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Gedenkstätte

Die Nachkriegsnutzungen als Internierungslager und Gefängnis haben zweifellos dem Vergessen Vorschub geleistet. Mehrere Jahrzehnte nahm das KZ Neuengamme in der öffentlichen Erinnerung nicht nur überregional, sondern auch vor Ort in Hamburg keinen Raum ein.

Eine Gedenkstätte konnte erst nach und nach entstehen und musste gegen starke Widerstände durchgesetzt werden. Zunächst 1953 und später 1965 als steinernes Mahnmal am Rand des Geländes angelegt, 1981 um ein Ausstellungsgebäude ergänzt und in den folgenden Jahren nach und nach erweitert, schuf erst im Jahr 2003 die Schließung des Gefängnisses die Voraussetzung für die Gestaltung einer Gedenk- und Dokumentationsstätte am Ort des ehemaligen Häftlingslagers.

Die im Mai 2005 zum 60. Jahrestag der Befreiung eröffnete neue Gedenkstätte umfasst nahezu das gesamte historische Lagergelände in einer Größe von 50 Hektar mit 15 aus der KZ-Zeit erhaltenen Gebäude; sie ist damit heute eine der größten Gedenkstätten in Deutschland. Zentrale Elemente bilden im Außengelände die Markierung der Barackengrundflächen und archäologische Freilegungen, die in den ehemaligen Häftlingsblocks 21–24 eingerichtete Hauptausstellung, eine Studienausstellung in den ehemaligen SS-Garagen zur SS sowie zwei weitere Ergänzungsausstellungen zur KZ-Zwangsarbeit in der Rüstungs- und Ziegelproduktion im ehemaligen Klinkerwerk bzw. in einer früheren Gewehrfabrik, ferner ein Offenes Archiv und ein Studienzentrum für Projekte und Seminarprogramme.

Mahnmal und Gedenkmauer.
Gebäude der Hauptausstellung.
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