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Ausstellungen, Begegnungen, Studienzentrum

Newsletter Juli 2017

der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Herzlich willkommen zur Juli-Ausgabe unseres Newsletters.

Im Juli wollen wir Ihnen nicht nur während der Alternativen Hafenrundfahrt die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus näher bringen, sondern ebenso fragen: Was verbirgt sich hinter den Namen?, die auf den Stoffbahnen im "Haus des Gedenkens" stehen. Daneben sollen die Fortbildung zu Polnischen Häftlingen in den Konzentrationslagern und die Veranstaltungen zu dem umstrittenen Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen SS-Sanitäter Hubert Zafke sowie zu Kontinuitäten der Ausgrenzung spezifische vertiefende Informationen geben. Weiterhin finden vom 24. bis 29. Juli und noch einmal vom 31. Juli bis 4. August täglich Kurzführungen für EinzelbesucherInnen zur Geschichte des KZ Neuengamme auf Deutsch und Englisch statt.

Im zweiten Teil des Newsletters geben wir Ihnen eine kleine Vorschau auf den September. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen in der Rubrik Aus der Gedenkstättenarbeit vor.

Informieren Sie sich gern auf unserer Homepage über weitere Veranstaltungen und Aktivitäten.

Ihr Team der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Totenbuch im "Haus des Gedenkens". Foto: Zoia Kashafutdinova

Hinweis

In der Zeit vom 20. Juli bis 4. August 2017 bleibt das Gebäude der Hauptausstellung aufgrund von Renovierungsarbeiten leider geschlossen. Die Ausstellungen in den anderen Gebäuden sowie das Außengelände stehen für Ihren Besuch weiterhin zur Verfügung. Wir bitten, diese Einschränkung zu entschuldigen.

Veranstaltungen

Fortbildung

Polnische Häftlinge in den Konzentrationslagern

07. Juli 2017 14:00 - 19:00 Uhr

Polnische Häftlinge bildeten eine der größten Gruppen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Behandelt werden Verhaftungshintergründe, das System der Häftlings-Umverteilung und der Überlebenskampf während der Haft.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Alternative Hafenrundfahrt

KZ-Außenlager, Zwangsarbeit und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945

09. Juli 2017 15:30 - 17:30 Uhr

Während der zweistündigen Rundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Vortrag und Diskussion

Hubert Zafke – ein umstrittenes Gerichtsverfahren gegen einen SS-Sanitäter

14. Juli 2017 19:00 - 21:00 Uhr

Hubert Zafke war als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz-Birkenau und zuvor im Krankenrevier des KZ Neuengamme tätig, in dem zahlreiche Häftlinge gezielt durch Injektionen ermordet wurden. Im Februar 2015 wurde Zafke wegen Beihilfe zum Mord angeklagt — bis heute ohne Urteil.
Mit der Rechtsanwältin Christine Siegrot, Vertreterin der Nebenklage, wollen wir über den Verlauf des Verfahrens von Hubert Zafke diskutieren. Weiterhin sprechen VertreterInnen der Prozessbeobachtungsgruppe  über die Rolle der Öffentlichkeit in diesem Verfahren. Die Historikerin Alyn Beßmann berichtet über Medizinverbrechen in den Konzentrationslagern und die Beteiligung Zafkes an der Tötung von Häftlingen durch Injektionen im KZ Neuengamme.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Führung

Was verbirgt sicht hinter den Namen?

16. Juli 2017 15:00 - 17:00 Uhr

Im „Haus des Gedenkens“ werden ca. 24.000 Namen genannt. Wer waren diese Menschen? Karin Heddinga erzählt ausgewählte Geschichten. Die Führung bietet keine allgemeine Einführung, sondern setzt Basiskenntnisse zur Geschichte des KZ Neuengamme voraus.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Lesung und Gespräch

Kontinuitäten der Ausgrenzung

28. Juli 2017 16:30 - 18:00 Uhr 29. Juli 2017 15:00 - 18:00 Uhr

Am 28. Juli wird die Verfolgung der Sinti-Familie Herzberg im Nationalsozialismus vorgestellt. Am 29. Juli stellen Nina Schulz und Elisabeth M. Urbitsch ihr Buch „Spiel auf Zeit – NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung" vor und zeigen, dass zahlreiche NS-Verbrechen weder anerkannt noch entschädigt wurden und werden. Gegenwärtige Diskriminierungen und die fortdauernde Missachtung von Menschenrechten gegenüber Sinti und Roma in Deutschland werden in einem anschließenden Podiumsgespräch diskutiert.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Führungen

Öffentliche Kurzführungen

24. - 29. Juli 2017 31. Juli - 04. Aug. 12:00 Uhr und 13:30 Uhr

12:00 Uhr in deutscher Sprache
13:30 Uhr in englischer Sprache

Sie erhalten einen ersten informativen Eindruck von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme sowie eine Einführung in die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers. Dauer: 45 Minuten. Keine Anmeldung erforderlich.
Einen Überblick über die einzelnen Termine finden sie auf unserer Homepage.

Vorschau

Rechercheseminar zur Familiengeschichte

„Ein Täter, Mitläufer, Zuschauer, Opfer in der Familie?“

08. Sept. 2017 10:00 - 16:00 Uhr

Das Seminar stellt Möglichkeiten vor, über nationalsozialistische TäterInnen, über Opfer, MitläuferInnen und ZuschauerInnen aus der eigenen Familie zu recherchieren. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über aktuelle Forschungen sowie Recherchemöglichkeiten und können Fragen stellen zum Umgang mit historischen Dokumenten.
Mehr Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm.

Gesprächsseminar zu Familiengeschichte(n)

Ein Täter/eine Täterin in der Familie?

09. Sept. 2017 10:30 - 17:00 Uhr 10. Sept. 2017 11:15 - 17:00 Uhr

Das Seminar richtet sich an Personen, die sich intensiver mit NS-TäterInnen in der eigenen Familie auseinandersetzen wollen. Fragen von Loyalität und Illoyalität in der eigenen Familie, des Umgangs mit dem moralischen und familiären Erbe nach 1945, psychosoziale Folgen für die Angehörigen und Formen der Begegnung von TäterInnen- und Verfolgtennachkommen werden behandelt. Schwerpunkt bilden die eigenen biographischen Erfahrungen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungshinweis.

Aus der Gedenkstättenarbeit

Ausstellung

Kunst in der Cafeteria

Am 15. Juni 2016 wurde eine kleine Ausstellung mit Bildern des Atelier Freistil in der Cafeteria der KZ-Gedenkstätte Neuengamme eröffnet. Mehr Informationen zur Zusammenarbeit mit den Elbe-Werkstätten erhalten Sie in unserem Blog.

Während der Vorstellung der Bilder auf der Eröffnung

Neue Publikation

Sammelband zu "Vergeltungsaktionen" im deutsch besetzten Europa 1939-1945.

Namen wie Oradour und Lidice stehen stellvertretend für jene NS-Verbrechen im deutsch besetzten Europa, die als "Vergeltung" für Widerstandstätigkeiten gerechtfertigt wurden. Der Band bündelt den Forschungsstand zu dieser Repressalienpolitik, die in einigen Ländern genozidale Formen annahm.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Blog.

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