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Wöbbelin (Auffanglager)

Ab Mitte April 1945 wurde das Außenlager Wöbbelin zum Ziel von Räumungstransporten aus anderen Außenlagern des Konzentrationslagers Neuengamme. Häftlinge aus Kaltenkirchen, aus den Lagern in Porta Westfalica, aus Schandelah, Fallersleben und Helmstedt-Beendorf wurden in das für die Aufnahme so vieler Menschen nicht ausgestattete Lager gebracht. Die Baracken waren noch nicht eingerichtet, das Lager verfügte nur über eine Wasserpumpe für die über 5000 Häftlinge. Am 1. Mai unternahm die SS den Versuch, die Häftlinge noch per Bahn nach Lübeck zu transportieren. Da die Gleise durch Bombenangriffe der Alliierten zerstört waren, gelang dies jedoch nicht.

Am 2. Mai 1945 erreichten Soldaten der 82. US-Luftlandedivision das Auffanglager Wöbbelin. Über 950 Häftlinge waren an Hunger und Krankheiten gestorben. Die US-amerikanischen Truppen ließen die Leichen durch die deutsche Bevölkerung exhumieren und am 7. und 8. Mai in Ludwigslust (zwischen Schloss und Schlosskirche), Schwerin und Hagenow und Wöbbelin öffentlich bestatten.

Am „Heldenhain“ von Theodor Körner (1791 – 1813) wurde am 8. Mai 1945, auf Befehl der amerikanischen Truppen, ein Teil der Toten des nahe gelegenen Außenlagers des Konzentrationslagers Neuengamme ehrenvoll bestattet.

1951 wurden die KZ Opfer, die auf dem Wöbbeliner Friedhof begraben worden waren, exhumiert und auf den Bestattungsplatz am Museum umgebettet.

Zeitraum

15. April bis 2. Mai 1945

Anzahl

ca. 5000

Art der Arbeit

-

Auftraggeber

-

Wöbbelin (Auffanglager)

Das Sandsteinrelief für die Opfer der "Todesmärsche im April 1945" wurde von Jo Jastram 1960 geschaffen.

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