Dokumentation Stadthaus

Sonderausstellungen, Band 1
Diercks, Herbert
Herausgegeben von: KZ-Gedenkstätte Neuengamme
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Beschreibung

Die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus

Texte, Fotos und Dokumente. 2. durchgesehene Auflage.

In der öffentlichen Wahrnehmung nach 1945 stand in erster Linie die Geheime Staatspolizei für die Verbrechen der NS-Gewaltherrschaft. "Vergessen" wurde über viele Jahre, dass auch andere Abteilungen der Polizei wie die Kriminalpolizei oder die Schutzpolizei Teile des nationalsozialistischen Verfolgungsapparats waren. Sie agierten einerseits eigenständig, arbeiteten andererseits aber auch eng zusammen und ergänzten sich. Die Zusammenarbeit erstreckte sich in Hamburg außerdem auf andere Behörden, kriegswichtige Betriebe und Teile der Bevölkerung.

1933 übernahmen Nationalsozialisten die Polizeiführung und organisierten reichsweit deren "Nazifizierung"; ab 1936 unterstand die Polizei dem Kommando des "Reichsführers SS und Chefs der Deutschen Polizei", Heinrich Himmler. Sicherheitspolizei (Kripo und Gestapo) und Ordnungspolizei (Schutzpolizei, Luftschutzpolizei, Feuerschutzpolizei u. a.) waren seitdem von der SS gelenkte und genutzte Machtinstrumente. Der "SS-Staat" (Eugen Kogon) war zugleich ein Polizei-Staat.

Das Begleitheft zu der 2012 im Hamburger Rathaus erstmals präsentierten Wanderausstellung "Dokumentation Stadthaus. Die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus" gibt anhand von Texten, Fotografien und Dokumenten einen ersten Überblick über diesen weitgehend unbekannten Teil der Hamburger Polizeigeschichte.

Details

Artikelnummer
363
Jahr
2012
Sprachen
Deutsch