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Gedenkstätte

Auf Initiative einer Gruppe des Gymnasiums Oberalster wurde im Juni 1982 mit Bezirksmitteln ein Gedenkstein am Ort des ehemaligen Lagergeländes am Feldblumenweg/Ecke Petunienweg aufgestellt und eine Tafel aus dem Programm der Hamburger Kulturbehörde „Stätten der Verfolgung und des Widerstandes 1933–1945“ angebracht. Die Schülerinnen und Schüler hatten 1980/81 im Rahmen eines Projektes erstmals die Geschichte des Lagers erforscht und die Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht.

Auf dem Gelände der ehemaligen Plattenhaussiedlung, dem heutigen Standort des Alstereinkaufszentrums und von Wohnanlagen, ist ein Plattenhaus erhalten geblieben. Im Januar 1985 wurden hier auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, des Ortsausschusses Alstertal und des Museums für Hamburgische Geschichte ein kleines Museum und eine Gedenk- und Begegnungsstätte eingerichtet. Im Museumsteil ist eine Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 mit Originalmobiliar eingerichtet, die die beengte Wohnsituation jener Ausgebombten zeigt, die als Beschäftigte in kriegswichtigen Betrieben von der Stadtverwaltung bevorzugt mit Wohnraum versorgt wurden. Die linke Gebäudehälfte beherbergt eine Ausstellung über die Geschichte des Außenlagers Sasel und über die harten Arbeitsbedingungen, unter denen die im KZ-Außenlager gefangenen Frauen im Plattenhausbau produzieren mussten. Seit dem 1. September 1989 erinnert auf dem Vorplatz der Gedenkstätte eine als Friedensbaum gestaltete Holzskulptur von Franz Vollert an das Schicksal der Häftlinge und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Die Gedenkstätte, die heute eine Außenstelle der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist, wird von der Arbeitsgemeinschaft Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel ehrenamtlich betreut.

An der Bergstedter Kirche erinnert eine Gruppe von Gedenksteinen des Künstlers Axel Peters an die Toten des KZ-Außenlagers Sasel.

Wegbeschreibung

Gedenkstein am ehemaligen Lagergelände:

Hamburg-Sasel

Ecke Petunienweg/Feldblumenweg

22395 Hamburg

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: ab S-Bahnstation Poppenbüttel mit Bus 276 bis zur Haltestelle „Feldblumenweg“.

 

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Kritenbarg 8

22391 Hamburg

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: (S1) S-Bahnstation Poppenbüttel.

Öffnungszeiten:

So. 10–17 Uhr und nach Vereinbarung, auch während der Schulferien, außer Ostern und Pfingsten.

Anmeldungen für Führungen über den Museumsdienst Hamburg, Glockengießerwall 5 a, 20095 Hamburg, Tel.: 040 428131 0, Fax: 040 42824 324, E Mail: info@museumsdienst-hamburg.de  

Internet: www.museumsdienst-hamburg.de

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel über KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Jean-Dolidier-Weg 75

21039 Hamburg

Tel.: 040 428131500, Fax: 040 428131501

Email: info@kz-gedenkstaette-neuengamme.de

 

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Tel.: 040 7237403 (nur während der Öffnungszeiten).

Internet: KZ Gedenkstätte Neuengamme

Literatur

Lucille Eichengreen: Von Asche zum Leben. Erinnerungen, überarb. Fassung, Bremen 2001.

Lucille Eichengreen: Frauen und Holocaust. Erlebnisse, Erinnerungen und Erzähltes, Bremen 2004.

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel. Geschichte des KZ-Außenlagers Hamburg-Sasel, hg. v. Museum für Hamburgische Geschichte, Redaktion: Thomas Krause, Hamburg 1990 (Hamburg-Porträt 25).

Geschichte eines Außenlagers: KZ Sasel. Ein Projekt zur Geschichte des Nationalsozialismus, Sekundarstufe I/II, erarbeitet von Klasse 9 c/10 c, 1980/2, Gymnasium Oberalster, Klassenlehrer: G. Liszkowski, hg. v. d. Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg 1982.

Krystyna Razinska/Henryka Sadowska/Madeleine Schulps: Lebenszeugnisse aus dem KZ Sasel, Grundkurs Geschichte 1996–1998, Gymnasium Oberalster, Hamburg 1998.

Zwangsarbeit und weibliche Überlegensstrategien. Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45. Hans Ellger, Berlin 2007

Hamburg-Sasel

Plattenhaus mit Ausstellungs- (links) und Museumsteil (rechts)