaltungen zum Gedenken an die Befreiung des KZ Neuengamme (Mitwirkung bei Diskussionsforen, Begleitung/Betreuung von Zeitzeugen, organisatorische Unterstützung).                                                                     

Der Freundeskreis lädt ehemalige Häftlinge des KZ Neuengamme aus Osteuropa zur Teilnahme an Gedenkveranstaltungen anlässlich der Jahrestage der Befreiung des KZ Neuengamme nach Hamburg ein. Die ehemaligen Häftlinge erhalten dabei die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern von ihren Erfahrungen zu berichten.

In Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme oder anderen Partnern organisiert der Freundeskreis Schülerprojekte, bei denen sich Schülerinnen und Schüler inhaltlich und künstlerisch mit Aspekten der KZ-Geschichte und der Erinnerung daran auseinandersetzen.

Der Freundeskreis initiiert und unterstützt die Herausgabe von Publikationen und Filmen, die Schicksale von NS-Verfolgten darstellen oder die Geschichte des KZ Neuengamme und seiner Außenlager thematisieren.

Das zweimal im Jahr erscheinende Mitteilungsblatt 'freundeskreis aktuell' berichtet über die laufende Vereinsarbeit. Es wird in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Kinder vom Bullenhuser Damm e.V. herausgegeben.

Zusammen mit dem Arbeitskreis Kirchliche Gedenkstättenarbeit organisiert der Freundeskreis für seine Mitglieder und Interessierte jedes Jahre eine Gedenkstättenfahrt. Fachkundige Führungen und Gespräche mit Mitarbeiterinnen anderer KZ-Gedenkstätten ermöglichen einen Einblick in deren Arbeit.

Haben Sie Interesse an der Frage: Wie wollen wir uns in Zukunft an die Vergangenheit erinnern? Dann besuchen Sie uns auf unserem Blog 'Reflections on Family History Affected by Nazi Crime'. Sie finden dort viele interessante Beiträge von Nachkommen aus Opfer- wie auch aus Täterfamilien. Der Blog wendet sich aber auch an alle Menschen, die sich Gedanken machen, wie es mit der Erinnerungsarbeit weitergehen kann, jetzt, da es kaum noch Zeitzeugen gibt.

Über uns

Der Freundeskreis zählt etwa 160 Mitglieder. Der auf zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand (z.Zt. 8 Personen) entscheidet über alle Aktivitäten und Projekte und verantwortet deren Durchführung. Unterstützt wird er dabei von einer Gruppe aktiver Mitglieder des Freundeskreises.

Auf der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung berichtet die Vorsitzende über die Aktivitäten des vergangenen Jahres und über die zukünftigen Vorhaben und Projekte. Hier können die Mitglieder Vorschläge und eigene Ideen einbringen. Der Kassierer berichtet über die Finanzen und legt den Kassenbericht vor.

Spenden

Der Freundeskreis ist für die Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben auf Spenden angewiesen. Jede Spende ist wichtig. Regelmäßige Spenden erleichtern unsere Planungen.

Der Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e. V. ist beim Amtsgericht Hamburg eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Sie erhalten von uns eine Spendenquittung, wenn Sie Namen und Anschrift auf dem Überweisungsträger angeben.

Bankverbindung:

Hamburger Volksbank eG
BIC: GENODEF1HH2
IBAN: DE82 2019 0003 0014 4554 04

Mitarbeiten / Mitglied werden / Kontakt

Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.
Jean-Dolidier-Weg 75
21039 Hamburg

Formular

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit oder Mitgliedschaft im Freundeskreis haben, wenden Sie sich gern an:

Barbara Hartje (Vorsitzende)
Mail: barbara.hartje@gmx.de
Tel.:+49 40 7123230

Wolfgang Poppelbaum (Stellvertreter) 
Mail: wpoppelbaum@web.de
Tel.:  +49 40 479458

Martin Kossendey (Kassenwart) 
Mail: kossendey@web.de
Tel.: +49 40 443030