Please note: News about the Neuengamme Concentration Camp Memorial can be found here. All news related to the Foundation of Hamburg Memorials and Learning Sites can be found on the Foundation's news list.

 

 

 

January 2024

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Sunday 7. January 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr mit Start am Haupteingang. Keine Anmeldung notwendig.

Thursday 11. January 2024 18:30–20:00 Vortrag

Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Lesesaal, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg

Vom Rechtsterrorismus zur rechtsradikalen Gewalt. Die Bundesrepublik in den 1980er Jahren

Vortrag: Barbara Manthe (Bielefeld). Moderation: Alyn Šišić (Hamburg)

In den 1980er Jahren wurden in der Bundesrepublik verstärkt rassistisch motivierte Gewalttaten registriert. Begleitet von einer aufgeladenen Asyl- und Migrationsdebatte hatte sich die rechtsradikale Szene inhaltlich umorientiert und agierte zunehmend mit einer rassistischen Agenda. Diese Entwicklung ging mit einer Veränderung militanter Szenestrukturen einher, die nun attraktiver für Skinheads, Fußballfans und ‚Rocker‘ geworden waren. In dem Vortrag geht es einerseits um diesen Wandel rechtsradikaler Gewalt in den 1980er Jahren. Andererseits soll nach gesellschaftlichen und staatlichen Reaktionen darauf gefragt werden.

Barbara Manthe beleuchtet beispielhaft die Deutungskämpfe über eine schwere rassistische Gewalttat in Hamburg, die heftige Kontroversen auslöste. Am 21. Dezember 1985 griffen Skinheads in der Nähe des S-Bahnhofs Landwehr drei türkische Männer an; einer von ihnen, Ramazan Avcı, verstarb wenige Tage später. Die Tat erregte große mediale Aufmerksamkeit; an dem Fall lassen sich nicht nur lokale Spezifika der Hamburger Stadtgesellschaft, sondern auch übergeordnete Entwicklungen zeigen, die für die Entwicklung rechtsradikaler Gewalt in den 1980er und frühen 1990er Jahre bedeutsam waren.

Die Vortragsreihe „Mehr als eine Randnotiz. Die extreme Rechte nach 1945“ ist eine Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Sunday 14. January 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Friday 19. January 2024 –Sunday 18. February 2024 Ausstellung

Hamburger Rathaus, Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg

Ausstellung: Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute

Rechtsextreme Überzeugungen werden in Deutschland wieder verstärkt offen geäußert. Auch Gewalttaten von rechts nehmen bedrohlich zu. Diese Ausstellung erzählt die Geschichten der Betroffenen rechter Gewalt in Hamburg. Zugleich nimmt sie die Akteure und Netzwerke alter wie neuer Nazis in den Blick. Sie zeigt die Entwicklung rechter Gewalt in Hamburg über viele Jahrzehnte ebenso wie Formen von Gegenwehr aus Gesellschaft und Politik.
Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen mit Unterstützung der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Ausstellung wird anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar präsentiert und ist vom 19. Januar (Eröffnung) bis 18. Februar 2024 in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen. Sie wird von einem umfangreichen Begleitprogramm aus Vorträgen, Rundgängen, Diskussionsveranstaltungen und Filmvorführungen ergänzt.

Weitere Informationen

Veranstaltungsprogramm

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr

Besucherservice und Katalogverkauf:
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr

Sunday 21. January 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden

Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Monday 22. January 2024 10:00–12:00 Zeitzeugengespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Kriegskind. Zeitzeuginnengespräch mit Marione Ingram aus den USA - fällt aus

Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung fällt leider aus.

Marione Ingram, 1935 als Marion Oestreicher in Hamburg geboren, und ihre Schwestern Helga und Rena wuchsen als so genannte „Halbjüdinnen“ auf. Die Herkunftsfamilie ihrer jüdischen Mutter Margarete wurde deportiert und ermordet, als Marione sechs Jahre alt war. „Ständig klebte ich an meiner Mutter und musste mich vergewissern, dass sie noch da war“, erzählte Marione Ingram später in einem Interview. Margarete und ihre Töchter waren Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Im Juli 1943 erhielten sie den Deportationsbefehl, doch der Feuersturm rettete sie vor der Deportation. Der Zugang zu Schutzräumen wurde Marione und ihrer Mutter allerdings verwehrt. Ungeschützt irrten sie durch die Stadt, bis sie in einem Bombenkrater Schutz fanden. 18 Monate lang bis zur Befreiung versteckte sich die Familie dann in einer Hütte in Rahlstedt, die einem kommunistischen Ehepaar gehörte. Nach der Befreiung lebte Marione Ingram eine Zeit lang im Warburg Children’s Health Home in Blankenese, in dem jüdische Jugendliche versorgt wurden, und erlebte zum ersten Mal in ihrem Leben, dass man sie mit Respekt behandelte.Mit 17 Jahren entschied sie sich, in die USA auszuwandern, wo sie heute noch lebt. 2016 erschien ihr Buch „Kriegskind. Eine jüdische Kindheit in Hamburg“ auf Deutsch.
Moderation: Karin Heddinga. Eine Kooperationsveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit dem Friedrich-Ebert-Gymnasium.
Nachfragen und Anmeldung (bis zum 10. Januar 2024) bei Ulrike Jensen, Tel. 040 428 131 519, E-Mail: ulrike.jensen@gedenkstaetten.hamburg.de

