Eintrag

Titel: Die Familie Wächter aus Hamburg – ausgegrenzt, verfolgt, emigriert und deportiert.
Startdatum: 14.05.2020
Startzeit: 18.00 Uhr
Endzeit: 20.00 Uhr
Ort: Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg
Beschreibung: 

Die Recherchen eines Enkels zu seiner Familiengeschichte - Vortrag und Lesung mit Torkel S Wächter (Stockholm)

Minna und Gustav Wächter lebten mit ihren drei Söhnen in Hamburg-Eimsbüttel. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten begann 1933 die Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Familie: Der Obersteuerinspektor Gustav Wächter wurde aus dem öffentlichen Dienst entlassen, auch die Söhne verloren ihre Existenzgrundlage. Zwei von ihnen wurden wegen ihrer Beteiligung am Widerstand von der Gestapo verfolgt, sie blieben 15 Monate bzw. 3 Jahre in Haft. Bald wurde die Familie Wächter auseinandergerissen: Den Söhnen gelang kurz vor Kriegsbeginn die Ausreise nach Argentinien, Brasilien und Schweden. Die Eltern, Gustav und Minna Wächter, wurden am 6. Dezember 1941 nach Riga deportiert und ermordet.

Torkel S Wächter, der Enkel von Gustav und Minna, wurde in Schweden geboren. Er berichtet von seinen umfangreichen Recherchen zu seiner Familiengeschichte und liest aus seinen Publikationen „32 Postkarten – Post aus Nazi-Deutschland. Das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie aus Hamburg vor der Deportation“ (2014) und „Die Ermittlung. Die wahre Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie aus Hamburg“ (2015).

Um Anmeldung wird gebeten unter: christine.eckel@gedenkstaetten.hamburg.de