Freitag 24. November 2017 10:00–17:00 Dialogworkshop

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Einander kennenlernen – Trotz alledem. Dialogworkshop für Angehörige im Nationalsozialismus Verfolgter sowie von NS-TäterInnen

In diesem Workshop wollen wir uns den Bemühungen um das Herstellen von Gerechtigkeit und dem Umgang mit Schuldgefühlen aus verschiedenen Perspektiven nähern. Gemeinsam betrachten wir Möglichkeiten, wie dem Wunsch nach Gerechtigkeit entsprochen werden kann, und treten in einen Austausch über die Hintergründe von Schuldgefühlen und ihren Auswirkungen. In dieser ersten Phase des Workshops stehen die individuellen Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden im Fokus. Dieser individuelle Zugang zum Thema wird im zweiten Teil durch die Präsentation von Rechtsanwältin C. Siegrot, Nebenklagevertreterin in aktuellen NS-Prozessen,  zum Thema juristischer Aufarbeitung von NS-Verbrechen um die gesamtgesellschaftliche Perspektive ergänzt. Das Seminar wendet sich an Menschen, die zukunftsgerichtet und konstruktiv mit ihrer Familiengeschichte umgehen und die Basis für ein gemeinschaftliches Engagement schaffen wollen.

Wir bitten die Teilnehmer_innen, die zum ersten Mal am Workshop teilnehmen, einen Gegenstand mitzubringen, der sie mit der Person verbindet, wegen der sie sich angemeldet haben. Sie werden Gelegenheit haben, diesen Gegenstand und die dazugehörige Geschichte während des Workshops vorzustellen. Bitte schreiben Sie bei der Anmeldung einige Sätze zu der Person, wegen der sie sich anmelden.

Seminarleitung: Swenja Granzow-Rauwald und Ulrich Gantz.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Gruppe soll paritätisch aus Nachkommen NS-Verfolgter wie von NS-TäterInnen gebildet werden. Interessierte wenden sich für Nachfragen an Dr. Oliver von Wrochem, Tel. (040) 428 131 515, Oliver.vonWrochem@bkm.hamburg.de.

Anmeldung bitte bis zum 3. November 2017 an Nathalie Döpken, Studienzentrum, studienzentrum@bkm.hamburg.de, Tel. (040) 428 131 543.

Kosten: 30 Euro, ermäßigt 20 Euro (inkl. Verpflegung)

Programm

Samstag 25. November 2017 10:30–17:30 Dialogworkshop

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Einander kennenlernen – Trotz alledem. Dialogworkshop für Angehörige im Nationalsozialismus Verfolgter sowie von NS-TäterInnen

In diesem Workshop wollen wir uns den Bemühungen um das Herstellen von Gerechtigkeit und dem Umgang mit Schuldgefühlen aus verschiedenen Perspektiven nähern. Gemeinsam betrachten wir Möglichkeiten, wie dem Wunsch nach Gerechtigkeit entsprochen werden kann, und treten in einen Austausch über die Hintergründe von Schuldgefühlen und ihren Auswirkungen. In dieser ersten Phase des Workshops stehen die individuellen Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmenden im Fokus. Dieser individuelle Zugang zum Thema wird im zweiten Teil durch die Präsentation von Rechtsanwältin C. Siegrot, Nebenklagevertreterin in aktuellen NS-Prozessen,  zum Thema juristischer Aufarbeitung von NS-Verbrechen um die gesamtgesellschaftliche Perspektive ergänzt. Das Seminar wendet sich an Menschen, die zukunftsgerichtet und konstruktiv mit ihrer Familiengeschichte umgehen und die Basis für ein gemeinschaftliches Engagement schaffen wollen.

Wir bitten die Teilnehmer_innen, die zum ersten Mal am Workshop teilnehmen, einen Gegenstand mitzubringen, der sie mit der Person verbindet, wegen der sie sich angemeldet haben. Sie werden Gelegenheit haben, diesen Gegenstand und die dazugehörige Geschichte während des Workshops vorzustellen. Bitte schreiben Sie bei der Anmeldung einige Sätze zu der Person, wegen der sie sich anmelden.

Seminarleitung: Swenja Granzow-Rauwald und Ulrich Gantz.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Gruppe soll paritätisch aus Nachkommen NS-Verfolgter wie von NS-TäterInnen gebildet werden. Interessierte wenden sich für Nachfragen an Dr. Oliver von Wrochem, Tel. (040) 428 131 515, Oliver.vonWrochem@bkm.hamburg.de.

Anmeldung bitte bis zum 3. November 2017 an Nathalie Döpken, Studienzentrum, studienzentrum@bkm.hamburg.de, Tel. (040) 428 131 543.

