Ereignis

Titel: Deserteure und andere Verfolgte der NS-Militärjustiz: Die Wehrmachtgerichtsbarkeit in Hamburg
Startdatum: 08/28/2018 08.2018
Enddatum:  - 09/21/2018 09.2018
Ort: Rathaus Altona, Platz der Republik 1, 22765 Hamburg
Beschreibung: 

Hamburg war während des Zweiten Weltkriegs ein bedeutender Wehrmachtstandort: Elf Gerichte sowie weitere Dienststellen der Wehrmachtjustiz führten Zehntausende von Verfahren durch und zeichneten für Hunderte Todesurteile verantwortlich. Im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis und am Standortschießplatz Höltigbaum (Rahlstedt) wurden mindestens 206 der meist wegen Desertion und „Zersetzung der Wehrkraft“ ausgesprochenen Todesurteile vollstreckt.

Die von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie Dr. Magnus Koch, Lars Skowronski und Dr. Claudia Bade 2013 entwickelte Ausstellung, die vom 28. August bis 21. September 2018 im Rathaus Altona gezeigt wird, dokumentiert die Wehrmachtgerichtsbarkeit in Hamburg mit dem Schwerpunkt auf Biografien: Sie rekonstruiert Lebensläufe, fragt nach Handlungsmotiven und beleuchtet die Hintergründe der furchtbaren Urteilsbilanz.

Begleitprogramm und Ausstellungspräsentation stehen im Kontext des Forschungsprojekts „Militärjustiz und Stadt im Krieg. Die Gerichte des Ersatzheers in Hamburg und Norddeutschland 1939–1945“. Zu dessen Abschluss findet am 22.–23. November 2018 die Tagung „Militär und Stadt im Krieg. Herrschaftssicherung und Radikalisierung an der ‚Heimatfront‘ in der zweiten Kriegshälfte 1942–1945“ in Hamburg statt.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Bezirksamtes (Montags bis Donnerstags von 7:00 – 19:00 Uhr und Freitags von 7:00 – 17:00 Uhr) besucht werden.

Flyer