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12.09.2025 Nachricht
Nach 1990 gründeten sich, teils nach blutigen Bürgerkriegen, postsozialistische Staaten auf den Gebieten Jugoslawiens, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion. Im Zuge dessen veränderten sich die Gedenkkulturen grundlegend.
Insbesondere seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist die Gedenkstättenarbeit verstärkt herausgefordert, sich dazu zu positionieren. Umso wichtiger ist eine fundierte Auseinandersetzung mit erinnerungskulturellen Transformationen in diesen Ländern. Die neue Publikation in der Reihe Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung beschäftigt sich daher mit genau diesem Thema. Zwölf Autor*innen zeichnen die Konfliktlinien nach, die sich aus unterschiedlichen Narrativen zum Zweiten Weltkrieg und der NS-Verfolgung seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten ergeben. Das Heft beginnt mit einem Überblick zu der von Nationalisierung, Geschichtsumdeutung und Opferkonkurrenz geprägten Entwicklung der Erinnerungskulturen im postsozialistischen Raum Europas nach 1990. Es folgen Schwerpunktsetzungen auf das Baltikum und Russland, die Ukraine, Belarus, das ehemalige Jugoslawien und Polen. Auch werden die Herausforderungen für Gedenkstätten und Museen in Deutschland dargestellt, die sich mit den an Menschen aus dem östlichen und südöstlichen Europa begangenen NS-Verbrechen befassen. Daraus resultieren Veränderungen im Umgang mit Denkmälern an den historischen Orten, hinsichtlich der Forschungsperspektiven zur deutschen Besatzungspolitik und deren Opfern sowie der Präsentationsformen in Ausstellungen.
Heftverantwortliche sind Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, und Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.
Die Publikation ist im Buchhandel, in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme oder online zu erwerben: Im Shop finden sich weitere Informationen zu den Inhalten der einzelnen Artikel.
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