Montag 4. November 2019–Sonntag 12. Januar 2020 Ausstellung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Einige waren Nachbarn

Wie war der Holocaust möglich? Die zentrale Rolle Adolf Hitlers und anderer nationalsozialistischer Führer ist unbestreitbar, aber sie waren von unzähligen anderen Personen abhängig. Welche Rolle spielten die gewöhnlichen Menschen? Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Juden teil, während andere Mitläufer waren? Warum haben so wenige den Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, geholfen?

Die Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) fordert uns heraus, über die Motive und Zwänge nachzudenken, die die Entscheidungen und Verhaltensweisen der Menschen in Deutschland und dem von Deutschland dominierten Europa während des Holocaust beeinflussten. Wie reagierten Menschen auf die Not ihrer jüdischen Klassenkameradinnen und -kameraden, Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde?

Die Ausstellung wird im Foyer der Hauptausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gezeigt.

Zur Veranstaltung wird ein Begleitprogramm mit Vorträgen und einem Podiumsgespräch angeboten. Die Eröffnung findet am 4. November um 17 Uhr statt.

Begleitprogramm

Sonntag 17. November 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Henning Glindemann

Sonntag 17. November 2019 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 17. November 2019 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Donnerstag 21. November 2019 18:00–20:00 Vortrag

Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg

Die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus

Bei Kriegsbeginn umfasste die Polizei im Deutschen Reich etwa 130 000 Beamte, einschließlich der „Polizeireserve“. Bereits am 6. September 1939 wurden drei Polizeibataillone aus aktiven Polizisten aus Hamburg nach Polen in Marsch gesetzt. Sie waren dort unter anderem an Deportationen und Geiselerschießungen, an der sogenannten „Intelligenzaktion“ und der Einrichtung von Ghettos beteiligt. Von 1942 bis 1944 war das Reserve-Polizeibataillon 101 an der sogenannten „Endlösung“ im Rahmen der „Aktion Reinhard“ im Distrikt Lublin des Generalgouvernements eingesetzt. Die Zahl der Opfer allein dieser Einheit wird auf 80 000 bis über 100 000 jüdische Menschen geschätzt.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte der Hamburger Polizei im Nationalsozialismus, ihre Beteiligung an Verbrechen und ihre weitere Entwicklung nach 1945.

Der Referent Wolfgang Kopitzsch, Historiker und Pädagoge, war langjähriger Leitender Pädagoge und Leiter der Landespolizeischule Hamburg, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord und Polizeipräsident der Freien und Hansestadt Hamburg.  

Um Anmeldung zur Veranstaltung per Mail wird gebeten: christine.eckel@bkm.hamburg.de

Freitag 22. November 2019 09:30–17:30 Workshop

HafenCity Universität Hamburg, Überseeallee 16, 20457 Hamburg

Regionalgeschichtlicher Workshop – Der Hannoversche Bahnhof: Ein Ort der Verfolgung und Deportationen von 1940 bis 1945

Im Lohsepark in der Hamburger HafenCity gelegen entsteht bis 2022 das Dokumentationszentrum „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“. Kern des geplanten Informations- und Lernorts wird eine Dauerausstellung sein, die das Schicksal von mehr als 8.000 deportierten Jüdinnen und Juden sowie Sintize und Sinti und Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland in die Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung einbettet. Zudem wird das Schicksal jener vorgestellt, die in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht gezwungen wurden. Ebenso wie die Wege der Verfolgten sollen die Handlungsspielräume in der umgebenden Mehrheitsgesellschaft gezeigt werden. In vielfältiger Weise soll zudem die Geschichte und Nachgeschichte der Verfolgung und Deportationen mit Gegenwarts- und Zukunftsperspektiven verknüpft werden.

Für die Erarbeitung der Ausstellungsinhalte und die Darstellung der (Regional-)Geschichte stützt sich das Ausstellungsteam auch auf die vielfältigen Forschungen der letzten Jahre. Der in Kooperation mit der HafenCity Universität (HCU) Hamburg ausgerichtete eintägige Workshop soll die wissenschaftliche Arbeit ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Hamburg und Norddeutschland und der Kuratorinnen und Kuratoren zusammenführen und damit die Grundlage bieten, sie in einen größeren Kontext zu stellen. Die Beiträge der Veranstaltung beleuchten Aspekte der historischen Ereignisse und ihrer Vor- und Nachgeschichte. Es wird Gelegenheit zum Austausch und Gespräch geben.

Der Workshop richtet sich an alle an der Thematik Interessierte aus Norddeutschland und darüber hinaus, insbesondere an jene, die die Entwicklung des Projekts "denk.mal Hannoverscher Bahnhof" aktuell oder in der Vergangenheit mit begleitet haben. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bitte dazu das Anmeldeformular bis zum 31. Oktober 2019 senden an: studienzentrum@bkm.hamburg.de

Informationen und Kontakt: daniel.bernhardt@bkm.hamburg.de , Tel. 040 - 42 81 31-561. Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg (HCU).  

Ankündigung

Anmeldeformular

Sonntag 24. November 2019 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Margit Martinsen

Sonntag 24. November 2019 12:00–14:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 24. November 2019 14:00–16:00 Führung und Gespräch

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Montag 25. November 2019 17:00–18:30 Führung

Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

Rundgang durch das ehemalige Stadthaus

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten die Gestapo, die Kripo und die Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen mit Tausenden Opfern. Zu den Verfolgten zählten politische Gegnerinnen und Gegner, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, „Zigeuner“, „Asoziale“ sowie Jüdinnen und Juden. Die Vernehmungszimmer und Hafträume im Stadthaus waren Orte schwerer Misshandlungen.

Der Historiker Herbert Diercks führt durch die heutigen „Stadthöfe“ und thematisiert die Nutzungsgeschichte des Stadthauses, die verschiedenen Verbrechenskomplexe und das Schicksal der verfolgten Frauen und Männer. Um Anmeldung wird gebeten unter christine.eckel@bkm.hamburg.de
Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Donnerstag 28. November 2019–Freitag 29. November 2019 Tagung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Polizei und historisch-politische Bildungsarbeit an Geschichtsorten und Gedenkstätten

Donnerstag, 28.11.2019, 13.00–18.30 Uhr
Freitag, 29.11.2019, 9.00–12.30 Uhr

Gesprächsforum „Politische Bildung und Polizei“ – Polizei und historisch-politische Bildungsarbeit an Geschichtsorten und Gedenkstätten

Als Vertreter*innen des staatlichen Gewaltmonopols sind Polizist*innen im Rahmen ihrer Aus- und Fortbildung in besonderem Maße für die Gefahren menschen- und demokratiefeindlicher Denkmuster und Ideologien zu sensibilisieren. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Angebote von Geschichtsorten und Gedenkstätten.

Auf der Tagung wird diskutiert, mit welchen Kooperationsformen, Formaten und methodisch-didaktischen Lösungen politische Bildung an historischen Orten für die und mit der Polizei gelingen kann. Sie richtet sich an Lehrende polizeilicher Bildungseinrichtungen, Angehörige staatlicher und freier Träger der politischen Bildungsarbeit, Polizeibeamt*innen aller Laufbahngruppen sowie Vertreter*innen der Zivilgesellschaft.

Die Tagungsgebühr beträgt 70 € (ermäßigt 30 €). Um Anmeldung bis zum 29. Oktober 2019 wird gebeten bei Bastian Satthoff, Tel. 040 428 131 543, studienzentrum@bkm.hamburg.de

Veranstalter: Deutsche Hochschule der Polizei und Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Modellprojekts „Politische Bildung und Polizei“)

Programm

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