Auf den rotgestrichenen Wänden der Galerie in dem quadratischen Zentralraum sind auf 4m langen Stoffbahnen die Namen der Toten des KZ Neuengamme aufgezeichnet, soweit diese aus den nur lückenhaft überlieferten Quellen (Totenbücher, Standesamtsregister, Einäscherungs- und Friedhofslisten) ermittelbar waren. Die Namen sind nach dem Todesdatum aneinander gereiht; bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten die Namen von 22 457 Todesopfern festgestellt werden. Dies ist nur etwas mehr als die Hälfte der mindestens 42 900 Menschen, die als Häftlinge des KZ Neuengamme starben. Nähere Angaben zu den Opfern können gedruckten Verzeichnissen entnommen und an einem Computerterminal recherchiert werden. In einem schmalen Seitenraum mit Blick auf das Aschefeld und das Mahnmal werden in sieben hölzernen Pultvitrinen handschriftlich geführte Totenbücher präsentiert, die zu den bedeutendsten historischen Zeugnissen zählen, die vom KZ Neuengamme erhalten geblieben sind.


