Lehrerfortbildung: „Historisches Forschen mit Schülern“ Auftaktveranstaltung für Lehrkräfte zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gemeinsam mit der Körber-Stiftung, des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung und des Staatsarchivs: Ausschreibung des Schülerwettbewerbs, Workshops zu Methoden der Archivarbeit und Zeitzeugenbefragung mit Schülern.
Informationen und Anmeldung: iris.groschek@bksm.hamburg.de oder über die neue Telefonnummer: 040-428131521
Studienzentrum
05.09.2010 10:00 Uhr
Literarischer Spaziergang Spaziergang über den Ohlsdorfer Friedhof: Literatur, Kunst und Kultur 1933 - 1945 Der etwa zweistündige Spaziergang mit Herbert Diercks führt zu Grabstätten Hamburger Künstlerinnen und Künstler wie Wolfgang Borchert oder Ida Ehre, die im Nationalsozialismus bedroht oder verfolgt wurden. Michael Grill liest an deren Grabstätten aus letzten Briefen, Erinnerungen und Erzählungen. Teilnahmegebühr: 5 € (erm. 3 €). Treffpunkt: U- und S-Bahnhof Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße
Veranstaltungen an anderen Orten
05.09.2010 11:00 Uhr
11.00 und 12.00 Uhr Führung und Gespräch Führung und Gespräch mit Ilse Jacob
Gedenkstätte Fuhlsbüttel
05.09.2010 12:00 Uhr
Jeden Sonntag 12.00 und 14.30 Uhr Führung durch die KZ-Gedenkstätte mit Mitarbeitern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit. Treffpunkt: Plattenhaus/ Nähe Klinkerwerk
Plattenhaus
05.09.2010 14:00 Uhr
Führung: Die Kinder vom Bullenhuser Damm. Führung durch die Gedenkstätte und den Rosengarten mit Sabine Homann-Engel
Gedenkstätte Bullenhuser Damm
05.09.2010 15:00 Uhr
Führung: Leben nach dem Überleben Ein thematischer Rundgang durch die Gedenkstätte mit Karin Heddinga
Haupteingang
05.09.2010 15:00 Uhr
Führung Einführung in die ständige Ausstellung.
Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
05.09.2010 15:20 Uhr
Alternative Hafenrundfahrt Widerstand und Verfolgung und der Hamburger Hafen Während der zweistündigen alternativen Hafenrundfahrt berichten Herbert Diercks und Michael Grill über Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen 1933-1945. Die Route führt zu den Orten, an denen Konzentrationslager eingerichtet waren. Auf der Elbe werden die Ausbaupläne Hamburgs zur „Führerstadt vorgestellt. Teilnahmegebühr: 10 €.
Karten vor Ort und unter Tel.: 040 – 428131 527 (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) Treffpunkt: Barkassenzentrale Ehlers (Anleger Vorsetzen, U-Bahnhof Baumwall)
Veranstaltungen an anderen Orten
11.09.2010 10:00 Uhr
Dauer ca.6 h
10.00 – 16.00 Uhr
Workshop
„Antikapitalismus von rechts?“
Im Umfeld neonazistischer Gruppen und der NPD tauchen immer wieder scheinbar antikapitalistische Slogans auf, z.B.: »Freie Menschen, statt freie Märkte«; »Kapitalistischen Normalitäten entgegentreten«; »Globalisierung stoppen – Kapitalismus abschaffen«.
Was verbirgt sich hinter diesen Slogans? In der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise werden Spekulanten, Sparprogramme und Sozialabbau thematisiert. Scheinbar widersetzen sich die neonazistischen Gruppen, wie auch die NPD, einer marktliberalen Logik. Dabei entwickeln sie jedoch wesentliche Elemente der Ausgrenzung, der Elitenbildung und des globalen Wettbewerbs in ihrem gewalttätigen und totalitären Sinne fort. Wir wollen mit dieser Veranstaltung beispielhaft aktuelle Entwicklungen des neonazistischen „Antikapitalismus“ anhand von Veröffentlichungen und Zeitungen bearbeiten und diskutieren.
