Eintrag

Titel: Thementag „Sowjetische Gefangene im KZ Neuengamme"
Startdatum: 28.08.2021
Startzeit: 12.00 Uhr
Endzeit: 17.00 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Beschreibung: 

Zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 überfiel das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion. Bereits wenige Wochen später kamen die ersten sowjetischen Gefangenen im KZ Neuengamme an. Am Thementag stellen Mitarbeiter*innen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die verschiedenen Gefangenengruppen aus der damaligen Sowjetunion und deren Einsatz in der Zwangsarbeit vor.

Neben den Veranstaltungen können Besucher*innen individuell Stationen in den Ausstellungen und auf dem ehemaligen Lagerareal aufsuchen, die über die sowjetischen Insassen im Lager informieren. Ein thematischer Lageplan und ein Audio-Rundgang (deutsch / russisch / ukrainisch) leiten über das Gelände. Die Sonderausstellung „Überlebt! Und nun?“ gibt Einblicke in das Leben nach der Befreiung und beschreibt die Rückkehr von Überlebenden der Lager in ihr ziviles Leben.

Programm

Themenrundgang „Sowjetische Gefangene im KZ Neuengamme“

12-13.30 Uhr: Ab 1941/42 bildeten die sowjetischen Gefangenen die größte Gruppe im KZ Neuengamme. Viele von ihnen kamen hier um. Der Themenrundgang führt in die Lebens- und Arbeitsumstände im Lager ein.

Kurzvorträge

14-14.45 Uhr: „Die Ermordung jüdischer Rotarmisten in Neuengamme im August 1941“
Der erste nationalsozialistische Massenmord auf Hamburger Boden war die Erschießung von 48 jüdischen Soldaten der Roten Armee am 27. und 28. August 1941 im KZ Neuengamme. Was wissen wir über diese Mordaktion?
Christian Römmer, Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

15-15.45 Uhr „Sowjetische Kriegsgefangene in norddeutschen Arbeitskommandos“         
In Hunderten Arbeitskommandos in ganz Norddeutschland mussten sowjetische Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten – in Rüstungsfabriken wie auch in der Landwirtschaft. Wie wurden die Gefangenen behandelt? Wie groß war die Sterblichkeit? Was hat die deutsche Bevölkerung davon mitbekommen?
Reimer Möller, Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Video-Vortrag

Zwischen 12 und 16 Uhr „Erinnerungsberichte aus dem Hamburger Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiter“ (30 Min)
Das Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme beherbergt eine große Sammlung an Korrespondenzen und Videointerviews mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus Osteuropa. Was berichten diese Menschen über ihr Leben nach der Befreiung ? Wie hat die Lagerzeit sie geprägt ?
Elena Borodina, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Das Programm ist kostenfrei.

Um eine Anmeldung zu den Veranstaltungen wird gebeten: alexandra.koehring@gedenkstaetten.hamburg.de

Die Plätze sind begrenzt, Restplätze können vor Ort belegt werden. Die Veranstaltungen finden unter den jeweils geltenden Regeln zum Infektionsschutz statt.

Programmflyer

Flyer „Geländerundgang Sowjetische Häftlinge im KZ Neuengamme“