Kosten: 30 Euro, ermäßigt 20 Euro (inkl. Verpflegung)

Programm

Sonntag 26. November 2017 11:00–13:00 Führung und Gespräch

Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933–1945

Führung und Gespräch

Führung und Gespräch mit Ulla Suhlig.

Sonntag 26. November 2017 12:00–14:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Plattenhaus/Nähe Klinkerwerk

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Sonntag 26. November 2017 14:00–16:00 Führung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Haupteingang

Das Gelände der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Sonntagsführung mit Mitgliedern des Arbeitskreises kirchliche Gedenkstättenarbeit.

Montag 27. November 2017 19:00–21:00 Lesung und Gespräch

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Vortragsraum, 1. Stock, Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Nachkommen von NS-Tätern im Dialog über ihre Familiengeschichten

Regisseur und Autor Chris Kraus („Die Blumen von gestern“) und Barbara Brix, beide Nachkommen von NS-Tätern, diskutieren im Gespräch mit Dr. Oliver von Wrochem (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über ihre individuellen Motive für die Auseinandersetzung mit der NS-Täterschaft in der eigenen Familie und lesen Passagen aus jüngst erschienenen Publikationen über ihre Familiengeschichte.

Eine Kooperationsveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und des Fachbereichs Geschichte der Universität Hamburg.

Eintritt frei

Um Anmeldung bis zum 24. November 2017 wird gebeten bei Dr. Susann Lewerenz, Studienzentrum, susann.lewerenz@bkm.hamburg.de, Tel. (040) 428 131 536.

Flyer

Dienstag 28. November 2017 11:30–13:30 Lesung und Gespräch, Zeitzeugengespräch

Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen Rechts

Esther Bejarano, geb. Loewy wurde 1924 in Saarlouis geboren und wuchs in einer jüdischen Familie auf. Ihr Vater war Kantor und vermittelte ihr die Liebe zur Musik. Die Eltern wurden im November 1941 von den Nationalsozialisten im litauischen Kowno ermordet, Esther war bis 1943 Zwangsarbeit im Zwangsarbeiterlager Neuendorf bei Fürstenwalde inhaftiert und wurde dann nach Auschwitz deportiert. Dort meldete sie sich zum Mädchenorchester, das unter anderem während des täglichen Ein- und Ausmarsches der KZ-Häftlinge am Lagertor spielen musste. Diese privilegierte Arbeit rettete ihr Leben. Über das KZ Ravensbrück wurde Esther schließlich auf einen Todesmarsch geschickt und am 3. Mai 1945 im mecklenburgischen Lübz durch sowjetische Truppen befreit.

Esther Bejarano wanderte zunächst nach Israel aus und kehrte mit ihrer Familie in den 1960er Jahren nach Deutschland zurück. Gemeinsam mit ihren Kindern gründete sie die Gruppe „Coincidence“, die vorwiegend jüdische und antifaschistische Liedern spielt. Seit 2009 singt sie gemeinsam mit der Rap-Band „Microphone Mafia“. Für ihr Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Neonazismus mit vielen Auszeichnungen geehrt, erhielt sie 2008 das Bundesverdienstkreuz.

Esther Bejarano wird Passagen aus ihren Lebenserinnerungen lesen und im Gespräch mit Ulrike Jensen über ihre Verfolgung, ihr Leben nach dem Überleben und ihr Engagement gegen Rechts berichten.

Anmeldung für Schulklassen und Gruppen erforderlich. Einzelpersonen sind willkommen. Nachfragen und Anmeldung (bis zum 20. November 2017)  KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Gedenkstättenpädagogik, Ulrike Jensen, Tel. 040 428 131 519, E-Mail: ulrike.jensen@bkm.hamburg.de
Ort: Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Im Anschluss an das Gespräch besteht die Möglichkeit einer kostenpflichtigen  Führung durch die KZ-Gedenkstätte. Buchung bitte direkt beim Museumsdienst Hamburg, Tel.: 040 428 1310.  Kosten: 35 € pro Gruppe.

Flyer

Dienstag 28. November 2017 18:00–20:00 Führung

Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Vor 73 Jahren, am 28. November 1944, kamen 20 jüdische Kinder aus dem KZ Auschwitz im KZ Neuengamme an. Der Arzt Kurt Heißmeyer hatte sie angefordert, um an ihnen pseudomedizinische Experimente durchzuführen. Am 20. April 1945 wurden die Kinder am Bullenhuser Damm ermordet. Dieser Rundgang durch die Gedenkstätte Bullenhuser Damm erzählt ihre Geschichten.