Programmablauf unter www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de oder www.wanderausstellung-opfer-rechter-gewalt-in-hh-bergedorf.de.
TeamerInnen: Christian Hartz, Diplom-Volkswirt, Antje Zimmermann, Diplom-Soziologin
Anmeldung: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum, studienzentrum@bksm.hamburg.de, Tel. 040 – 428 131 543.
Mittagessen kann für 7 Euro zusätzlich erworben werden.
Konzert "Messias" von Georg Friedrich Händel. Mit der Kantorei St. Johannis zu Neuengamme und Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters, unter Leitung von Lutz-Michael Harder. Tickets: 20€ (ermäßigt 15€) Einlass und Abendkasse ab 17:00Uhr-
Klinkerwerk, Westflügel
12.09.2010 11:00 Uhr
11.00 und 12.00 Uhr Führung und Gespräch Führung und Gespräch mit Hans Saalfeld / Birgit Reichel
Gedenkstätte Fuhlsbüttel
15.09.2010 19:00 Uhr
Gespräch Begegnung mit der Autorin und Zeitzeugin Gerda Zorn Zu den außergewöhnlichen, in Hamburg lebenden Zeitzeuginnen gehört die Schriftstellerin Gerda Zorn, geb. 1920. In der Weimarer Zeit ging sie in Berlin zur Schule, im Nationalsozialismus begann die Berufstätigkeit.
Der Liebe wegen zog sie in den 1950er-Jahren von Ost-Berlin/DDR in die Bundesrepublik und seit den 1960er-Jahren lebt sie in Hamburg. Zu keiner Zeit war die selbstbewusste Frau mit Berliner Charme und Witz bequem. Im Nationalsozialismus führte die Weigerung, dem BDM beizutreten, zu Repressionen – in der DDR war es ein Kinobesuch in Westberlin.
In der Bundesrepublik schloss sie sich der Friedensbewegung und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes an; ihr besonderes Interesse galt der Erforschung des Widerstands im Nationalsozialismus. Mit ihrem 1965 erschienenen Buch „Stadt im Widerstand“ über den Widerstand in Hannover und den weiteren Publikationen wie „Frauen gegen Hitler“ und „Rote Großmütter. Gestern und heute“ leistete Gerda Zorn eine Pionierarbeit. 2008 erschienen in zweiter, erweiterter Auflage im Berliner Verlag trafo ihre autobiografischen Erinnerungen „Wiederkehr des Verdrängten“.
Die Autorin und Journalistin Gerda Zorn im Gespräch mit dem Historiker Herbert Diercks Ort: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel Kritenbarg 8, 22391 Hamburg (S-Bahnhof Poppenbüttel (S1))
Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
16.09.2010 10:00 Uhr
10.00 – 14.00 Uhr
Zeitzeugengespräch mit Ruth Gröne: Kindheit als jüdische Verfolgte im Nationalsozialismus
Die Mutter von Ruth Gröne wurde als „Arierin“, der Vater als Jude und die Tochter als „Geltungsjüdin“ klassifiziert und damit der NS-Verfolgung ausgesetzt. Am 27. November 1944 wurde der Vater inhaftiert, am 5. Februar 1945 ins KZ Neuengamme überstellt. Ruth Gröne wird über das Schicksal ihrer Familie und ihrer eigenen Verfolgung berichten.
Durch das Gespräch führt Karin Heddinga. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Führung durch die Gedenkstätte.
Anmeldung für Schulklassen und Gruppen erforderlich.
Kostenbeitrag für die Führung: 15 Euro pro Gruppe. Einzelpersonen sind willkommen.
Ort: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Studienzentrum
18.09.2010 11:00 Uhr
Workshop: Antisemitismus und Linke in der Bundesrepublik nach 1945 Wo zeigen sich in Gruppierungen, Parteien, bei Menschen, in Presseorganen, die sich der Linken zurechnen, antisemitische Tendenzen, Äußerungen und Kommentare? Hat sich und wenn ja, in welcher Weise, die Situation von 1945 bis heute verändert?
