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Die Schule am Bullenhuser Damm

Im KZ Neuengamme führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tbc-Versuche an Häftlingen durch. Dazu ließ er im November 1944 zwanzig jüdische Kinder, zehn Jungen und zehn Mädchen, aus dem KZ Auschwitz nach Neuengamme bringen. Betreut wurden die Kinder von zwei französischen Häftlingsärzten, den Professoren René Quenouille und Gabriel Florence, und den zwei holländischen Pflegern Anton Hölzel und Dirk Deutekom. Um das Verbrechen zu verbergen, ließ die SS-Führung die Kinder und ihre vier Betreuer wenige Tage vor Kriegsende in ein von Oktober 1944 bis Mitte April 1945 als KZ-Außenlager genutztes Schulgebäude im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort bringen und dort  ermorden. In der Nacht des 20. April 1945 wurden sie im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm von SS-Männern erhängt; wenige Stunden später wurden dort auch 24 sowjetische KZ-Häftlinge ermordet.

Webseite der Vereinigung "Kinder vom Bullenhuser Damm e.V."

In der Schule am Bullenhuser Damm befand sich bis 1945 eines der Außenlager von Neuengamme. Am 20. April 1945 wurden dort 20 deportierte jüdische Kinder ermordet. (ANg)