Im Sonderausstellungsbereich der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der sich im Südflügel der ehemaligen KZ-Rüstungsfabrik der "Walther-Werke" befindet, werden zur Zeit folgende Ausstellungen präsentiert:
Putten 1944. Eine Ausstellung der „Stichting Oktober 1944"
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Albträume eines Deportierten. Bilder von Pierre Fertil
Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
in Zusammenarbeit mit der Amicale de Neuengamme, Frankreich
Dauer: 24.04.2010 - 04.07.2010
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30 - 16.00 Uhr, Sa/So 12.00 - 19.00 Uhr
Die Sonderausstellung zeigt 50 großformatige Bilder von Pierre Fertil, der 1944 verhaftet, in das KZ Neuengamme und kurze Zeit später in das Außenlager Bremen-Blumenthal überstellt wurde, danach kam er in das Auffanglager Sandbostel, wo er befreit wurde.
Pierre Fertil kehrte nach Frankreich zurück und wurde Arzt.
Die Erlebnisse während der Deportation, die Szenen, die er in den Lagern gesehen hatte, ließen Pierre Fertil jedoch sein ganzes Leben nicht mehr los: „Das Unbewusste bohrte in mir. Jede Nacht träumte ich von dem Schrecken in den Lagern….“
Pierre Fertil entwickelte seine eigene Methode, um mit seinen Träumen und den Bildern, die ihn heimsuchen, fertig zu werden: er begann zu zeichnen.
Er zeichnet, um Zeugnis abzulegen vom Horror der Konzentrationslager. „Wir Überlebenden der Lager haben die Pflicht, daran zu erinnern (devoir de mémoire). Obwohl es für das, was wir erlebt haben, keine Worte gibt...“
Pierre Fertil wurde am 10. Februar 1923 in Moisdon-la-Rivière im Département Loire-Atlantique (Bretagne) geboren und lebt heute in der Gegend von Nantes.