Gibt es Ereignisse, an denen das besonders sichtbar wurde/wird? Es geht in diesem Studientag um eine allgemeine Diskussion und eine Sensibilisierung für dieses Thema, das an exemplarischen Beispielen veranschaulicht wird. Ort: St.Ansgar-Haus , Schmilinskystr. 78 , 20099 Hamburg Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum und Pax Christi Regionalstelle Osnabrück/ Hamburg. Anmeldung: studienzentrum@bksm.hamburg.de, Tel. 040 428131 543
Veranstaltungen an anderen Orten
19.09.2010 11:00 Uhr
11.00 und 12.00 Uhr Führung und Gespräch Führung und Gespräch mit Antje Kosemund
Gedenkstätte Fuhlsbüttel
19.09.2010 14:00 Uhr
Fahrradrundfahrt am „Tag des Friedhofs“ Widerstand und Verfolgung in Hamburg 1933-1945 und der Ohlsdorfer Friedhof Eine Rundfahrt mit Herbert Diercks über den größten Parkfriedhof der Welt thematisiert den Widerstand und die Verfolgung in Hamburg 1933-1945. Es werden nicht allein Gräber zahlreicher Opfer des Nationalsozialismus und des Krieges gezeigt. Der Friedhof selbst war ein Ort, an dem Widerstand geleistet wurde und die Gestapo aktiv war. Teilnahmegebühr: 5 € (ermäßigt 3 €). Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: Pavillon der Willi-Bredel-Gesellschaft, Ohlsdorfer Friedhof
Veranstaltungen an anderen Orten
20.09.2010 10:00 Uhr
Projekttag: „Kinder und Jugendliche im KZ?“ Projekttag für Schulklassen anlässlich des Weltkindertages, Gebühr: 30 €/ Schulklasse Anmeldung und Informationen: : iris.groschek@bksm.hamburg.de
Haupteingang
23.09.2010 16:00 Uhr
Donnerstag, 23. September 2010 16. 00 – 18. 00 Uhr und Freitag, 24. September 2010, Samstag, 25. September 2010 10. 00 – 16. 00 Uhr Lehrerfortbildung: Die Gegenwart der Vergangenheit. "Richtiges" Erinnern? II Fortbildung zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht.
Veranstaltung am 23.9. im Landesinstitut für Lehrerbildung
Veranstaltungen am 24. und 25. 9. in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum.
Die Fortbildung wird vom Landesinstitut für Lehrerbildung anerkannt.
Ziel dieser Fortbildung ist die didaktische Erschließung der Gedenkstätte für den eigenen Unterricht. Die TeilnehmerInnen entwerfen innovative Formen des Unterrichts für ihre Klassen bzw. Gruppen. Zu Grunde gelegt werden ein projektdidaktisches Konzept mit tätigkeitstheoretischem Ansatz sowie das Kompetenz-Strukturmodell Geschichte. Die Teilnahme an diesem aufbauenden zweiten Teil der Fortbildung ist für all jene möglich, die die KZ-Gedenkstätte Neuengamme bereits kennengelernt haben. Anmeldung: studienzentrum@bksm.hamburg.de oder Tel. 040 428131543.
Teilnahmegebühr: 20€, einschließlich Verpflegung Orte: Landesinstitut für Lehrerbildung, Felix-Dahn-Strasse 3, 20357 Hamburg
Studienzentrum
25.09.2010 14:00 Uhr
14.00 – 17.00 Uhr Führung „Asoziale“ im KZ Neuengamme Als „Asoziale“ wurden im Nationalsozialismus unterschiedlichste Personen verfolgt: Sinti und Roma, Arme, Obdachlose, Alkoholkranke, so genannte „Arbeitsscheue“, Prostituierte, Personen, die gegen herrschende Bestimmungen verstießen, beispielsweise unerlaubten Kontakt zu Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen pflegten.
