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Bremen-Obernheide

Nach der Zerstörung des Außenlagers Bremen-Hindenburgkaserne transportierte die SS am 26. September 1944 die weiblichen KZ-Gefangenen nach Bremen-Obernheide, wo sie in drei Baracken untergebracht wurden. Die polnischen und ungarischen Jüdinnen wurden im Auftrag des Senators für das Bauwesen der Stadt Bremen zu Aufräumungsarbeiten im Bremer Stadtgebiet eingesetzt. Andere Kommandos mussten beim Bau von Behelfswohnheimen Planierarbeiten verrichten oder wurden zur Produktion von Betonfertigteilen bei den Firmen Lüning & Sohn und Rodiek eingesetzt. Die Frauen mussten zu Fuß zum Stuhrer Bahnhof gehen, wurden dann in Waggons geladen und ins Bremer Stadtgebiet gebracht. Nachdem die Bahnanlagen zerstört waren, erfolgte der Transport mit Lkw. Als der Treibstoffmangel auch dies unmöglich machte, mussten die Frauen den Weg zu den oft mehr als 20 Kilometer entfernten Arbeitsplätzen zu Fuß zurücklegen. Mindestens zehn Frauen überlebten die Arbeitseinsätze nicht.

Am 4. April 1945 wurde das Außenlager geräumt. Die Frauen mussten nach Uesen marschieren, trafen dort mit den Häftlingen aus Bremen-Uphusen zusammen und gingen zu Fuß weiter bis in die Nähe von Verden an der Aller. Dort pferchte die SS sie in offene Güterwaggons. Nach einer tagelangen Irrfahrt erreichte der Zug vermutlich am 8. April das Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Lagerführer in Bremen-Obernheide war SS-Hauptscharführer Johann Hille.

Zeitraum

26. September 1944 bis 4. April 1945

Anzahl

800 Frauen

Art der Arbeit

Aufräumungsarbeiten und Behelfswohnungsbau

Auftraggeber

Stadt Bremen, Fa. Lüning & Sohn, Fa. Rodiek