 

Wednesday 24. January 2024 13:00–14:00

Online Veranstaltung

Vorstellung der Website „Rechte Gewalt in Hamburg“

Im Rahmen des zusammen mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg initiierten Projekts „Hamburg Rechtsaußen. Rechtsextreme Gewalt- und Aktionsformen in, mit und gegen städtische Gesellschaft“ wurde eine Website entwickelt, die rechte Gewalt seit 1945 im Stadtraum sichtbar macht und kontextualisiert. Die Website vertieft die Inhalte der Ausstellung und ergänzt sie um die aktuellen Ergebnisse des Forschungsprojekts. Sie dient ferner als Ausgangspunkt für die pädagogische Vermittlung. Im Rahmen der Veranstaltung werden die zentralen Inhalte und Funktionen der Website vorgestellt und erklärt, wie sie sich für die pädagogische Auseinandersetzung mit rechter Gewalt nutzbar machen lässt.

Um Anmeldung wird gebeten.

Ein Zoom-Link wird vor der Veranstaltung an die Teilnehmenden verschickt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Es sind noch 36 Plätze frei.
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Wednesday 24. January 2024 16:00–17:30 Workshop

Online Veranstaltung

Remembering the Shoah on TikTok – Introduction & Educational Resources

(Englischsprache Veranstaltung). Für die Jugend von heute ist TikTok nicht nur eine Plattform für Unterhaltung, sondern zunehmend auch eine wichtige Informationsquelle. In diesem Zusammenhang hat die TikTok Shoah Commemoration & Education Initiative, eine gemeinsame Anstrengung von über zwanzig Holocaust-Gedenkstätten in der ganzen Welt, mit akademischer Unterstützung der Hebräischen Universität in Jerusalem Hunderte von TikTok-Videos erstellt, die in einem pädagogischen Kontext verwendet werden können, um über die Shoah zu unterrichten. Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags 2024 bietet dieser Zusammenschluss an Gedenkstätten eine virtuelle Gedenk- und Informationsveranstaltung an, um Lehrkräfte mit diesen Inhalten vertraut zu machen und ihnen zu zeigen, wie sie in einem pädagogischen Kontext eingesetzt werden können. Anmeldung: https://forms.gle/9FPohnAtqJEu5pTeA

DATE: 24 January

TIME: 16.00 CET

LOCATION: Virtual

For today’s youth, TikTok is not only a platform for entertainment, but increasingly also an important source of information. In this context, the TikTok Shoah Commemoration & Education initiative, a collaborative effort of over twenty Holocaust Memorial Sites throughout the world with academic support from the Hebrew University in Jerusalem, has created hundreds of TikTok videos that can and are being used in an educational context to teach about the Shoah. On the occasion of International Holocaust Commemoration Day 2024, we will be offering a virtual memorial training event to introduce teachers and educators to this content and how it can be used in an educational context.

REGISTRATION: https://forms.gle/9FPohnAtqJEu5pTeA

Thursday 25. January 2024 14:30–15:30 Rundgang

Online Veranstaltung

Hörführung: Zwangsarbeit für die SS

Warum gab es im Konzentrationslager Neuengamme eine moderne Anlage zur Produktion von Ziegelsteinen? KZ-Häftlinge mussten dieses Klinkerwerk bauen und betreiben. Unter welchen Bedingungen? Welche anderen Formen von Zwangsarbeit gab es noch? Ein Audiobesuch durch das ehemalige Klinkerwerk auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit einer Einführung von Henning Flinner in das Thema Zwangsarbeit im Konzentrationslager. Ein Angebot von „Bei Anruf Kultur“. Anmeldung über www.beianrufkultur.de oder buchung@beianrufkultur.de

Friday 26. January 2024 00:00–19:00 Projekttag

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

VERSCHOBEN: Projekttag „Der nationalsozialistische Untergrund“

Der Projekttag muss krankheitsbedingt leider ausfallen und wird auf den 16. Februar verschoben. Reservierte Plätze bleiben erhalten.

