Freitag 27. Februar 2015 14:00–19:00 Fortbildung

KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

„Vernichtung durch Arbeit“

Vor- und Nachteile einer viel genutzten Wortwendung für die Vermittlung der Geschichte der Konzentrationslager.

1942 fand ein wesentlicher Wandel des KZ-Systems statt, der durch zwei Elemente geprägt war: Die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden und den systematischen Einsatz von KZ-Häftlingen zur Sklavenarbeit für die deutsche Kriegswirtschaft. Zur Kennzeichnung des Sklavenarbeitseinsatzes wurde über lange Jahre die Formel „Vernichtung durch Arbeit“ genutzt. In jüngster Zeit sind durch neuere Forschungsergebnisse Zweifel an dieser Wortwahl aufgekommen.

Im Workshop mit Dr. Marc Buggeln, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin, wird der Wandel des KZ-Systems im Nationalsozialismus vorgestellt und auf dieser Grundlage darüber diskutiert, für welche Tatbestände der Begriff „Vernichtung durch Arbeit“ angemessen erscheint.

Anmeldung (bis zum 20. Februar 2015) und Information: ulrike.jensen@kb.hamburg.de, Tel. 040-428 131 519.