Damit ergeben sich große Berührungspunkte zu den Opfern der aktuellen Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“.
Die öffentliche und kostenfreie Führung wird begleitet von Martin Reiter.
Radrundfahrt Widerstand und Verfolgung in Hamburg 1933-1945 und der Ohlsdorfer Friedhof Die Radrundfahrt mit Herbert Diercks über den größten Parkfriedhof der Welt thematisiert den Widerstand und die Verfolgung in Hamburg 1933-1945. Es werden nicht allein Gräber zahlreicher Opfer des Nationalsozialismus und des Krieges gezeigt. Der Friedhof selbst war ein Ort, an dem Widerstand geleistet wurde und die Gestapo aktiv war Teilnahmegebühr: 5 € (ermäßigt 3 €). Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: U- und S-Bahnhof Ohlsdorf, Ausgang Fuhlsbüttler Straße
Veranstaltungen an anderen Orten
26.09.2010 11:00 Uhr
11.00 und 12.00 Uhr Führung und Gespräch Führung und Gespräch mit Holger Martens
rekonstruierter Appelplatz
26.09.2010 15:00 Uhr
Alternative Hafenrundfahrt Widerstand und Verfolgung und der Hamburger Hafen Während der zweistündigen alternativen Hafenrundfahrt berichten Herbert Diercks und Michael Grill über Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen 1933-1945. Die Route führt zu den Orten, an denen Konzentrationslager eingerichtet waren. Auf der Elbe werden die Ausbaupläne Hamburgs zur „Führerstadt vorgestellt. Teilnahmegebühr: 10 €. Karten vor Ort und unter Tel.: 040 – 428131 527 (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) Treffpunkt: Barkassenzentrale Ehlers (Anleger Vorsetzen, U-Bahnhof Baumwall)
Veranstaltungen an anderen Orten
26.09.2010 15:00 Uhr
Führung: Vom KZ zur Gedenkstätte Ein thematischer Rundgang durch die Gedenkstätte mit Marco Kühnert
Haupteingang
28.09.2010 19:00 Uhr
Buchvorstellung "Anfang 1935 flog die Gruppe meines Vaters auf..." . Lesung und Gespräch mit der Zeitzeugin Helga Roepert.
Erinnerungen der Tochter des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Otto Lang, Helga Roepert, an ihre Kindheit im Nationalsozialismus.
Helga Roepert, geb. Lang, Jahrgang 1931, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in den Hamburger Arbeiterstadtteilen Veddel und Rothenburgsort. In ihrem in diesem Jahr erschienenen Buch „Anfang 1935 flog die Gruppe meines Vaters auf…“ erinnert sie sich „an eine glückliche Kindheit in schrecklichen Zeiten“ – die Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges.
Eine glückliche Kindheit ermöglichten die Familie und Freunde. Aber ihr Vater, Otto Lang, wurde von der Gestapo verhaftet, weil er sich am Widerstand beteiligt hatte. Er hatte der SPD und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold angehört und deren politische Arbeit im Nationalsozialismus illegal fortgesetzt. Er kam von 1935 bis 1938 für zweieinhalb Jahre in Haft. Während des Krieges zog die Wehrmacht ihren Vater als „wehrunwürdigen“ Soldaten zum „Bewährungsbataillon 999“ ein; dort starb er kurz vor Kriegsende auf der Flucht.
Helga Roepert arbeitete bis 1993 als Finanzbeamtin in Hamburg. Sie ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten“ und steht regelmäßig in der Gedenkstätte „KolaFu“ den Besuchern als Zeitzeugin zur Verfügung. Sie hat mit dem Aufschreiben ihrer Erinnerungen dafür gesorgt, dass ein wichtiger Aspekt Hamburgischer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Ort: Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalt Fuhlsbüttel 1933- 1945 Suhrenkamp 98, 22335 Hamburg (S/U-Bahnhof Ohlsdorf (S1/ U1))