Neonazi-Netzwerk, V-Leute, Verfassungsschutz, Polizei, Gesellschaft. Prozess in München, Untersuchungsausschüsse, Kommissionen. Im Faktenreichtum des NSU-Komplexes kann man schnell den Überblick verlieren. Was ist bekannt? Wer war involviert?

Der Projekttag erarbeitet die wichtigsten Erkenntnisse über den NSU-Komplex. Dabei sollen nicht nur das Neonazi-Netzwerk und die Arbeit der Behörden beleuchtet, sondern auch der Anteil der deutschen Gesellschaft an den NSU-Morden in den Blick genommen werden. Hiervon ausgehend diskutiert der Projekttag folgende Fragen: Welche Handlungsoptionen lassen sich für eine demokratische Gesellschaft aus der Auseinandersetzung mit den NSU-Morden ableiten? Und welche Rolle können KZ-Gedenkstätten und NS-Erinnerungsorte im (pädagogischen) Umgang mit den NSU-Morden im Spezifischen sowie rechter Gewalt im Allgemeinen spielen?

Carolin Keller (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte/NSU-Watch) ist seit Jahren als freiberuflicher Guide in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme tätig. Darüber hinaus hat sie im Rahmen von NSU-Watch die juristische Aufarbeitung der rechtsterroristischen Mordserie begleitet.

Saturday 27. January 2024 17:00–18:00 Gedenkveranstaltung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haus des Gedenkens

Partizipative Lesung zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 79. Mal. Doch Tausende von Häftlingen anderer Konzentrationslager mussten noch monatelang auf ihre Befreiung warten. Wie gelang es ihnen, die Hoffnung auf ein Ende ihrer Haftzeit aufrechtzuerhalten? Wer oder was half ihnen dabei? Gemeinsam mit Schüler*innen der Stadtteilschule Kirchwerder lesen wir aus Texten Überlebender.
Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern wir so, zeitgleich mit anderen Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen, an das Leid der Häftlinge vor 79 Jahren. Sie sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns ausgewählte Texte zu lesen. Keine Anmeldung notwendig.

Saturday 27. January 2024 19:00–20:30 Vortrag

Hauptkirche St. Nikolai, Nikolaisaal, Harvestehuder Weg 118, 20149 Hamburg

Herausforderungen der Erinnerungskultur heute am Beispiel Auschwitz-Birkenau

Ein Vortragsabend mit Wojciech Soczewica, Warschau, Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau.

Die Gedenkstätte Auschwitz wurde seit ihrer Gründung im Jahr 1947 von mehr als 50 Millionen Menschen besucht. Jährlich sind rund 2 Millionen Besuchende vor Ort, um einen Einblick in die tragische Realität des ehemaligen Lagers zu erlangen. Das Interesse an der Auseinandersetzung mit der Erfahrung der Überlebenden und Opfern des Vernichtungslagers steigt von Jahr zu Jahr.

Mit dem Davonscheiden der letzten Zeitzeugen steigt die Verantwortung der gegenwärtigen Generation für den Umgang mit der Geschichte. Neue Herausforderungen im Bereich des Erhalts der authentischen Lagerinfrastruktur und der persönlichen Gegenstände der Häftlinge, aber auch ein immer stärkerer Bildungsauftrag dieses Symbols der Shoah, stehen bevor. Die Stiftung Auschwitz-Birkenau, basierend auf einer Koalition von 40 Ländern, vielen Städten, Duzenden Unternehmen und Privatpersonen hat sich dem 11. Gebot – Seid nicht gleichgültig – welches von Roman Kent, dem ehemaligen Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees, geprägt wurde, verschrieben. Gemeinsam mit ihren Partnern leistet die Stiftung einen Beitrag zur Erinnerungskultur und Bildung junger Menschen weltweit.

Der Abend wird moderiert von Hauptpastor Dr. Martin Vetter.

Eine Veranstaltung der Hauptkirche St. Nikolai in Kooperation mit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.

Sunday 28. January 2024 12:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Sonntagsführungen durch die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit jeden Sonntag um 12 Uhr und um 14 Uhr.

Keine Anmeldung nötig. Dauer: ca. 2 Stunden